Veranstaltung am 5. Oktober
Denkmalgerechte Erneuerung: Rodentelgenkapelle soll 2020 wieder im alten Glanz erstrahlen

Edwin Müller, Hans-Jürgen Friedrichs, Dieter Ischen, Norbert Hollmann, Meinolf Reuther und Karl-Heinz Hense (v.l.) freuen sich, mit diesem Scheck die gesamte Investitionssumme zur Verfügung zu haben.
  • Edwin Müller, Hans-Jürgen Friedrichs, Dieter Ischen, Norbert Hollmann, Meinolf Reuther und Karl-Heinz Hense (v.l.) freuen sich, mit diesem Scheck die gesamte Investitionssumme zur Verfügung zu haben.
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„Dies sind meine liebsten Termine“, meinte Hans-Jürgen Friedrichs vom Kuratorium Sauerland der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und überreichte den symbolischen Scheck über 50.000 Euro an den Förderverein der Rodentelgenkapelle. „Für uns bedeutet diese Unterstützung unter anderem auch die Anerkennung unzähliger Stunden ehrenamtlicher Arbeit“, war der Vorsitzende Meinolf Reuther sichtlich gerührt. „Ein Beweis, dass wir nicht umsonst die Mühen auf uns genommen haben.“
Bereits seit 2009 hat sich eine Gruppe Bürger aus Bruchhausen die Sanierung, Erhaltung und Pflege des Gebäudes auf die Fahnen geschrieben. Die Kapelle, bereits im 15. Jahrhundert erwähnt, hatte den Dreißigjährigen und Siebenjährigen Krieg überstanden, stand damals aber leer und ihr drohte der Verfall. „Wir hielten das Gebäude kulturgeschichtlich für absolut erhaltenswert und haben vor zehn Jahren ganz klein im Innern mit Eigenleistung und Reinigung begonnen“, schaut Vorstandmitglied Edwin Müller zurück.
Eine der ersten Maßnahmen war die Sanierung des Dachstuhls und die Erneuerung der Regenrinne. Zudem kümmerten sie sich weiter um den Innenraum. „Wir sind zwar nicht ganz unvorbereitet in die Aufgabe eingestiegen, die Bruderschaft des Schützenvereins gab uns eine Anschubfinanzierung“, verriet Reuther. „Doch ohne weitere Fördertöpfe, wie etwa 105.000 Euro von der NRW-Stiftung, wäre dieses Mammutunternehmen kaum zu stemmen gewesen.“ Norbert Hollmann vom Kirchenvorstand, und gleichzeitig gemeinsam mit Dieter Ischen Bauleiter, atmete tief durch, denn: „Jetzt haben wir den noch fehlenden Sanierungsbedarf von insgesamt 180.000 Euro zusammen und können mit der Außenfassade beginnen.“

Start der Arbeiten Mitte Oktober

Mitte Oktober wird nun mit den Arbeiten gestartet. Da Wasser durch das Mauerwerk aus Schwemmstein und die Grundmauern drückt, muss rund um das Gebäude abgedichtet werden. Dabei wird die Erde bis auf das Fundament ausgehoben, anschließend mit einem Tongemisch für Wasserundurchlässigkeit gesorgt, eine Kiesschicht leitet schließlich die Feuchtigkeit in die Drainage ab. Bis Ende des Jahres sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein. Norbert Hollmann: „Immer dabei sind die Archäologen des LWL Münster.“ 2020 geht es dann nach Ende der Frostperiode weiter: Der Außenputz wird mit Hilfe von Schlagbohrer und Sandstrahler abgetragen. „Wir werden noch die Nachbarn informieren, denn es kann trotz Vorsorge zu Staubentwicklungen kommen“, möchte Meinolf Reuther unnötigen Ärger vermeiden. Danach erfolgt von Spezialfirmen das Auftragen von denkmalgerechtem Kalkputz. Im weiteren Verlauf folgt die Erneuerung der Traufe, denn die Bretter sind schief und bieten beispielsweise dem Marder perfekte Schlupflöcher. Hier peilen die Verantwortlichen den Abschluss der Baumaßnahmen für Mitte 2020 an.
Aber schon in ein paar Tagen steht das Bauwerk im Mittelpunkt.

Veranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des Fördervereins

Am Samstag, 5. Oktober, 18 bis 22 Uhr, lädt der Förderverein aus Anlass seines zehnjährigen Bestehens zur Veranstaltung „Rodentelgen - Leuchtzeichen über Jahrhunderte“ mit Illumination und Musik in und an der Kapelle ein. 
(Text von Peter Benedickt)

Autor:

Lokalkompass Arnsberg-Sundern aus Arnsberg

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