"Ich bin ich!"
Interview mit Ingo Oschmann - Komiker tritt am 15. Dezember in Dinslaken auf

" Ingo Oschmann hat viel ausprobiert. Am Ende war klar: Ich möchte Komiker werden.

Ingo Oschmann tritt am Samstag, 15. Dezember, 20 Uhr, in der Aula des Gustav-Heinemann-Schulzentrums, Kirchstraße 63 in Dinslaken. auf. Wir sprachen im Vorfeld mit dem 49-jährigen Komiker aus Bielefeld.

Wie würdest du dein berufliches Leben beschreiben?
Ingo Oschmann: "Mein berufliches Leben war immer gut, auch vor 'Star Search'. Ich habe immer das gemacht, was ich machen wollte. Ich habe mal eine Diskussion mit meinem Vater gehabt, der sagte:'Warum machst du immer nur deinen Kram? Guck dir die anderen Leute mal an, die machen das, was die Leute sehen wollen und haben Erfolg.' Aber meine Devise ist: 'Ich würde gerne machen, was mir Spaß macht und dann habe ich eben keinen oder weniger Erfolg.' Also ich finde, ich muss auch nicht im Stadion spielen. Wenn die Leute rausgehen und sagen: 'Ich habe gerade so viele Sorgen und konnte diese mal vergessen; dann bin ich glücklich. Ich stehe zu jedem Satz und zu jeder Nummer. Ich mache alles selber und ich bin ich und auf der Bühne nicht anders als privat."

Warum bist du in die Unterhaltungsbranche gegangen?
"Ich war schon immer Klassenkasper und habe einen sehr lustigen Vater. Ich habe ganz viele Sachen studiert - von der Elektrotechnik bis zur Sozialarbeit -, ich habe nebenbei eine Tankstelle geleitet, im Altersheim gearbeitet, als Tischler gearbeitet, in einem Autohaus gearbeitet. Also ich hab wirklich alles, bis auf Büroarbeit, ausprobiert und dann kam ich irgendwann zur Jonglage und hierüber zur Zauberkunst. Ich weiß noch: Mein erster Auftritt war bei einem Polterabend, der war gar nicht gut. Ich glaube, da ist sogar noch der Bräutigam zu mir hingegangen und hat mir dann ins Ohr geflüstert, wie lange ich denn noch mache!? Aber ich wusste: Das ist es! Ich möchte im Leben nichts anderes machen."

Baut dein Programm auf dein Leben und deine Erfahrungen auf?
"Ja, also meine Spezialitäten sind ja eigentlich die Sachen, bei denen du so denkst: Es ist meine private Geschichte. Und dann erzähle ich das, und dann denkt der Zuschauer: „Woher kennt der Typ denn meine Geschichte?“ Weil wir das halt alle erlebt haben, das ist Stand-Up."

Gibt es ein Erlebnis, welches dich besonders geprägt hat?
"Ja! Ich hatte ein junges Mädel auf die Bühne geholt und die hat gezittert und gestottert. Es ging um einen Lügentest, vier Leute auf der Bühne, sie war eine davon und die Nummer geht auch etwa über eine halbe Stunde, wo ich ganz viel mit den Leuten rede. Sie war unsicher, arbeitslos, Single und so klein mit Hut, und je länger die Nummer ging, desto mehr blühte sie auf. Ein Jahr später habe ich sie wieder getroffen. Sie hatte einen Job, einen Typen und war schwanger. Sie hatte so eine Power und dann stand ich da und mir fiel die Kinnlade runter. In einem solchen Augenblick fühlt man sich einfach gut. Und das ist das, was ich will."

Gab es für dich mal einen Moment, der dir peinlich war?
"Nein, ich spiele ja keine Rolle. Ich gehe auf die Bühne und da gehört Scheitern dazu. Ich liebe zum Beispiel Vorpremieren. Du hast keine Ahnung, was du da machst. Du hast ein halbes Jahr am Schreibtisch gesessen, dir was zusammengeschrieben und gehst dann zum ersten Mal auf die Bühne und hast keine Ahnung, ob das funktioniert.

  • Karten sind online unter www.reservix.de, im Lotto-Shop am Altmarkt, im Kiosk am Neutor und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
  • Im Vorverkauf kosten die Karten 18 Euro zuzüglich VVK-Gebühr und an der Abendkasse 23 Euro.

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