Schiff zerstört Stromleitung über Kanal

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Der Kohlefrachter knickte den Masten am Kanalufer wie Gummi. (Foto: Magalski)
Freitag drohte dem Aberglauben nach Pech - für einen Schiffer aus den Niederlanden erfüllte sich die düstere Vorhersage. Der Ladekran seines Frachters beschädigte eine Leitung über den Datteln-Hamm-Kanal und sorgte für einen Stromausfall in drei Ortsteilen von Bergkamen.

Heil, Oberaden und Teile von Rünthe waren seit dem Nachmittag über längere Zeit ohne Strom. Anwohner berichten von einem lauten Knall, in diesem Moment traf der Ladekran wohl die Mittelspannungsleitung in Höhe der Nördlichen Lippestraße und kappte die Stromversorgung. Eine Spitze des Gittermasten knickte ab, die Leitung sackte durch und hing über dem Kanal. Der Frachter aus den Niederlanden war aus Richtung Lünen unterwegs zum Hafen am Kraftwerk Heil und hatte die letzte Brücke an der Jahnstraße passiert, da passierte der Unfall. "Der Matrose sollte mit den Vorbereitungen für das Entladen des Autos beginnen, die Leitung haben wir dabei übersehen", schildert der Kapitän. Das Unglück nahm seinen Lauf mit den bekannten Folgen, doch unter dem Strich hatten alle Beteiligten wohl noch Glück im Unglück.

Abbau beginnt in der Nacht

"Verletzte gab es nicht", so Dietmar Luft, der Feuerwehr-Chef von Bergkamen. Feuerwehrleute sperrten zu beiden Seiten des Kanals die Fußwege in Höhe der Unglücksstelle und patroullierten mit einem Boot auf dem Wasser. Profis der Statdwerke schalteten den Strom ab und erdeten die Leitung. Arbeiten zum Abbau der beschädigten Teile über dem Kanal beginnen laut der Feuerwehr noch in der Nacht. Für Schiffe auf dem Datteln-Hamm-Kanal gilt während der Arbeiten eine Vollsperrung der Wasserstraße in beide Richtungen.

Thema "Datteln-Hamm-Kanal" im Lokalkompass:
> Reh schwamm im Kanal um sein Leben
> Peter liebt die Kälte-Therapie im Kanal
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1 Kommentar
Anja Jungvogel aus Kamen | 17.11.2015 | 10:13  
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