SD - FN: Heimlicher Riese auf tausend Beinen

Erstaunliche Entwicklung der Stadtwerke Dinslaken mit FN im Jahre 2010

„Die Entwicklung der Unternehmen der Stadtwerke Dinslaken Unternehmens-Gruppe verläuft weiterhin positiv.“, so der Stadtwerkechef Dr. Thomas Götz zu Jahresbeginn 2011 bescheiden.Dazu gehört neben den eigentlichen Stadtwerken SD die Fernwärme Niederrhein (FN). Götz weiter: „Nach den vorliegenden vorläufigen Absatzzahlen des Jahres 2010 für Energie und Wasser werden sich die Jahresergebnisse der Gesellschaften des Stadtwerke Dinslaken Konzerns gegenüber den Vorjahren weiter verbessern. In 2010 wurden neue Meilensteine für die Entwicklung des Unternehmens gesetzt.“

Wesentlichen Anteil am gestiegenen Absatz bei Erdgas und Fernwärme hatte, neben der Erweiterung der Versorgungsnetze durch neue Kunden, der lange Winter zu Beginn und Ende des Jahres 2010 sowie auch neue Produkte. Die sog. Grad-tagszahlen - ein Maßstab zur Ermittlung veränderter Verbräuche - haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des langen Zeitraumes mit kalter Witterung um 17,1 Prozent erhöht. Entsprechend mehr Energie mussten die Kunden zur Beheizung ihrer Wohnungen und Häuser einsetzen.

2009 kälter im Durchschnitt

Dem Wettbewerb am Energiemarkt haben sich die Unternehmen auch 2010 erfolgreich stellen können. Durch die kontinuierliche Entwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren, insbesondere im Bereich der regenerativen Energien, Wachstum im Kerngeschäft, die Kooperation mit ENNI und den Erwerb einer Beteiligung an der STEAG sind die Weichen für die erfolgreiche Zukunft des Stadtwerke Dinslaken Konzerns gestellt.“ Die SD hatten sich kürzlich zusammen mit kommunalen Betrieben anderer, größerer Städte zu diesem Einstieg entschieden.

Pfiffiger 1000-Füßler

Das Prinzip der „1000-Beine“ nennt Dr. Götz die Strategie der Stadtwerke. Dazu gehören vielfältige Ansätze und Konzepte - sowohl in der Energieerzeugung als auch überregionale, ja bundesweite Gewinnung von neuen Privat- und Geschäftskunden. So bauten die SD durchaus im Süden und Norden Deutschlands kleinere, selbstständig arbeitende Kraftwerke für Einzelkunden oder verkaufen ihre Fernwärme auch vor Ort in weiter Ferne.

Dass die städtischen Werke einer Stadt der Größe Dinslakens nun zudem zum fünftgrößten Fernwärmeanbieter Deutschlands gehören, ist sicher auch einer der Gründe, die neben - sehr bescheiden von Götz angedeuteten - persönlichen Kontakten, dazu führten, dass die Stadtwerke Dinslaken im Kreise der weit größeren Städte, des „Stadtwerke-Konsortiums Rhein-Ruhr“ aufgenommen, zusammen gar 51 % der Anteile an der Evonik Steag GmbH im letzten Dezember erwerben konnten.

Einstieg bei der STEAG

Hier schlug Dinslaken, gemeinsam mit Essen, Duisburg, Oberhausen, Bochum und Dortmund sogar internationale Anbieter bei der Evonik-Steag aus dem Rennen. Der Kaufpreis der Anteile liegt bei 649 Millionen Euro.

Damit wird das Städte-Konsortium Rhein-Ruhr zur größten kommunalen Erzeugungs-Plattform im konventionellen und regenerativen! Ernergie-Bereich in Deutschland. Das soll natürlich auch langfristig die eigenen Möglichkeiten sichern, preisgünstigen Strom anbieten zu können. Auch an den restlichen 49 % ist das Städte-Konsortium interessiert und will dies durch eine Options-Vereinbarung sichern.

Dinslakens Stadtwerke werden regelmäßig unter den günstigsten Versorgungs-Anbietern der Region gelistet. Und konnten in Voerde, Hünxe und Wesel und sogar im Kreis Heinsberg gerade im letzten Jahr viele neue Kunden gewinnen.

Die bundesweite Wechselquote liegt bei Strom derzeit bei 22 % - in Dinslaken übrigens nur bei 4,6 % ! Bei Gas bundesweit bei 12,3 % - in DIN bei 4 %!. „Unser Kunden-Feedback ist positiv.“, so Thomas Götz: „Die Zeiten, in denen Stadtwerke die einzigen Anbieter waren, sind längst vorbei. Um so schöner, wenn die Dinslakener uns weiterhin zu schätzen wissen und wir verstärkt neue Kunden mit unseren Angeboten gewinnen können.“

110 Badetage im DINamare

Und so ist es auch erklärbar, wie sich Dinslaken in Zeiten, in denen andere Städte ihre Bäder schließen, ein neues schickes Stadtbad leisten kann. Für den Badbetreiber Stadtwerke bedeuten das zwar rund sieben Millionen Betriebskosten im Jahr. Aber für die Menschen hier bedeutet das DINamare einen entscheidenden Gewinn an Lebensqualität - zu bezahlbaren Eintrittspreisen.

Und die Besucherzahlen sprechen für sich: In den ersten 100 Tagen seit Eröffnung kamen rund 28.000 private Badegäste und rund 15.000 Schul- und Vereinsschwimmer in das ja noch „provisorische“ DINamare. Die Außenanlage soll im zweiten Bauabschnitt, trotz bautechnischer Verzögerungen, noch in den Sommerferien fertig werden, so Dinbad-Chef Michael Hörsken zuversichtlich zum Niederrhein Anzeiger. Wir drücken die Daumen.
Wer so erfolgreich ist, kann in Ruhe Baden gehen. cd (red)

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