Kommentar: Richtig die Meinung geigen

Man muss sich nicht mögen, man kann sich die Meinung geigen. Doch sollte man es in der heutigen gläsernen Welt unter vier Augen, abseits von verschiedenen Aufzeichnungsgeräten, tun.
Die verbale Entgleisung von Gertjan Verbeek gegenüber eines Journalisten in aller Öffentlichkeit markiert in diesem Einzelfall eine neue Qualität in der Zusammenarbeit zwischen Medienvertreter und Protagonist.
Erfolgstrainer Verbeek nimmt es billigend in Kauf, mit seinen Worten die eigenen Anhänger zusätzlich aufzuwiegeln. Was, wenn sich bei einem einzelnen Anhänger nun der Gedanke festsetzt: „Den kann ich angehen, für den Trainer ist er ja ein Arschloch!“ Ich unterstelle, dass dies nicht seine Absicht ist. Über die möglichen Folgen solcher Aussagen – nicht in seiner Muttersprache getätigt – muss der Verein mit ihm sprechen.
Trainer und Spieler sind kein Freiwild, Journalisten allerdings ebenfalls nicht.

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