Wittener Service-Clubs unterstützen Sprachkurs

Die Wittener Service-Clubs haben sich zusammengeschlossen, um Frauen mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien einen Sprachkurs zu finanzieren.
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  • hochgeladen von Walter Demtröder

Die etwa 250 Mitglieder der Wittener Service-Clubs haben sich zusammengeschlossen, um Müttern mit kleinen Kindern aus Flüchtlingsfamilien einen Sprachkurs zu finanzieren. Der Inner-Wheel-Club Witten, die Rotaract-Clubs Witten-Wetter-Ruhrtal, der Soroptimisten-Club Witten-Herdecke, der Soroptimisten-Club Witten-Ardey, der Soroptimisten-Club Witten-Ruhr, der Rotary-Club Witten, der Lions-Club Witten, der Lions-Club Witten-Mark und der Lions-Club Witten Rebecca Hanf haben für diesen Zweck rund 10.000 Euro an Spendengeldern bereitgestellt.

In Kooperation mit der Caritas nehmen aktuell 15 Frauen am ersten Kurs teil, der mittwochs und freitags, jeweils von 9.30 bis 11.30 Uhr, im Café Credo an der Hauptstraße stattfindet. In einem Nebenraum werden parallel dazu die Kinder der Mütter betreut.
Wie lange ein einzelner Kurs dauern wird, ist noch nicht endgültig geklärt, da sich das Projekt noch in der Probephase befindet, aber: „Je länger die Frauen partizipieren können, desto besser lernen sie die deutsche Sprache“, so Stephanie Rohde, Leiterin Fachdienst Integration und Migration bei der Caritas. Insgesamt ist der Sprachkurs zunächst auf ein Jahr befristet, über die Länge der einzelnen Kurse müssen die Service-Clubs noch gemeinsam entscheiden. Ziel ist es, während dieses Zeitraums zirka 60 Frauen die Möglichkeit zu geben, die deutsche Sprache zu erlernen.
Den Pilotkurs leitet Lucie Gertlowski, Deutschlehrerin i.R. Da die teilnehmenden Frauen aus Syrien, Aserbaidschan, Eritrea oder dem Iran kommen, bedient sich Lucie Gertlowski unorthodoxer wie erfolgreicher Lernmethoden. Mit Bildern und Bildsprache vermittelt sie den Teilnehmerinnen Wörter und Begriffe. Gesprochen wird ausschließlich deutsch, und so lernen die Frauen schnell die ersten Wörter und Sätze.
„Aber es ist nicht nur ein Sprachkurs, sondern auch eine Form der Integration“, sagt Lucie Gertlowski. „Frauen, die aus weiter entfernten Stadtteilen kommen, haben sich selbst ein Fahrticket besorgt, was sonst meist ihre Männer machen, und wir nehmen uns auch die Zeit, in die Stadt zu gehen und einen Kaffee zu trinken.“

Autor:

Walter Demtröder aus Witten

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