Gewerkschaft komba ruft zum Warnstreik
Städtische Kitas heute zu

Nach bisher ergebnislosen Verhandlungsrunden ruft die komba gewerkschaft  für morgen, 5. April 2022, die Beschäftigten im Sozial- und Erzeihungsdienst erneut zu einem ganztägigen Warnstreik auf. | Foto: Nina Moehlmeier
  • Nach bisher ergebnislosen Verhandlungsrunden ruft die komba gewerkschaft für morgen, 5. April 2022, die Beschäftigten im Sozial- und Erzeihungsdienst erneut zu einem ganztägigen Warnstreik auf.
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Nach bisher zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden ruft die komba Gewerkschaft die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst für Dienstag, 5. April, erneut zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Städtische Kitas sind morgen geschlossen.

Anforderungen sind gewachsen 

"Politik und Gesellschaft stellen heute ganz andere Ansprüche an die Berufsbilder im Sozial und Erziehungsdienst. Die deutlich gewachsenen Anforderungen spiegeln sich an vielfach nicht in der Bewertung und Bezahlung der Stellen wider" , kritisiert der Bochumer komba Vorsitzende Torsten Haunert.

Höherer gesellschaftlicher Stellenwert für Kinderbetreuung

Deutliche Kritik übt die komba gewerkschaft an der Gelsenkirchener Oberbürgermeisterin Karin Welge (SPD), die für die Kommunale Arbeitgebervereinigung die Tarifverhandlungen führt. "Wenn Frau Welge einerseits den Personalmangel beklagt und andererseits kein Geld für Personal ausgeben will, bringt das die Problematik im öffentlichen Dienst sehr auf den Punkt. Belastende Arbeitsbedingungen und Personalmangel führen zu einer Abwärtsspirale, die es aufzuhalten gilt. Wir erwarten hier ein deutlicheres Signal der Politik, dass die Betreuung, Versorgung und Bildung von Kindern einen stärkeren gesellschaftlichen Stellenwert genießt" , fordert Haunert.

Bitte um Verständnis der Eltern

In der gegenwärtigen Situation sieht die Gewerkschaft keine andere Möglichkeit, als den Druck nun noch einmal zu erhöhen und für die Interessen der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst auf die Straßen zu gehen. Die komba Gewerkschaft ist sich bewusst, dass Warnstreiks unangenehm sind, jedoch sollten Eltern für eine bessere Betreuung ihrer Kinder Position beziehen und die Streikenden unterstützen. "Wir bitten die betroffenen Eltern um Verständnis" , so Torsten Haunert. „Wir werden am Dienstag, 5. April, nach Gelsenkirchen fahren, um Oberbürgermeisterin Karin Welge direkt vor Ort zu zeigen, was wir von dem bisher erreichten Verhandlungsstand halten.“

Die komba Gewerkschaft ist die Fachgewerkschaft für Beamtinnen, Beamte und Beschäftigte im kommunalen Dienst. Organisiert sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Stadtverwaltung, dem Jobcenter, den Alten- und Pflegeheimen, Stadtwerken und dem USB. Weitere Informationen finden gibt es im Internet unter www.komba-nrw.de.

Autor:

Patricia Porwol aus Bochum

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