Kandidat Friedrich Merz

Finanzgeier unter sich
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Parteivorsitz und Kanzlerdämmerung? 
Seit einigen Wochen erleben wir das Schaulaufen der anstehenden Kandidaten für den Parteivorsitz der CDU/CSU und eventuell der Kanzlernachfolge.
Wie man lesen konnte, soll am 07.12.2018 die Entscheidung fallen.
Also 1 Tag nach St. Nikolaus soll der neue Erbe von Kanzlerin Merkel gekrönt werden.
Dann wird man also sehen, was der „Weihnachtsmann“ aus seinem Sack gezaubert hat und wer in Zukunft die Rute schwingen wird.
Jedenfalls sieht es im Vorfeld wieder einmal so aus, als wenn traditionell die schlechteste Variante gewählt wird und Friedrich Merz wohl das Rennen machen wird.
Dafür hat schon sein langjähriger Freund Wolfgang Schäuble gesorgt, der mit seinen Helfern diesen Schachzug seit Jahren sorgsam vorbereitet hat.
Wolfgang Schäuble, der bereits in der EU die Besteuerung der Finanzwirtschaft erfolgreich verhinderte, (Finanztransaktionssteuer) wurde dabei unterstützt von Schäubles Schwiegersohn Thomas Strobl der Vizechef der CDU ist, wie auch der EU-Kommissar Günther Oettinger mit bescheidenen 2 Mio. Jahreseinkommen.
Mit von der Partie war natürlich auch der von Affären begleitete Roland Koch, (Schwarzgeld- und Steuerfahnder-Affäre) ehemaliger Ministerpräsident von Hessen und jetzt Professor für praktisches Management an der „Frankfurter School of Finance & Management“, eine private, aber staatlich anerkannte Wirtschaftsuniversität.
Nachdem er den Baukonzern „Bilfinger Berger“ als Vorstandsvorsitzender fast zugrunde richtete, erhielt er immer noch 2,35 Mio. Euro über seinem Ausscheiden hinaus.
Ein altes Sprichwort sagt, wer solche Freunde hat, braucht eigentlich keine Feinde mehr.
Doch dieser politische Freundeskreis von Friedrich Merz zeigt eigentlich nur, welchen Stellenwert für diese Leute Verantwortung, Moral und Anstand haben.

Werdegang und Funktionen:
Doch hingegen seinen eigenen wirtschaftspolitischen Aktivitäten in der Finanzindustrie sind das noch „soziale Kindergartenprojekte“.
Vor seinem Einstieg in die Geldpolitik war er 5 Jahre im EU-Parlament und 15 Jahre im Bundestag tätig.
Nachdem er den Vorsitz in der Bundestagsfraktion nach 2 Jahren im Amt an Angela Merkel verlor, zog er sich zurück und kandidierte seit 2009 nicht mehr für den Bundestag.
Er wollte sich stärker seinen ehrgeizigen beruflichen Plänen widmen, obwohl er in den letzten 7 Jahren seiner Tätigkeit im Bundestag bereits gleichzeitig in der „Kölner Kanzlei Cornelius Bartenbach Haeselmann und Partner“ und bei der internationalen „Kanzlei Mayer Brown“ tätig war. Solche Kanzleien sind dafür bekannt, dass sie sich auch mit Beratertätigkeiten zur Steuervermeidung beschäftigen.
Seit 2010 war Friedrich Merz in unzähligen Aufsichtsräten tätig, wovon ich nur auf die beiden bedeutendsten Finanzkonzerne eingehen werde.
Jedenfalls begann damit sein großer Aufstieg in die Elite der Finanzindustrie und Wirtschaftskonzerne, wobei ihm letztes Jahr NRW-Ministerpräsident Armin Laschet noch einen weiteren lukrativen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender des Köln/Bonner Flughafens besorgte.
Aus diesem Grunde wurde er auch bereits 2010 vom Bankenrettungsfonds „Soffin“ beauftragt, die Abwicklung der skandalösen WestLB zu leiten.
Das wäre ungefähr das gleiche, als wenn der Teufel beauftragt wird, die Hölle zu kontrollieren. Das zeigte sich auch sehr schnell, als die Investmentbank „HSBC Trinkaus & Burkhardt“ Interesse zeigte, Teile der WestLB zu kaufen.
Da Merz jedoch gleichzeitig auch Vorsitzender im beratenden Verwaltungsrat und auch Mitglied im HSBC-Aufsichtsrat war und somit eine „Interessenkonflikt“ offensichtlich erschien, musste er nach knapp einem Jahr die Verkaufsverhandlungen abgeben.
Er konnte sich aber mit einem enormen Honorar trösten, denn pro Kalendertag stellte er 5.000 Euro in Rechnung, was einem Jahresgehalt von ca. 1,8 Mio. Euro entsprach.

