Schaustellerbetrieb Völz und die Corona-Krise
"Kirmes ist ein Teil unseres Lebens"

Ein Hauch von Kirmes-Atmosphäre ohne Kirmes. Die Schaustellerfamilie Völz bietet in Corona-Zeiten in der "Zucker Scheune" die typischen Süßigkeiten an. Foto: Völz
  • Ein Hauch von Kirmes-Atmosphäre ohne Kirmes. Die Schaustellerfamilie Völz bietet in Corona-Zeiten in der "Zucker Scheune" die typischen Süßigkeiten an. Foto: Völz
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Auch Schausteller haben es in Corona-Zeiten schwer. Es finden keine Kirmes-Veranstaltungen und Volksfeste mehr statt, auf denen die Fahrgeschäfte und Buden stehen könnten. Die Situation ist prekär. Auch für den Schaustellerbetrieb Völz, der seinen festen Sitz in Castrop-Rauxel hat. Doch den Kopf in den Sand zu stecken, ist keine Option.

Sina Völz kümmert sich gemeinsam mit ihren Geschwistern Levin und Maren in dritter Generation um das Unternehmen. "Wir haben zwar unterschiedliche Berufe erlernt, aber Kirmes und Volksfeste waren immer ein Teil unseres Leben", sagt die 28-Jährige im Gespräch mit dem Stadtanzeiger.
Der Schaustellerbetrieb ist mit kleineren Geschäften wie Kinderkarussells und Süßigkeitenbuden auf regionalen Veranstaltungen vertreten. Dazu zählen zum Beispiel die Castroper Frühjahrskirmes, die Kirmes in Henrichenburg, die Palmkirmes in Recklinghausen und die Cranger Kirmes. "Die momentane Situation lässt das aber nicht zu, und die Sicherheit der Menschen geht ganz klar vor", so Sina Völz.

Um überhaupt mit dem Betrieb weiterzumachen und den Menschen einen Hauch von Kirmesvergnügen zu vermitteln, bieten die Schausteller jetzt die typischen Süßigkeiten in der "Zucker Scheune" an, einem neuen Kirmeswagen, der eigentlich auf der Palmkirmes zu seinem ersten Einsatz kommen sollte, jetzt aber auf dem Hof Sanders (Hebewerkstraße 73-75) steht. Dort gibt es unter anderem frisch gebrannte Mandeln, Popcorn, Schokoladenfrüchte und Crêpes.

Resonanz ist sehr positiv

"Wir waren zuerst unsicher, wie das bei den Leuten ankommt, aber die Resonanz am ersten Tag war sehr positiv, und wir fühlen uns in dieser Sache jetzt schon unterstützt", freut sich Sina Völz.
"Seit Wochen bewundere ich diese Betriebe, die sich völlig umstellen, flexibel und kreativ sind, ob Liefer-, Bestellservice oder mehr Onlinepräsenz", sagt sie. Nun gehört die Schaustellerfamilie selbst dazu. "Das hat eine schöne Dynamik, niemand steckt den Kopf in den Sand!"

Für die nahe Zukunft hofft Sina Völz, dass die Kirmesgeschäfte in einer angepassten Form weitergehen können – mit kleineren Stadtfesten und den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. Kirmes und Volksfeste waren immer ein Teil ihres Lebens und werden es in Zukunft hoffentlich wieder sein!

Autor:

Claudia Prawitt aus Lünen

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