Obstacles Course Racing sind Extrem-Hindernisläufe
Extremsportlerin Lena Weller wird Vizeweltmeisterin

Das Team der Extremsportler aus Duisburg, Dinslaken und Voerde. Dritte v.li. Lena Weller.
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Dinslaken und Voerde haben sie. Die Extremsportler. Und da gleich eine besonders erfolgreiche junge Frau.
Christoph Brücker (37) ist im normalen Leben Personalentwickler. Nach dem Job geht es fast jeden Tag auf die Piste. „Man muss schon etwas verrückt sein, wenn man sich dieses Hobby aussucht.“ sagt er lachend. Mit der einfachen Formulierung Hobby, meint Christoph jedoch Extrem-Sport. Christoph und ein paar weitere Freunde und „Verrückte“ nehmen an OCR-Veranstaltungen teil.
OCRs = Obstacles Course Racing sind Extrem-Hindernisläufe. Hierbei ist z.B. Spartan Race die weltweit führende Veranstaltungsreihe und die erste Serie dieser Art mit globalen Ranglisten basierend auf einer Zeitnehmung. Bei mehr als 200 Rennen in über 30 Ländern starteten im Jahr 2017 mehr als eine Million Spartaner rund um den Globus in verschiedenen Fitness-Levels, vom Hobbyläufer bis hin zum Profi-Starter. Den Höhepunkt bilden alljährlich die Spartan Race Welt- und Europameisterschaften.
OCRs fordern die Disziplinen: Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Kognition, Geschicklichkeit, Balance und Koordination. Neben einer Laufdistanz zwischen sieben und 25 km müssen je nach Distanz bis zu 60 Hindernisse überwunden werden. Hindernisse sind beispielsweise: überwinden einer Eskaladierwand, überspringen brennender Balken, an Tauen hochklettern, Speerwurf, unter Stacheldraht hindurch kriechen, sich eine Ziffernkombination merken oder Sandsäcke einen Berg hinaufschleppen. Spartan Races starten traditionell mit: AROO! AROO! AROO! angeblich dem Schlachtruf der antiken Spartaner-Krieger.

Früher war Kindergarten

Und das alles soll auch was für Frauen sein? Die 32jährige Lena Weller nickt heftig mit dem Kopf und antwortet laut und deutlich: „Ja!“ Sie ist in der bunt zusammen gewürfelten Truppe um Christoph Brücker die einzige Frau. Insgesamt sind es zehn Personen, die sich aus Spaß am Sport zusammen gefunden haben und gemeinsam trainieren. Über eine App, die Freizeitsport im Freien anbietet. 2016 war das, in diesem Jahr wagten sich die Sportler auch an den ersten Extremhindernislauf. Seit 2018 nehmen sie mit echtem sportlichen Ehrgeiz an verschiedensten Rennen teil. „Da haben wir gemerkt, dass das was wir vorher gemacht haben, Kindergarten war.“ meint Brücker rückblickend. Insgesamt nahmen sie bis zu 1000 Renn-km in sechs verschiedenen Europäischen Ländern unter die Füße. Mit beindruckendem Erfolg. So maßen sich neben Christoph und Lena auch Christian Ostkotte (31) und Christian Kanders (28) bei den OCR-World-Championships in London mit den besten der Welt.
Beim finalen Höhepunkt des Jahres, an der Urstätte des Sports, bei den Spartan-Race-Trifecta World Championship in Sparta / Griechenland blühte Lena Weller richtig auf. Hier galt es drei Rennen zu bestreiten. Neun, 17 und 31 KM lang waren die Strecken. Dabei mussten knapp 2000 Höhenmeter und über 100 Hindernisse überwunden werden. Der Aufwand und die Mühen haben sich jedoch gelohnt. Für die Strecken benötigte sie 7:47 Stunden. Damit belegte sie den 2. Platz in ihrer Altersklasse. Das bedeutete: Vizeweltmeisterin! Insgesamt war sie sogar unter den zehn besten Frauen der Welt. „Mit diesem Ergebnis hätte ich nie gerechnet und bin einfach nur überglücklich und dankbar.“ freut sich Lena auch heute noch. Ihr Ziel war es in ihrer Altersklasse mithalten zu können.

Neue Ziele

Für dieses Jahr sind neue Ziele gesteckt. „Ich möchte in diesem Jahr an den Europa- und Weltmeisterschaften teilnehmen. Dieses Mal allerdings in der Eliteklasse.“ Aber auch die Jungs wollen noch ein Schippchen drauflegen. Christian Ostkotte (31), ein weiterer „Verrückter“ aus der Extremsporttruppe um Christoph Brücker kündigt schon mal an: „Auch wir Jungs wollen Podiumsplätze nach Hause bringen!“ Zum Jahresauftakt war Lena Weller bereits wieder unterwegs. Das erste Rennen der Saison führte sie ins tief verschneite Kaprun. „Neue Herausforderungen müssen her“ war ihr Motto. In diesem Fall Schnee. Eine Menge Schnee. Na denn viel Erfolg und toi, toi, toi!!!

Das Team der Extremsportler aus Duisburg, Dinslaken und Voerde. Dritte v.li. Lena Weller.
Lena Weller unter Männern auf dem Siegerpodest.

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