„Blackrock und HSBC“:
Die Person Friedrich Merz ist daher geprägt von den Aufgaben und Tätigkeit aus den Jahren bei der Skandalbank HSBC und der Aufsichtsratsarbeit bei „Blackrock“.
Dazu muss man wissen, dass „Blackrock“ der weltweit größte Finanz- und Vermögensverwalter mit einem Kapitalspielraum von 6,5 Billionen Dollar ist.
Dieses US-Finanzunternehmen ist in allen führenden Weltkonzernen tätig und beteiligt und beeinflusst die Finanzmärkte und Börsen und mischt bei den Personalentscheidungen in Vorständen und Aufsichtsräten kräftig mit.
Allein die 10 größten Vermögensverwalter beherrschen 40 % des gesamten Welthandels.
Solche Kapitalverwalter bezeichnet man auch als „Schattenbanken“ die völlig unkontrolliert ihren skrupellosen Geschäften nachgehen.
Gleichzeitig arbeiten sie auch als Beratungsunternehmen und den Vorstandsvorsitzenden von „Blackrock“, Herrn Larry Fink findet man auch regelmäßig in Davos, wo sich die Eliten aus Wirtschaft und Politik einfinden und ihre Strategien und Absprachen festlegen.
Ohne Bedenken kann man wohl sagen, diese Superheuschrecken sind eindeutig kriminelle Vereinigungen und Organisationen, die mit den schmutzigsten Geschäften der Finanzindustrie, wie mit Derivaten (Termin- und Zinsgeschäfte), Leerverkäufe, Finanzwetten, und Nahrungsmittel-Spekulationen ihren Reichtum vermehren.
Dabei nehmen sie auch gnadenlos in Kauf, dass ganze Länder in den Ruin getrieben werden und Millionen Menschen in Not und Elend geraten.
Zu den Kuriositäten gehört auch, dass „Blackrock“ von der Europäischen Zentralbank (EZB) die Aufgabe übernommen hat, die Stabilität der europäischen Banken in einem Stresstest zu prüfen.
Also ein Wirtschaftskrimineller kontrolliert im Auftrag eines EZB-Lobbyisten der Finanzindustrie, die verbrecherischen Machenschaften der Banken.
„Blackrock“ ist nämlich genauso wie die HSBC-Investmentbank in so genannte „Cum-Ex“-Transaktionsgeschäfte verwickelt, also den größten Steuerbetrug aller Zeiten, wo Friedrich Merz seit 2016 Chef des Blackrock-Aufsichtsrates ist und ebenfalls im Aufsichtsrat der HSBC-Bank sitzt.
Beim „Cum-Ex“ Steuerskandal war ein Heer von Bankern, Unternehmensberater und Anwaltskanzleien unterwegs, um aus dem Systemfehler des Staates (Bankberater haben an diesen Gesetzesvorlagen mitgearbeitet und die Schlupflöcher eingebaut) ein profitables Geschäftsmodell zu machen, das gezielt und organisiert den Staat ausplünderte.
Doch das alleine ist nicht alles, denn Friedrich Merz war auch seit 2010 Mitglied im Aufsichtsrat der deutschen Sparte der britischen Investment-Großbank HSBC. (Hongkong & Shanghai Banking Corporation Holdings)
Diese Investmentbank hat nicht nur eine höchstbrisante wirtschaftskriminelle Vergangenheit aufzuweisen, sondern hat auch keinen Finanzskandal ausgelassen und musste dafür erhebliche Milliardenstrafen zahlen, wie wir es auch von der Deutschen Bank kennen.
Dabei ging es um „Geldwäsche“ für Terroristen und Drogenhändler, „Cum-Ex Deals“, Steuerhinterziehung, Steuervermeidung und Transaktionen in Steuerparadiese, unerlaubte Zwangsvollstreckungen, unrechtmäßige Scheckgebühren und weitere Betrügereien aller Art.
Trotz dieser ganzen unlauteren Methoden, riskanten Finanzanlagen und verbotenen Geschäften, erhalten solche Finanzgiganten das Prädikat „systemrelevant“ und haben den Freibrief, wieder mit staatlichen Steuergeldern gerettet zu werden.
Denn es sind die gleichen Kreise der Finanzindustrie, die 2008 eine weltweite Finanzkrise auslösten und Schäden in Billionenhöhen verursachten.
Doch all diese Dinge werden in der heutigen Zeit als Kavaliersdelikte behandelt und sogar von vielen bewundert. Und wen wundert es dann, dass Skandale und Verfehlungen fast als Voraussetzung gelten, um überhaupt in die höchsten politischen Ämter zu gelangen.
Besonders hilfreich und interessant waren für „Blackrock“ natürlich die guten Verbindungen von Friedrich Merz zur Politik, Wirtschaft, Verbänden und einflussreichen Institutionen.

