Windpark auf starken Beinen

Thomas Schönberg steht Modell für einen Größenvergleich vor einer der Tripod-Querstreben, die einen Durchmesser von rund vier Metern haben. Foto: Stadtwerke Bocuhm | Foto: Foto: Stadtwerke Bochum
  • Thomas Schönberg steht Modell für einen Größenvergleich vor einer der Tripod-Querstreben, die einen Durchmesser von rund vier Metern haben. Foto: Stadtwerke Bocuhm
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Gemeinsam mit 33 weiteren kommunalen Gesellschaftern wollen die Stadtwerke Bochum den Trianel Offshore-Windpark zur Jahreswende 2012/2013 in Betrieb nehmen. Der 56 Quadratkilometer große Windpark entsteht rund 45 Kilometer nördlich vor der Küste Borkums.
In der ersten Bauphase installiert das Konsortium dort 40 Windenergieanlagen der fünf Megawatt-Klasse. Die Stadtwerke Bochum beteiligen sich im ersten Schritt mit rund 37 MW. Diese jährlich erzeugte Energiemenge reicht aus, um rund 42.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom aus Windenergie zu versorgen. Die Investitionssumme für den ersten Bauabschnitt beträgt über 700 Millionen Euro.
„Sieht man die Dimensionen erst einmal mit eigenen Augen, gerät man zunächst ins Staunen. In den Gesprächen mit den Experten vor Ort folgt dann die Faszination für die anspruchsvolle Technik. Gemeinsam mit unseren Partnern Weserwind und AREVA können wir den ersten Bauabschnitt des Trianel-Windparks angehen und hoffentlich bald den ersten offshore produzierten Strom ans Festland übertragen“, berichtet Thomas Schönberg, Pressesprecher der Stadtwerke Bochum, bei seinem Besuch in Bremerhaven.
Beim Betreten bestätigt sich der Verdacht: riesige, braune Stahlkolosse lassen die Besucher wie Zwerge aussehen. Es sind die Gründungsstrukturen für die Windenergieanlagen des Trianel-Offshore-Windparks Borkum-West II, die zurzeit bei Weserwind entstehen.
Noch in diesem Sommer werden die ersten der rund 650 Tonnen schweren Fundamente von einer sogenannten Jack-Up-Barge von der Kaimauer gehoben und 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum, in der südlichen Deutschen Bucht, auf dem Meeresgrund verankert. Der Meeresboden ist in dieser Region vergleichsweise ebenerdig, so dass keine Begradigung notwendig ist. In einer Wassertiefe von circa 30 Metern werden die Gründungsstrukturen an den drei Standbeinen mit vergleichsweise dünnen Stahlrohren, sogenannten „Piles“, festgenagelt.
Die Bodenanker werden mit einem hydraulischen Hammer rund 30 Meter in den Meeresboden versenkt und der Hohlraum zwischen Pile und Tripod im Anschluss mit Beton verfüllt. Das hohe Eigengewicht, die ausgefeilte Konstruktion sowie die Verankerung im Meeresboden werden die Turmsegmente und Gondeln der Offshore-Windenergieanlagen über Jahrzehnte bei Wind und Wetter auf starken Beinen tragen. Sie sind die Basis für die umweltfreundliche Produktion des Stroms auf hoher See.

Autor:

Ernst-Ulrich Roth aus Bochum

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