Bochum bietet eine große Vielfalt an anspruchsvollen Off-Theatern
Vitale freie Theaterszene

"Sturm!" ist eine Koproduktion des PRT mit dem "kainkollektiv".
  • "Sturm!" ist eine Koproduktion des PRT mit dem "kainkollektiv".
  • Foto: Brinkmöller-Becker
  • hochgeladen von Nathalie Memmer

Als der Schauspieler und Intendant Jochen Schroeder 2010 sein Boulevardtheater Comödie in Bochum schloss, hinterließ er damit eine Lücke in der Bochumer Kulturlandschaft. Freunde des eigenwilligen Off-Theaters werden in der Stadt hingegen nach wie vor fündig, zum Beispiel im Rottstr5- oder im Zeitmaul-Theater.

Das Theater der Gezeiten wurde 1995 unter der künstlerischen Leitung des 2018 verstorbenen Benno Boudgoust gegründet. Markenzeichen dieser Bühne ist eine Synthese von Körper- und Zeichensprache, Rede, Musik, Videokunst und Tanz. In seinen Räumlichkeiten an der Schmechtingstraße ist das Theater der Gezeiten weiterhin aktiv; während der Corona-Pandemie präsentiert es sich mit Videosequenzen im Internet.
Das weitaus bekanntere Prinz Regent Theater hat seinen Spielbetrieb inzwischen wieder aufgenommen - natürlich angepasst an die Corona-Schutzverordnung. Das Haus steht immer wieder auch überregional im Fokus der Aufmerksamkeit. So wurde das PRT 2019 mit dem Monica-Bleibtreu-Preis ausgezeichnet. Die Bühne war bei ihrer Gründung 1991 die Produktionsstätte der Schauspielerin und Kabarettistin Petra Afonin, von Sibylle Broll-Papes Nausea-Theater und der Gruppen Ecce Homo und Sezession. Die beiden letztgenannten schieden bald aus dem PRT aus und auch Petra Afonin verließ den Vorstand des Theatervereins Prinz Regent. Sibylle Broll-Pape, die das Prinz Regent Theater von 1995 bis 2015 leitete, blieb vor allem auch mit ihrer Inszenierung von Dario Fos "Offene Zweierbeziehung", die gut 20 Jahre lang an der Prinz-Regent-Straße zu sehen war, in guter Erinnerung.
Heute zeigt das Prinz Regent Theater neben Regiearbeiten des Künstlerischen Leiters Hans Dreher auch wieder Arbeiten verschiedener freier Gruppen. So wurde die Spielzeit 2020/ 21 mit der sehr freien Shakespeare-Adaption "Sturm!" des "kainkollektiv" eröffnet.

Autor:

Nathalie Memmer aus Bochum

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