Gesteuerte Organisationen:
Dazu gehört auch die Initiative „Neue Soziale Marktwirtschaft“, hinter der sich eine Vereinigung der Arbeitgeberverbände verbirgt, die als Sprachrohr des Kapitals für mehr unternehmerische Freiheit und Abbau sozialer Rechte werben.
Nach außen tarnen sie sich als unabhängige Experten und werden dabei von der Medienbranche unterstützt und versuchen mit bestellten Studien und Kampagnen unternehmerfreundliche Stimmung zu erzeugen.

Ebenso ist Friedrich Merz Mitglied der „Atlantik-Brücke“ deren Vorsitz er 2009 übernommen hat. Diese Propagandaorganisation stammt noch aus der früheren USA-Besatzungsmacht und wird auch als CIA nahe „Geheimloge“ bezeichnet.
Sie hat die Aufgabe, mit Hilfe der Medien und einflussreichen Personen aus Wirtschaft und Politik, die Interessen der USA durchzusetzen. Hier soll die öffentliche Meinung beeinflusst werden, um die unheilvolle Aggressionspolitik der USA und der NATO hoffähig zu machen.
In diesem elitären Netzwerk von Führungskräften, finden wir auch Spitzenpolitiker wie Angela Merkel, Otto und Alexander Graf Lambsdorff, Siegmar Gabriel, Christian Lindner, Philip Rösler, Richard von Weizäcker, Walther Leisler Kiep, Karl-Theodor zu Guttenberg, Axel Springer, Jürgen Fitschen, Martin Winterkorn, Jürgen Großmann und sogar Michael Vassiliadis IGBCE und Reiner Hoffmann DGB, um nur einige von den 500 Mitgliedern zu nennen.
Hinzu kommt noch die „Trilaterale Kommission“, eine damals von David Rockefeller gegründete Lobbyorganisation, die als private Interessensvereinigung der Finanzwirtschaft arbeitet. Hier finden wir fast alle prominenten Persönlichkeiten der vorgenannten Organisationen wieder.
Dies alles sind Institutionen, die geschickt im Hintergrund beleiben und von dort ihre Strippen ziehen und meistens in der Öffentlichkeit auch wenig bekannt sind.

