Finde einen Weg zurück

Angeregt durch einen anderen Artikel kam ich zu diesem Thema. Welches Thema es war, dazu komme ich später.
Erstmal hat es mich interessiert, was genau hinter dem Satz: „ finde den Weg“ steckt. Dabei habe ich festgestellt dass dieser Satz bei den unterschiedlichen Generationen auch unterschiedliche Gedankengänge auslöst. Meine Eltern wurden noch vor den Kriegsjahren geboren und für sie war alles „Neue“ verpönt. Das Alte wurde so lange ausgebessert und repariert bis es wieder durch ein ähnliches Teil ausgetauscht wurde. Wenn meine Eltern diesen Satz „ finde den Weg“ benutzten, dann meinten sie eigentlich damit: „ auch du wirst merken, dass ein alter abgetrampelter Weg seine Vorteile hat“
Sie haben halt durch den Krieg gelernt, dass neue Sachen sehr negativ werden können.
Meine Generation hatte diese Erfahrung nicht gemacht. Wenn etwas neues zu Stande kam, dann durfte er halt nicht Altes beinhalten und schon war es gut. So dachten wir halt. Die berühmte Wegwerfgesellschaft war geboren. Ausbessern und reparieren war eher verpönt. Außerdem regte es das Gehirn an. Die vielen neuen Erfindungen und Ideen machten Spaß. In den letzten Jahrzehnten machte der Fortschritt einen Riesenschritt. Das Wort „Fortschritt“ bedeutet eigentlich , dass man eine Änderung positiv bewerten kann. Aber nun werden die Langzeitfolgen sichtbar. Und die sind gar nicht mehr so positiv wie zu Anfangs. Nur wir haben ein anderes neues Problem noch hinzu bekommen. Dieses Problem lässt keinen anderen Gedankengang zu. Wir haben es uns selber beigebracht …..nur nach neuem Ausschau zu halten. Alte Wege werden bei uns nicht restauriert oder gar gepflegt. Wir haben gelernt, wenn alte Wege abgetrampelt sind….dann nimmt man einfach einen neuen Weg. Wenn unsere Erde also ausgedient hat , dann schauen wir halt mal auf andere Planeten uns um. Ist doch einfach? Nein, natürlich ist es nicht einfach. Aber je komplizierter umso schöner und interessanter ist die Herausforderung diesen neuen Weg zu finden , oder ?
Und jetzt komme ich zu dem eigentlichen Thema. Die Menschen haben begriffen , dass Bienen wichtig für uns aller Leben sind. Aber komischerweise handeln wir nicht. Wir versuchen erst gar nicht die Bienen großartig zu erhalten. Wir haben gelernt nur nach Vorne zu schauen. Mit neuen Ideen.Die Roboterbiene wird doch bald unser Problem gelöst haben. Wir Menschen haben also einen Weg gefunden. Und so denken wir mittlerweile bei jeden Problem. Einfach weg damit …und das Neue ersetzt das Alte. Blos nicht zurück schauen.
Wann begreifen die Menschen, dass ein Weg vorwärts erst schön wird, wenn man ihn auch , mit einem Lächeln , zurück betrachten kann ;)
Meine Eltern sagten zu mir: „ Finde einen neuen Weg“.
Ich sage zu meiner Enkelin: „ Finde den Weg zurück“.

Autor:

Ruth Schindel aus Bochum

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