Bilder von hier und anderswo
FEZ stellt kontrastreiche Werke der Künstlergruppe RUHR.kontrast aus

Amparo Lòpez
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  • Amparo Lòpez
  • Foto: Amparo Lòpez
  • hochgeladen von Britta Koch

Am 10. August um 16 Uhr eröffnet im FEZ an der Universität Witten/Herdecke die Ausstellung der Künstlergruppe RUHR.kontrast. Bis zum 30. Oktober sind die Malereien von Ute Gebhardt, Marlis Kühn, Amparo Lòpez und Birgit Münch zu sehen.

Vor rund 10 Jahren wurde die Gruppe RUHR.kontrast von Marlis Kühn gegründet. Seitdem ist die Gruppe mit immer mal wechselnden Mitgliedern im regionalen Kunstbetrieb tätig. Die Namensgebung der Gruppe "Ruhr-Kontrast" basiert auf der Idee, die Heterogenität der Gruppe Hinsichtlich ihrer künstlerischen Herangehensweise und Umsetzung sowie der stilistischen Ausrichtung zu akzentuieren. Darüber hinaus soll die regionale Verankerung zum Ruhrgebiet unterstrichen werden. Das kontrastreiche Spektrum der Künstlerischen Auseinandersetzung ist in Bezug auf Themen und Techniken ein Spannungsfeld, das diese Künstlergruppe auszeichnet.
So scheint eine Antriebsfeder in Marlis Kühns Bildern ihre Ausbildung zu sein. Die studierte Politologin setzt mit Ironie gesellschaftliche Themen und Fehlentwicklungen bildhaft um. In ihren Malereien findet der ein oder andere sich eventuell wieder, entdeckt aktuelle Themen aus den Medien oder sieht seine eigenen Ängste verbildlicht wie in dem Bild der noch jungen, gut gebauten Frau, die sich schon etwas unsicher die Treppe hochsteigt, an dessen Fuß der Treppenlift auf seinen Einsatz wartet. Politisches Vorwissen benötigt man zum Verstehen ihrer Bilder also nicht. Vielmehr sind es Phänomene unserer Zeit, auf die sie, teilweise collagenartig, in ihren aufmerksam macht.
Ute Gebhardt entnimmt ihre Motive direkt und unmittelbar aus der sie umgebenden Welt. Ihren Bildern geht eine intensive Auseinandersetzung mit dem Objekt voraus. So hat sie sich zum Beispiel einen ganzen Tag in einer Falknerei mit diesen majestätischen Vögeln auseinandergesetzt. Einfühlsam bannt sie den Kopf mit dem waffenartigen, spitzen Schnabel des hoheitsvollen Tieres überlebensgroß auf die Leinwand. Hinter dem Tier ist jedoch das Netz zu erkennen, das diesen für Freiheit und Weite stehenden Vogel am Wegfliegen hindert. In leichter Untersicht erfasst sie das Wesen des stolzen Tieres, weist aber mit dem Netz auf sein Gefangensein hin.
Amparo Lòpez‘ Motive kommen ebenfalls aus ihrer Umwelt. In leicht abstrahierter Form bringt sie die südländische Landschaft eines Urlaubaufenthalts auf die eher kleinformatige Leinwand. Fasziniert ist die Künstlerin aber auch von der Weite des Meeres, wählt jedoch als pars pro toto eine Welle. Hintergrund ist, dass sie die Strukturen reizen, die kräuselnden Wasserströmungen auf der Welle kontrastiert von den eher glatten Flächen, auf der die Welle sich erhebt. Ebenso ist es bei den südländischen Stadtansichten, wo sich die eher geometrischen Flächen der Häuser mit ihren Fenstern in die organische Struktur der Landschaft schmiegen.
In den Bildern von Birgit Münch tritt das Gegenständliche zugunsten des expressiven, informellen Ausdrucks zurück. Sie baut ihre Bilder in Farbschichten auf, die mitunter wieder abgekratzt und neu mit Farbe oder sogar der Sprühdose bearbeitet werden, um so Ruhe ins Bild zu bekommen. Sie möchte dem Betrachter Freiräume zur eigenen Interpretation geben oder auch die Möglichkeit, seine persönliche Verbindung herzustellen.

Eine Einführung in die Bilder der vier Künstlerinnen gibt die Kunsthistorikerin Britta Koch.
Musikalisch wird die Ausstellungseröffnung von dem Duo Eleonore Deffte (Geige) und Georg Espey (Cello)umrahmt.

EINTRITT FREI!

Veranstaltungsort:
Forschungs- und Entwicklungszentrum Witten (FEZ)
Alfred-Herrhausen-Straße 44
58455 Witten

Autor:

Britta Koch aus Witten

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