NRW - Landtag
Aufhebung der Impfpriorisierung ab 7. Juni: Aktuelle Fragen und Antworten zur Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen

Ab Montag, 7. Juni, wird die Priorisierung für alle Impfstoffe aufgehoben. Das heißt, dass in den Tagen und Wochen ab dem 7. Juni nun jeder und jede einen Termin für eine Impfung vereinbaren kann. Aktuelle Fragen und Antworten zum Thema.

Wie geht die Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen voran?

Die Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen ist in den vergangenen Wochen sehr gut vorangegangen, gerade Ältere und besonders Gefährdete sind bereits geschützt. Mit Stand vom 4. Juni 2021 ist inzwischen jeder Fünfte in Nordrhein-Westfalen vollständig geimpft (über 3,6 Millionen Menschen). Fast jeder zweite Impfberechtigte hat mindestens eine Erstimpfung erhalten (über 8,4 Millionen Menschen).

Was bedeutet die Aufhebung der Priorisierung bei den Impfungen ab dem 7. Juni?

In den vergangenen Monaten wurden die Impfungen gegen das Coronavirus in Nordrhein-Westfalen wegen des knappen Impfstoffs priorisiert durchgeführt. Zunächst sollten die Menschen ein Angebot zur Impfung erhalten, die ein besonders hohes Risiko haben, schwer an Covid-19 zu erkranken.
Ab Montag, 7. Juni, wird die Priorisierung für alle Impfstoffe aufgehoben: Das heißt, dass in den Tagen und Wochen ab dem 7. Juni nun jeder und jede einen Termin für eine Impfung vereinbaren kann – unabhängig von Alter, Vorerkrankungen oder Beruf.

Wann kann ich mit einem Impftermin rechnen?

Im Verlauf des Sommers wird ausreichend Impfstoff bereitstehen, damit jeder geimpft werden kann, der das möchte. Die bestehenden Lieferengpässe der Firma BioNTech werden sich in den nächsten beiden Wochen auflösen. Dann werden auch die ausgefallenen Lieferungen nachgeholt, sodass wieder ein breites Impfangebot möglich ist.
Daher ist in den nächsten Wochen zunächst noch ein wenig Geduld gefragt: Auch, wenn ab 7. Juni die Impfpriorisierung aufgehoben wird, bedeutet das nicht, dass jede/r Impfwillige sofort einen Impftermin erhalten kann.

Bekomme ich jetzt einen Termin in meinem lokalen Impfzentrum?

In den Impfzentren muss der vom Bund zur Verfügung gestellte Impfstoff mindestens bis Mitte Juni komplett für Zweitimpfungen genutzt werden. Daher werden zunächst noch keine neuen Terminfenster in den Buchungsportalen der Kassenärztlichen Vereinigungen zur Verfügung gestellt. Sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, werden neue Termine in den Impfzentren buchbar sein. Darüber wird das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen frühzeitig informieren. Diese Information wird auch hier veröffentlicht.

In welcher Reihenfolge werden in den Arztpraxen Patienten geimpft?

Auch bei einer Impfanfrage an die Arztpraxen benötigt es etwas Geduld, da die niedergelassene Ärzteschaft abhängig von dem vom Bund beschafften Impfstoff ist und nicht alle Patientinnen und Patienten auf einmal geimpft werden können. Die Impfungen der niedergelassenen Ärzteschaft erfolgen in deren eigener Verantwortung. Es bleibt auch weiter den jeweiligen Arztpraxen überlassen, in welcher Reihenfolge und an welche Patienten Impftermine auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Impfdosen vergeben werden.

Welcher Impfstoff steht in den Arztpraxen zur Verfügung?

Die nordrhein-westfälischen Arztpraxen (ab 7. Juni auch privatärztliche Praxen) werden vom Bund über die Apotheken und den pharmazeutischen Großhandel mit Impfdosen versorgt. Zuständig für die Verteilung ist der Bund. Die Praxen können grundsätzlich – je nach Verfügbarkeit - Impfdosen von BioNTech, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson bestellen. Ab dem 7. Juni werden auch die Kinder- und Jugendärzte in die Impforganisation einbezogen. Sie können ab diesem Zeitpunkt ebenfalls Impfdosen für Kinder- und Jugendliche ab 12 Jahren bestellen. Dafür steht der Impfstoff der Firma BioNTech zur Verfügung, der in der letzten Woche von der Europäischen Kommission auf Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde für diese Altersgruppe zugelassen wurde.

Was ist mit Betriebsärzten?

Betriebsärzte werden ab dem 7. Juni zusätzlich in die Impforganisation mit einbezogen. Sie werden ebenfalls vom Bund über die Apotheken und den pharmazeutischen Großhandel mit Impfdosen beliefert. Zuständig für die Verteilung ist demnach der Bund. Auch Betriebsärzte impfen grundsätzlich in eigener Verantwortung.

Welche Möglichkeiten gibt es für Betriebsärzte in kleineren oder mittleren Unternehmen?

Das Land Nordrhein-Westfalen ermöglicht es den Betriebsärzten, ihr Impfstoffkontingent an ein Impfzentrum nach Wahl liefern zu lassen. In Absprache zwischen Betriebsarzt und Impfzentrum können im Vorfeld Termine oder Zeitfenster für die Impfung der jeweiligen Betriebsangehörigen vereinbart werden, die dann aus dem Impfstoffkontingent des Betriebsarztes im Impfzentrum geimpft werden. So wird den Betriebsärzten ermöglicht, trotz fehlender räumlicher und personeller Ressourcen die Impfungen für „ihre“ Betriebe ohne großen Aufwand sicherzustellen.

Quelle: NRW  Landtag

Autor:

Karl - Heinz Lehnertz aus Wattenscheid

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