Gedenken an die Reichspogromnacht
Feier im Rathaussaal und Stadtführung

Ella Kaya (links) und Nele van Weßel, beide 14, sind zwei der Schülerinnen und Schüler, welche die Gedenkfeier gestalten. "Die Frage, was haben wir damit zu tun?", haben wir uns wirklich am Anfang gestellt, weil die Judenverfolgung während des Dritten Reiches bis dahin kein großes Thema war. Nun sind die beiden, wie auch die anderen Schüler überzeugt, dass es sich bei der Veranstaltung um eine wichtige Sache handelt.
  • Ella Kaya (links) und Nele van Weßel, beide 14, sind zwei der Schülerinnen und Schüler, welche die Gedenkfeier gestalten. "Die Frage, was haben wir damit zu tun?", haben wir uns wirklich am Anfang gestellt, weil die Judenverfolgung während des Dritten Reiches bis dahin kein großes Thema war. Nun sind die beiden, wie auch die anderen Schüler überzeugt, dass es sich bei der Veranstaltung um eine wichtige Sache handelt.
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Schülerinnen und Schüler arbeiten Programm aus

Zum 81. Mal jährt sich das Gedenken an die Reichspogromnacht vom 09. November 1938, auch Reichskristallnacht genannt.
Eine Nacht, in der Hunderte von Bürgern jüdischer Herkunft durch die Nationalsozialisten ermordet, Synagogen, Gebetstuben, Geschäfte und Wohnungen geplündert und zerstört wurden. Eine Nacht, welche mit der Deportation von rund 30000 Juden in die Konzentrationslager Jahre des Massenmordes am jüdischen Volk einläutete, nachdem vorher bereits zum Boykott jüdischer Einrichtungen und Geschäfte aufgerufen worden war, Juden von Beamtenposten entfernt worden und Ehen zwischen Ariern und Juden verboten waren.
Seit vielen Jahren gedenken auch die Xantener dieses furchtbaren Ereignisses und der folgenden Gräueltaten des NS Regimes.
Im jährlichen Wechsel veranstalten die Evangelische und Katholische Kirche sowie die Stadt Xanten diese Gedenkfeier. „An und für sich“, so Jürgen Kappel, der zusammen mit Wolfgang Weyher, Bürgermeister Thomas Görtz und Schülern/innen in diesem Jahr die Ausrichtung für die Stadt übernommen hat, in Bezug auf die Zusammenarbeit mit den anderen Einrichtungen, „handelt es sich immer um alle drei Institutionen als Veranstalter. Nur einer ist eben der Ausrichter“.
Da allmählich die letzten Zeitzeugen ausstürben, habe man sich Gedanken gemacht, wie man ein Vergessen verhindern könne, sagt Kappel. Deswegen trage man die Erinnerung an Schülerinnen und Schüler heran, die nun als Teilnehmer eines Philosophiekurses die Gestaltung der Gedenkfeier unter der Regie der ehemaligen Schulleiterin Regina Schneider übernommen haben.
So wird am 09. November ab 17.00 Uhr der Ratssaal 14 Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen, in dem diese sich in Form eines szenischen Spiels und vertonten Texten vor dem anwesenden Publikum selber Antworten auf die Frage „Was habe ich damit zu tun?“ präsentieren.
Aber auch die Erwachsenen sollen an die Geschehnisse erinnert werden. Deshalb veranstaltet die Tourist Information Xanten vorher eine offene Führung zur Jüdischen Geschichte der Stadt Xanten. Gegenstand der Führung werden die ehemalige Synagoge an der Scharnstraße ebenso sein, wie die so genannten Stolpersteine im Stadtgebiet, welche die ehemaligen Wohnstätten deportierter Juden markieren. Enden wird die Führung, die um 15.45 Uhr an der Touristinformation an der Kurfürstenstraße beginnt, etwa eine Stunde später mit der Enthüllung eines Gedenksteins.
Die Teilnahme an der Veranstaltung im Rathaussaal sowie an der Führung ist kostenlos und bedarf keiner vorherigen Anmeldung.

Randolf Vastmans

Autor:

Randolf Vastmans aus Xanten

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