Depression, Suchterkrankung und Komorbiditäten - Vortrag des Bochumer Bündnis gegen Depression

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Es gibt Erkrankungen, die eine so schwere Bürde darstellen, dass der Betroffene zu Alkohol und / oder Drogen greift.
Wer jemals selbst erfahren hat, was es bedeutet, z. B. das Wesen einer Depression zu spüren, die nicht enden wollende Dunkelheit aushalten zu müssen und dabei außerstande zu sein, dem eigenen Umfeld plausibel zu vermitteln, was es heißt, mit ihr zu leben, der kann nachvollziehen,
wie schnell der Wunsch nach dem Betäuben des inneren Erlebens und der damit einhergehenden „Schmerzen“ übermächtig wird.

Was anfangs nur als „heute brauche ich das mal“ beginnt, kann schneller als gewollt zur „notwendig“ erfahrenen Gewohnheit werden und in einer Suchterkrankung enden.
Umgekehrt kann eine Sucht durch die Wirkungen der konsumierten Droge zu einer psychischen Erkrankung führen, was dem, der in der Wirkung kurzfristig Erleichterung bezüglich des belastenden Erlebens sucht, in der Regel nicht bewusst ist oder zunächst zweitrangig gesehen wird.

Sowohl die Depression, als auch die Suchterkrankungen zählen in Deutschland zu den am weitesten verbreiteten Erkrankungen und zu den schwerwiegendsten psychischen Störungen, die einander nicht selten bedingen und beeinflussen oder mit weiteren Erkrankungen einhergehen. Eine rasche und erfolgreiche Behandlung wird dadurch oft erschwert, das Risiko einer Chronifizierung der psychischen Erkrankungen ist erhöht. Grund genug für das Bochumer Bündnis gegen Depression, sich im Rahmen seiner monatlichen Veranstaltungen des Themas anzunehmen.

In Kooperation mit der Suchthilfe des Caritasverbandes, dem Martin-Luther Krankenhaus Wattenscheid und dem Paritätischen richtet der Verein am kommenden Mittwoch, 25.09.13 von 17.00 - 19.00 Uhr im Haus der Begegnung, Alsenstraße 19a eine Vortragsveranstaltung zu „Depression und Suchterkrankung“ aus.

In zwei Vorträgen zu Sucht, Suchtentstehung und Bedeutung der Differentialdiagnostik sowie zur Behandlung der Komorbiditäten und der Wiederherstellung der Abstinenzfähigkeit soll das Zusammenspiel beider Erkrankungen aus der Perspektive von Psychiatrie und Suchtberatung eingehend beleuchtet werden.

Als Referenten konnten Herr Dombrowsky, Leiter der ambulanten Suchthilfe des Caritasverbandes Bochum und Wattenscheid e. V. und Herr Ruff, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie am Martin-Luther Krankenhaus Wattenscheid gewonnen werden.

Im Anschluss wird wie immer die Möglichkeit zur Diskussion bestehen.
Fragen zur Veranstaltung beantwortet Organisatorin Frau Natalia Rak unter Natalia.Rak@rub.de

Autor:

Sabine Schemmann aus Bochum

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