Steigerung der Kosten
Neubau des Arnsberger Rathaus wird teurer

Bürgermeister Ralf Paul Bittner, Ingrid Rengier, Michaela Röbke und Thomas Vielhaber (v.li.) in einem bereits entkernten Raum.
  • Bürgermeister Ralf Paul Bittner, Ingrid Rengier, Michaela Röbke und Thomas Vielhaber (v.li.) in einem bereits entkernten Raum.
  • Foto: Stadt Arnsberg
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Zufriedenheit sieht anders aus. Bürgermeister Ralf Paul Bittner verzieht die Mundwinkel, denn die Kostenschätzungen für die Investitionen in das Arnsberger Rathaus haben inzwischen 40 Millionen Euro erreicht. Rund 7 Millionen Euro mehr als bisher vorgesehen.
"Unsere Aufgabe wird es nun sein, noch mal alle Möglichkeiten auszuloten, um Einsparungen zu ermöglichen", sieht Bittner sich und sein Team in der Pflicht, auf die Preisbremse zu treten. Wobei berücksichtigt werden muss, das die kommunalen Auftraggeber natürlich ebenso den Kostensteigerungsgesetzen in der Baubranche unterliegen wie ein privater Bauherr. "Wir hatten mit einer jährlichen Steigerung von drei Prozent gerechnet, aber dies hat sich als unzureichend erwiesen", erklären die Verantwortlichen.

Investitionen zwingend erforderlich

Natürlich wird auch mit Fördermitteln geplant, rund 15 Millionen Euro erhoffen sich die zuständigen Gremien, die Anträge werden in 2019 gestellt. Langsam ist die Immobilie, erbaut 1968, in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit. Die Investitionen sind zwingend erforderlich, um auch in Zukunft den Maßstäben gewachsen zu sein. Energieeffizienz, Funktionalität, alles soll und wird den modernsten Ansprüchen genügen.

Frühzeitig zu den Akten gelegt

Im vergangenen Jahr war ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben worden, danach setzten sich die Experten zusammen und entschieden, wie der ausgesuchte Entwurf umgesetzt werden kann. Dabei flossen weitere Vorgaben der Jury mit ein. Auch hieraus ergaben sich schon Kostensteigerungen.
Allerdings sind inzwischen einige planerische Ideen gestrichen. Die begehbare Dachterrasse, die Tiefgarage oder auch die Photovoltaik-Anlage, integriert in die Fassade, wurden bereits frühzeitig zu den Akten gelegt. Zum Teil auch der Erkenntnis geschuldet, dass bei Bauwerksuntersuchungen weitere bis dahin unentdeckte Mängel bemerkt wurden.

Parkplätze überarbeitet

In den Kosten sind natürlich die Außenanlagen enthalten. Da jetzt die Tiefgarage keine Rolle mehr spielt, werden beispielsweise die Parkplätze auf dem Gelände überarbeitet. "Natürlich müssen die Mitarbeiter auch während der Bauphase ihren Tätigkeiten nachgehen können", so Bittner. Deshalb sind Ausweich-Arbeitsplätze gefunden worden und mit der Nutzung eigener Immobilien kann auf den Aufbau von zusätzlichen Container-Ausweichstandorten verzichtet werden.

Führungen geplant

Wichtig ist Bürgermeister Ralf-Paul Bittner und seinen Mitarbeitern, die Öffentlichkeit mitzunehmen. So sind neben regelmäßigen Pressekonferenzen auch Führungen geplant, die Aufschluss über den Stand der Dinge geben sollen. Zudem sorgt die Installation einer Webcam für einen direkten Blick auf die Baustelle.

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