Persönliche Einstellungen:
Bekannt ist Merz hingegen dafür, dass er zum rechtskonservativen harten wirtschaftsliberalen Flügel seiner Partei zählt, wo Deregulierung, Privatisierung und Kürzungen von Sozialleistungen und Abbau sozialer Rechte zur Selbstverständlichkeit gehört.
Er ist nicht nur der selbsternannte neue Führer der deutschen Leitkultur, sondern steht als Wirtschaftslobbyist für Kürzung von Hatz4, höheres Renteneintrittsalter, Abschaffung des Kündigungsschutzes und Verlängerung der Arbeitszeit und hat netterweise im Bundestag gegen die Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe gestimmt.
Da können wir uns also noch auf einiges gefasst machen, denn dieser Mann ist wirklich kein Scherz oder eine neue Jahreszeit, sondern die Personifizierung in der höchsten Stufe des finanzwirtschaftlichen profitorientierten Raubtierkapitalismus.
Wenn man schon dachte, noch schlimmer wie unter Merkel kann es nicht werden, der wird sich neu orientieren müssen.
Denn wenn Herr Merz der ja vorrangig als neuer CDU-Chef und Kanzlerkandidat gehandelt wird, seine ganzen Vorstellungen von Wirtschaft umsetzt, dann gnade uns Gott.
Jedenfalls greift dieser Finanzmanager der Wirtschaft nun wieder nach der Spitze der politischen Macht, um den Großkonzernen und der Finanzindustrie die Wege zur Bereicherung noch besser zu ebnen.
Sein Motto heißt mehr Kapitalismus wagen und als knallharter und skrupelloser Kapitaljäger gehört er zur dunklen Seite der Macht, wo Armut zum Gesetz wird.

Machenschaften:
Ebenso wie damals Helmut Kohl die Aussage in der Partei-Spendenaffäre verweigerte, so hielt sich auch Merz nicht an die Spielregeln im Bundestag und gab seine erheblichen Nebeneinkünfte nicht preis.
Mit seinen 2 Privatflugzeugen soll sich sein Vermögen inzwischen im 2-stelligen Millionenbereich bewegen.
Das Beispiel von Friedrich Merz zeigt eigentlich unmissverständlich, in welch einem unmoralischen und egoistischen Gesellschaftssystem wir leben.
Hier geben skrupellose Wirtschaftsmanager und korrupte Politiker den Ton an und setzen sich über Gesetze und Vorgaben einfach hinweg.
Sie empfinden keinerlei Schuld, haben kein schlechtes Gewissen und sehen diese ganzen Vorgänge das als normale an.
Daher sind aus einem falschen Gesellschaftssystem auch keine richtigen Entscheidungen und Ergebnisse zu erwarten, die wirklich den Interessen der Allgemeinheit dienen.
Bisher haben ja auch alle anderen Regierungen im Auftrag der Wirtschaft gearbeitet.
Doch was jetzt kommen wird, ist noch eine Dimension größer und kann zu einer verhängnisvollen Entscheidung führen.
Ich will ja nicht persönlich werden, aber diesen Mann schaut die Verschlagenheit schon aus dem Gesicht und er steht soweit rechts, dass sich sogar die AfD fürchtet.
In dieser Richtung hat Merz ja noch einmal einen richtig starken und gut platzierten „PR-Gag“ geliefert, mit seiner Diskussion um das Asylrecht. Jetzt ist er so richtig in aller Munde und macht auch den letzten auf sich aufmerksam. Wer aber glaubt, so etwas könnte ihm schaden, der kennt nicht die Wirkung von Skandalen, wie alle Affären der Vergangenheit bewiesen haben.
Außerdem sind ja nicht die Asylanten unser Problem, sondern all die anderen Menschen die in unser Land strömen.
Wenn man diese ganzen Fakten einigermaßen objektiv aneinanderreiht, wird unübersehbar deutlich, wo der Mann in Wahrheit steht und was für ein Charakter dahinter steckt.
Wer Moral und Gewissen an die Ziele der Finanzwirtschaft verkauft hat und dafür fürstlich bezahlt wurde, bei dem ist der Schwur „Schaden vom deutschen Volk abzuwenden“ ein glatter Meineid.
Ein bekannter Kabarettist drückte es einmal überdeutlich aus, indem er sagte:
„In unserer Demokratie stecken die meisten Schwerverbrecher und Wirtschaftskriminellen nicht in den Gefängnissen, sondern sitzen in den Konzernspitzen, den Bankenvorständen und in den Regierungen.“

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