S.C.H.U.L.D.E.N.S.C.H.N.I.T.T. – autsch

Oder auch Schuldenerlass.

Schuldenerlass ist ein Vertrag zwischen Gläubiger und Schuldner, der zum teilweisen oder ganzen Erlöschen der betroffenen Schulden führt. Beim Schuldenerlass handelt es sich um die radikalste Sanierungsmaßnahme für Schuldner in der Krise; die beabsichtigte Wirkung ist jedoch höchst umstritten und nicht immer eingetreten. Umgangssprachlich wird der Schuldenerlass auch „Schuldenschnitt“ genannt.

Welches der beiden Worte man auch benutzt, das Geld ist weg. Unwiderruflich.

In unserem Fall, Griechenland ist es wahrscheinlich nur die winzige Summe von 207.000.000.000,00 EURO.
Davon entfallen auf den deutschen Steuerzahler 27,1464 % also 56.193.048.000,00 EURO. (56 Milliarden)

Was würden sich Flutopfer, Schulen, Kindergärten, auch Straßen und Brücken und vieles andere freuen, wenn sie dieses Geld erhalten würden.

Auch stellt sich bei mir die generelle Frage woher nimmt unser Staat dieses Geld.

Bis jetzt musste ich immer hören und lesen, dass der deutsche Staat mit ca. 2.103.750.000.000,00 EURO (2,1 Billionen) verschuldet ist.
Das sind 25.337,00 € Pro-Kopf-Verschuldung oder 50.674,00 € Pro-Erwerbstätigen-Verschuldung.
Pro Sekunde erhöht sich diese Schuld um 1.556 €. Also, in den 60 Sekunden während Sie dieses hier lesen, ist der Staat, also wir, um 93.360,00 € ärmer geworden.

Das ficht uns nicht, lass „die“ mal machen, „die“ machen das schon richtig. Vielleicht. Aber bezahlen „die“ das auch aus eigener Tasche, oder bezahlen wir das?

In der Zeitung „Die Welt“ (ich empfehle auch den vollständigen Artikel, unter: http://www.welt.de/wirtschaft/article117620057/Griechen-fordern-mehr-Solidaritaet-von-Deutschland.html) von heute, musste ich lesen:

Kostis Hatzidakis kommt mit einer Idee nach Berlin. Der griechische Super-Minister für Wirtschaft, Handel, Entwicklung und Wettbewerb will mit deutscher Hilfe ein Institut für Wachstum schaffen, das kleine und mittelständische Unternehmen in Griechenland mit günstigen Krediten versorgt. Es ist ein günstiger Zeitpunkt für einen Deutschlandbesuch, denn in den vergangenen Monaten kamen viele gute Nachrichten aus Athen. Zuletzt allerdings sorgte die Entscheidung, den staatlichen Rundfunk zeitweise abzuschalten, für Aufregung. Die umstrittene Abschaltung hat Hatzidakis' Partei sogar einen ihrer beiden Koalitionspartner gekostet.

Die Welt: Herr Hatzidakis, wenn Sie zurückblicken: War die Schließung des Staatssenders ERT ein Fehler?

Kostis Hatzidakis: Nein, die zeitweise Sendepause von ERT war ein notwendiger Schritt. Es ist nur eine befristete Schließung, um nach einer Umstrukturierung den Sendebetrieb wieder aufzunehmen, dann aber mit einem geringeren Budget und weniger grandiosen Ansprüchen. Außerdem war es unsere einzige Möglichkeit, die Ansprüche der Troika erfüllen, die von uns erwartet, bis Ende des Jahres 4000 Stellen im öffentlichen Sektor zu streichen. Bis Ende Mai mussten wir die ersten 2000 Stellen finden, die wegfallen sollen. Da der zuständige Minister von sich aus keine Vorschläge gemacht hat, hatten wir keine Wahl, als den Sender zu schließen.

Und am Ende des Interviews:

Die Welt:Ein zweiter Schuldenerlass für Griechenland könnte solch ein Zeichen sein. Viele Beobachter erwarten, dass der nach der Bundestagswahl kommen könnte.

Hatzidakis: Wir setzen die Bedingungen der Troika um und tun alles Mögliche, um am Ende des Jahres wie versprochen einen strukturellen Überschuss zu erzielen. Wenn wir zuverlässig sind und positiv überraschen, bin ich mir sicher, dass unsere Partner ihre Solidarität mit Griechenland zeigen werden. Der beste Beweis ist unsere Arbeit.

Also im klaren Deutsch. Nach der Wahl können wir die gesamten 56 Milliarden, oder mindestens einen großen Teil davon abschreiben.
Noch widerspricht Schäuble zwar, aber auch das kommt uns bekannt vor.

Sollen wir uns das wirklich gefallen lassen oder wählen wir am 22. September 2013 eine ALTERNATIVE?

Autor:

Ulrich Bormann aus Bochum

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