FDP-Antrag wurde in der Ratssitzung einstimmig beschlossen
Stadt tritt Wasserstoff-Netzwerk bei

Schon seit längerem plädiert die FDP dafür, dass die Stadt Castrop-Rauxel sich im Rahmen der Energiewende mit dem Thema Wasserstoff und Brennstoffzellenantrieb beschäftigt. Nun setzte die FDP sich in der vergangenen Ratssitzung mit ihrem Antrag durch, dass die Stadt dem H2-Netzwerk-Ruhr e.V. beitritt. Einstimmig stimmten die Vertreter aller Fraktionen für den Antrag.

„Die Energiewende ist ohne Wasserstoff nicht denkbar“, so die FDP in ihrem Antrag. Je größer der Anteil von Strom aus Wind und Sonne am Energiemix werde, desto notwendiger werde die Speicherung großer Energiemengen. Dafür sei Wasserstoff bestens geeignet, der unter anderem in der Mobilität verwendet werden könne.
„Vor allem ist er der Kraftstoff für Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge, deren Energiebedarf sehr viel geringer ist als der von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor – teils weniger als halb so hoch“, so die FDP. „Brennstoffzellenfahrzeuge sind emissionsfrei und erlauben kurze Betankungszeiten gepaart mit hohen Reichweiten. Bei flexibler Nutzung von Strom aus Wind und Sonne zur Wasserstofferzeugung ermöglichen sie eine vollständig erneuerbare Mobilität.“
Der Verein H2-Netzwerk-Ruhr mit Sitz in Herten wurde 2008 gegründet und bündelt die unternehmerischen, akademischen und öffentlichen Aktivitäten der Region zur Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Zu den mittlerweile 42 Mitgliedern zählen öffentliche Einrichtungen, Unternehmen, wie Gelsenwasser, Vestische Straßenbahnen und Westnetz, Verbände, wie die Emschergenossenschaft, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie natürliche Personen aus dem Ruhrgebiet. Unter anderem sind die Kreisstädte Herten, Gladbeck und Marl am Verein beteiligt, und auch Herne ist Mitglied.
Wie der Fraktionsvorsitzende Nils Bettinger während der Ratssitzung ergänzte, werde die Mitgliedschaft „Kosten von 1.500 Euro jährlich verursachen“.

Grüne hatten Bedenken

Noch im April scheiterte die FDP im Rat mit ihrem Antrag, eine „Arbeitsgruppe Brennstoffzellenantrieb in und für Castrop-Rauxel“ einzurichten. Trotz des nun letztlich einstimmigen Votums für den zeitnahen Netzwerk-Beitritt gab es auch diesmal Bedenken. Im Vorfeld der Ratssitzung hatten die Grünen in einer Stellungnahme die Nachhaltigkeit von Wasserstoff und Brennstoffzelle angezweifelt. „Die Grünen sehen in dieser Technik nur einen Vorteil in der Nutzung für beispielsweise Lkw. Die Ausstattung von Pkw ist umweltpolitisch nicht nachhaltig“, argumentierte Notburga Henke, Ratsfrau und Vorsitzende des Umweltausschusses.

KORREKTUR: In einer früheren Variante des Artikels stand irrtümlicherweise, dass es sich um Kosten von 150.000 Euro handeln würde.

Autor:

Vera Demuth aus Bochum

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