Zoff ums stille Örtchen

Der Stein des Anstoßes: Das "stille Örtchen" an der Leonhardstraße.
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  • hochgeladen von Nina Möhlmeier

Über die Daseinsberechtigung der öffentlichen, knallroten Toilettenanlage an der Leonhardstraße wird weiter kontrovers diskutiert.

„Muss es ausgerechnet dieser Standort sein?“, hatte Gisbert Baranski gefragt und auf die unmittelbare Nähe des Denkmals für NS-Opfer hingewiesen (Stadtanzeiger berichtete am 12. Januar).

Das sagen die Grünen

Grünen-Chef Dr. Bert Wagener zeigt sich über die Standort-Diskussion verwundert. Viele Monate sei über die Notwendigkeit, die Kosten und den möglichen Toilettenstandort diskutiert worden. „Bereits im letzten Sommer war dann klar, dass es der jetzt verwirklichte Standort sein wird. Man mag der Meinung sein, dass dieser unter Würdigung aller Umstände nicht optimal ist, aber dann hätte man sich auch deutlich früher in die Diskussion einbringen und Ideen aufzeigen können.“
Die Grünen selbst hätten eine bessere Zugänglichkeit der bisherigen Toilettenanlagen gewünscht, da ein Toilettenhäuschen eine markante Stadtmarke darstelle. Allerdings sei dies wegen der Bindung an Öffnungszeiten nicht möglich. Auch die ständige Öffnung der direkt gegenüber der jetzt gebauten Anlage im Bürgerhaus sei laut Aussage der Verwaltung nicht kostenneutral realisierbar gewesen. Daher sei die jetzige Lösung die einzig umsetzbare gewesen.

Christoph Grabowski versteht Kritiker

FDP-Chef Christoph Grabowksi hat dagegen „vollstes Verständnis für all diejenigen, die dieses Projekt in Gänze kritisieren.“ Zum einen hätte man auf die Farbgebung Einfluss nehmen müssen. Außerdem bringt Grabowksi die Werbesatzung ins Spiel. Alle Einzelhändler müssten sich an sie halten. „Überall gilt sie. Aber bei diesem Projekt holt man sie nicht einmal hervor.“

Hintergrund
"Im Bereich der Altstadt sind in den vergangenen Jahrzehnten verschiedene Trends in der Gestaltung von baulichen Anlagen und Werbemaßnahmen eingetreten, die dem historischen Bild der Castroper Innenstadt nicht gerecht werden und das Stadtbild beeinträchtigen.
Zur Erhaltung der noch intakten Bereiche der Altstadt und insbesondere auch bei der zukünftigen Gestaltung des Ortskernbildes werden an Werbeanlagen besondere gestalterische Anforderungen nach Maßgabe der Werbesatzung gestellt." (...)

(Quelle: Homepage der Stadt)

Autor:

Nina Möhlmeier aus Castrop-Rauxel

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