Grüne fordern verplichtenden "Veggieday"? - Wahlfreiheit beim Essen erhalten!

Es gibt Dinge, die wir selbst entscheiden können. Dinge, die unseren ganz persönlichen Tagesablauf bestimmen und in die uns niemand hineinreden sollte. Bislang glaubte ich, dies gilt insbesondere für die Auswahl meines Essens. Wer sollte sich schon darum kümmern, ob ich am Mittwoch zu einem Filetsteak greife oder mir am Sonntag eine Salamipizza bestelle. Falsch gedacht, denn wenn es nach den Grünen geht, ist die tägliche Nahrungsaufnahme ein Akt hochpolitischer Staatlichkeit. Pünktlich zur Sommerpause zeigt die grüne Spitzenpolitikerin Renate Künast, wie weit die persönliche Freiheit eines Menschen ihrer Meinung nach maximal gehen darf: Allerhöchstens bis zum Essenstisch. Und damit vertritt sie keine Einzelmeinung, sondern liegt mit der Forderung eines sogenannten „Veggiedays“ voll auf grüner Parteilinie.

Fleischloses Essen für alle? Ohne mich!

Was uns droht, wenn Renate Künast und ihre grünen Mitstreiter an die Regierung kämen ist folgendes: Ein verpflichtender vegetarischer Tag in der Woche. Erstmal natürlich nur in Kantinen. Es geht um nicht weniger als um unsere Gesundheit, denn Fleischkonsum macht krank, sagen die Grünen. Ist das so? Macht nicht viel eher eine unausgewogene Ernährung krank? Ist nicht auch die vegetarische Pizza mit extra viel Käse, ordentlich viel Fett, unzähligen Kohlenhydraten und Unmengen von Kalorien gesundheitlich bedenklich? Muss der Staat trotzdem endlich eingreifen? Läuft der gesundheitsschädliche Fleischkonsum der Deutschen ins Uferlose? Auch das ist Unsinn, denn der pro Kopf Fleischkonsum in Deutschland geht beständig zurück.

Sie selbst sollen entscheiden können, was sie wann essen möchten!

Den Grünen geht es ja nur um Kantinen, sagen manche Zeitungen. Wirklich? Im Wahlprogramm der Grünen steht: "Öffentliche Kantinen sollen Vorreiterfunktionen übernehmen. Angebote von vegetarischen und veganen Gerichten und ein 'Veggie Day' sollen zum Standard werden" Vorreiterfunktion. Standard. Es liegt nicht fern, daraus zu schließen, dass es sich bei der Forderung von einem verpflichtenden Vegetariertag in Kantinen erst um den Anfang handelt. Wenn Kantinen eine Vorreiterfunktion einnehmen sollen, dann müssten hinterher also weitere gastronomische Einrichtungen folgen. Normale Restaurants zum Beispiel. Am Ende vielleicht sogar ihre eigene Küche oder der Balkon, auf dem ihr Grill steht?

Falls das noch nicht reichen sollte, hat die Grüne Jugend eine weitere Idee: Fleisch extra besteuern oder gleich ganz als Grundnahrungsmittel streichen. Liege ich denn so falsch damit, wenn ich annehme, dass Sie durchaus selbstständig entscheiden könne, was sie heute oder an jedem anderen Tag in der Woche essen möchten?

Autor:

Dennis Rademacher aus Bochum

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