RDB Bezirksverein-Niederrhein besucht den RWE- Braunkohle – Tagebau Inden

1. Kameraden des BV Niederrhein am Tagebau INDEN
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  • 1. Kameraden des BV Niederrhein am Tagebau INDEN
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Bei wunderschönem Sommerwetter besuchte eine Delegation des BV Niederrhein unter Leitung seines Vorstandes Silvo Magerl, Peter Otte und Andreas Klare am 31.07.18 den RWE Braunkohle-Tagebau Inden im Aachener Revier. Nach dem Empfang im Besucherzentrum durch Kamerad Theo Schlößer und einer kurzen Einführung ging es sofort auf die Exkursion durch den Tagebau. Es wurde den Technikern und Ingenieuren des BV viel von der Technik und den angewandten Praktiken des Abbaus der Braunkohle erzählt, diese wurden jedoch schon oft genug in diversen Leseberichten erläutert.

Noch mehr Raum nahm jedoch bei der Befahrung die aktuelle politische Diskussion um die Situation der Kohle und der Energiepolitik im Allgemeinen ein. Die Menschen in den Braunkohlerevieren sind enorm verunsichert und zunehmend besorgt. Ein überstürzter Ausstieg aus der Kohle wäre nicht nur ein Symbol politischer Maßlosigkeit, sondern auch ein Akt der Unvernunft, der auf ihrem Rücken ausgetragen würde. Viele Bürger der Region fühlen sich mit ihren Sorgen von der Politik nicht mehr ernst genommen. Die Menschen und Betriebe des Rheinischen Braunkohlereviers erbringen seit vielen Jahrzehnten eine Leistung, die für die deutsche Volkswirtschaft bisher unverzichtbar war und ist. Das Revier muss auf Dauer ein Lebensraum bleiben, in dem Menschen gerne wohnen und arbeiten können. Die 32.000 Arbeitsplätze in der rheinische Braunkohlen-Industrie und weitere über 250.000 Arbeitsplätze in anderen Industriezweigen sichern der Region Aachen - Köln – Mönchengladbach eine nicht geringe Steuer- und Kaufkraft. Das Ziel der zur Zeit aktiven Energiekommission sollte ein verantwortlich gestalteter und sozialverträglicher Strukturwandel in einem Energiemix mit der Braunkohle sein ! Der Energieträger Braunkohle garantiert ein hohes Maß an Versorgungssicherheit. Braunkohlenkraftwerke sichern einen großen Teil der Grundlast, die kontinuierlich von den Dreischicht-Betrieben der Industrie abgerufen wird. Allein die stromintensiven Industriebranchen benötigen fast so viel Strom wie alle privaten Haushalte in Deutschland zusammen. Will man Deutschland als Industrienation erhalten, ist eine sichere, gleichbleibende und preiswerte Stromversorgung unerlässlich. Insbesondere Industrielle Abnehmer (energieintensive Betriebe wie z.B. Aluminiumhütten, Papierfabriken, Zuckerfabriken oder Chemieparks) mit hunderttausenden von Arbeitsplätzen müssen jederzeit über jede benötigte Menge Strom und Prozessdampf verfügen können. Diese Energie ist erschwinglich, was unter Aspekten der Wirtschaftlichkeit und internationalen Wettbewerbsfähigkeit unabdingbar ist. Der langfristige Ausbau der erneuerbaren Energien ist weiterhin wichtig und richtig, doch noch sind die Ressourcen nicht in dem Maße verfügbar, wie es erforderlich ist. Auch fehlen noch beträchtliche Leitungskapazitäten in den Übertragungs- und Verteilernetzen. Solange der Strom nicht in großem Maßstab speicherbar ist benötigen wir Grundlastkraftwerke wie z.B. Braunkohlenkraftwerke. Sie tragen mit ihrer gesicherten und flexiblen Leistung dazu bei, dass die erneuerbaren Energien mit ihrem stetig wachsenden Beitrag in das deutsche und europäische Stromnetz integriert werden können. Somit sind sie auch für das Gelingen der Energiewende unverzichtbar, welche ja bekanntlich als Ziel den Klimaschutz hat. Auch hier hat die Braunkohlenindustrie im Rheinischen Revier seit Jahren einen festen Fahrplan. Die Umsetzung reduziert die CO2-Emissionen aus Braunkohle im Rheinland schon bis 2030 sehr deutlich um 40- 50 %. Die Kommission muss die bereits eingeleiteten und die absehbaren Beiträge zur CO2-Minderung bei ihrer Entscheidungsfindung anerkennen und berücksichtigen.

Aus den vielen Gesprächen und der Mitteilung der Fakten konnten die Exkursions-Teilnehmer zusammenfassend feststellen, dass die gesamtgesellschaftliche Aufgabe „Energiewende“ nicht zum Experiment mit den Menschen in den Braunkohlen-Revieren werden darf. Die Bürger müssen bei der sozialverträglichen Umgestaltung einer ganzen Region gleichrangig in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Die Arbeits- und Ausbildungsplätze dürfen nicht leichtfertig aufgegeben werden bevor nicht gleichwertiger Ersatz vorhanden ist. Der Industriestandort Nordrhein-Westfalen darf nicht gefährdet werden und es muss sichergestellt sein, dass den Betrieben in Industrie, Handwerk und Gewerbe wie den Privathaushalten dauerhaft verfügbare und bezahlbare Energie zur Verfügung steht.

Es sollte dafür Sorge getragen werden, dass das Rheinische Revier auf Dauer ein Lebensraum bleibt, in dem Menschen gerne wohnen und arbeiten können.
Nach dieser sehr politisch geprägten Fahrt durch den Tagebau Inden – technische Fragen wurden nebenbei geklärt - fanden im Steakhaus „El Rancho“ in Eschweiler bei einem leckeren Mittagessen noch weitere interessante Gespräche statt bevor uns unsere Busfahrerin wieder wohlbehalten nach Dinslaken zurück brachte.

Glückauf
Euer Jochen Auberg

Autor:

Jochen Auberg aus Dinslaken

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