Am Horstmarer See soll am Samstag eine riesige Facebook-Party steigen. (Foto: Magalski)
Lünen: Horstmarer See | In Hagen, Dortmund, Waltrop sorgten sie für Aufregung: Am Horstmarer See in Lünen soll nun die nächste Facebook-Party steigen. Über 2.500 "Gäste" haben bereits zugesagt.
"Project X Next Try!" heißt die Veranstaltung, die für den nächsten Samstag, 14. Juli, bei Facebook veröffentlicht wurde. Eine Anspielung auf den Film "Project X", in dem es um eine Party geht, die ganz mächtig aus dem Ruder läuft. Droht das auch in Lünen? Der Einlader, der sich bei Facebook Carlson Lowers nennt, schreibt jedenfalls: "Ich will, dass der Abend bzw. die Nacht ruhig und friedlich abläuft". Was wirklich passieren wird, wenn wirklich tausende Jugendliche feiern, ist hingegen unklar. Denn zuletzt sorgte eine Facebook-Party in Hagen für Schlagzeilen. Hier kam es im Bereich der Innenstadt zu Ausschreitungen. Bei weiteren rund 1.000 Facebook-Nutzern ist die Teilnahme an der geplanten Lüner Party noch unsicher, insgesamt wurden schon über 17.000 eingeladen. Der unbekannte Einlader weiter: "Wir rocken die Sch... dieses Mal mega und das ohne uns das wieder versauen zu lassen." In Dortmund war vor einer Woche eine Facebook-Party von der Stadt verboten worden. Deshalb soll in Lünen die Startzeit der Party erst kurz vorher bekannt gegeben werden. Von der Pressestelle der Polizei in Dortmund kommt zur geplanten Party eine deutliche Ansage. "Wir heißen solche Partys nicht gut, denn es kommt immer wieder zu Ausschreitungen und Alkoholexzessen", so Pressesprecher Peter Schulz. Kann der Einlader ermittelt werden, muss er mit hohen Kosten rechnen. Die Stadt kann beispielsweise die Müllentsorgung und Toiletten in Rechnung stellen.
Es ist sehr schade, dass Jugendliche, die friedlich feiern wollen und Spaß mit Leuten aus anderen Städten haben wollen, dermaßen verurteilt werden. Klar, es ist nicht richtig, was in Hagen passiert ist, aber das sind lediglich schwarze Schafe, weshalb die Polizei und Leute, die ohnehin nichts für jugendliche übrig haben, alle über einen Kamm scheren.
Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb es verboten ist, wenn sich jugendliche aus vielen verschiedenen Städten zusammentun, nur um miteinander zu feiern. Das ist dazu auch ein Indikator einer offenen, kontaktfreudigen Jugend, aber diese Werte scheinen keinerlei Bedeutung zu haben.
Die Städte sowie die Polizei sollten uns Chancen und Möglichkeiten geben, solche Treffen zu ermöglichen, denn wir haben nichts böses im Schilde. Wir wollen keine Anwohner stören, keine Zerstörung anrichten und schon garnicht rumpöbeln. Wir wollen nur unsere Jugend leben und eine unvergessliche Feier mit vielen neuen Gesichtern unter freiem Himmel verbringen...ist das verwerflich?
@Kevin - du sagst immer "wir" und meinst doch nur "dich". Aus "friedlich feiern" wird nach genug Alkohol in Kombination mit Testosteron idR immer Chaos, wenn die Plätze nicht richtig überwacht und kontrolliert werden können. Aber auch selbst wenn - guck dir mal die Locations in Dortmund nach ner Meisterfeier oder Bochum (total) an - alles versifft, überall wird hingepisst, alles vermüllt.
Ich wohne schon ne ganze Weile am Seepark und es ist nach jedem warmen Tag zugemüllt.
@Kevin Wenn ich zu einer Feier einlade muss ich auch die Folgekosten tragen und kann diese nicht auf die allgemeinheit abladen, denn so ein Denkvorgang ist total asozial
@Kevin: Dann melde dich doch mal bei der Stadt Lünen bzw. der Stadt wo die Party steigen soll und bittest um ein Informationsgespräch mit den Leuten vom Ordnungsamt.
Die zuständigen Mitarbeiter können Dir dann sicherlich erklären ob und wie eine solche öffentliche Veranstaltung stattfinden kann, was an Gebühren für die Elaubnis, Reinigung auf Dich als Anmelder der Veranstaltung zu kommen können und welche Auflagen vor Ort (Toiletten, Sicherheitsdienst, Sanitätsdienst, Beschränkung auf x Personen, kein Glas, ggf. kein Ausschank von Alkohol oder nur Bier und Wein aber kein Schnaps usw., Flaschenverbot, Musik, GEMA etc.) zu erfüllen sind.
Solltest Du keine 18 sein, benötigst Du auch noch eine volljährige, geschäftsfähige, Person, die als Veranstalter im Ernstfall auch die "Rübe" bzw. das Portemonaie hinhalten muß (Haftung).
Vielleicht ist das auch etwas für die beteiligten weiteren Behörden, sei es Jugendamt, Ordnungsamt, Feuerwehr oder Polizei so ein Thema als Informationsveranstaltung präventiv in ihren jeweiligen Städten anzubieten.
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