Gescheitertes Bürgerbegehren

Meesmannstraße wird es hoffentlich gut tun. In wie weit dann die vorhandenen Leerstände wieder vermietet werden können, hängt von anderen Umständen ab, die nichts mit dem Standort eines Supermarktes zu tun haben.
Nun ist also der Weg zu einem neuen Frischemarkt weitgehend offen. Der Schon sehr viel interessanter ist das Ergebnis des Bürgerbegehrens. Es sind nur rund 2000 Stimmen zusammen gekommen, sogar mit Aktionen in der Stadtgalerie.
Eine Aktion der Firma Grütter nur in Herbede hat immerhin rund1400 Stimmen für den neuen Markt ergeben.
Wie gut die Chancen für eine Neubelebung der Meesmannstraße sind, hängt von anderen Dingen ab.
Das fängt schon mit dem äußeren Erscheinungsbild an. Leider wirkt die Meesmannstraße sehr dreckig und verschmutzt. Überall liegen Müll und Zigarettenkippen herum. An fehlenden Papierkörben kann es nicht liegen, denn die sind in ausreichender Menge vorhanden.
Andererseits sollten die Geschäftsinhaber im wahrsten Sinne des Wortes mal vor der eigenen Tür kehren. Das kostet nur etwas Zeit und würde das Erscheinungsbild der Meesmannstraße deutlich aufwerten. Das gleiche gilt für andere Eigentümer / Anwohner in diesem Bereich.
Dann wäre die Frage nach bezahlbaren Mieten. Leider wird ein Haus mit einem leerstehenden Ladenlokal, für das utopische Mieten verlangt werden, mit einem höheren Wert veranschlagt als ein Haus mit vermietetem, aber bezahlbarem Geschäftsraum.
Vielleicht könnten da Banken und Hausbesitzer auf einer realistischen Ebene zusammen kommen.
Blieben da noch zukünftige Mieter der leerstehenden Ladenlokale. Ein normales Angebot, daß man überall in ähnlicher Form bekommen kann, hat kaum eine Chance.
Es müßte ein Angebot sein, für das genügend Leute zu fahren und vor allen Dingen zu laufen bereit sind.
Vielleicht könnten sich die Besitzer leerstehender Ladenlokale selbst auf die Suche nach potentiellen Mietern begeben.
Bleibt als Fazit: Die Weichen für die Meesmannstraße können jetzt gestellt werden. Ob es auf eine positive oder negative Weichenstellung rauskommt, liegt an den betroffenen Anliegern.
Die andere Alternative währe ein Freilichtmuseum auf Kosten des Steuerzahler. Vielleicht könnte man ja einen Teil der Kosten decken, in dem man Kassenhäuschen an den Zugängen zur Meesmannstraße aufstellt.
Man kann niemanden zwingen, wo er was und wann einkaufen soll. Aber man kann Angebote schaffen, die Kunden anziehen.

Autor:

Axel Senff aus Witten

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