Arbeiten starten am 3. Juni
A52: Umbau der Anschlussstelle Marl-Frentrop verschiebt sich

Die geplante Sperrung der A52-Anschlussstelle Marl-Frentrop verschiebt sich um eine Woche. Die Sperrungen werden jetzt am Montag (3. Juni) durchgeführt.  | Foto: Symbolbild
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Die geplante Sperrung der A52-Anschlussstelle Marl-Frentrop verschiebt sich um eine Woche. Die Sperrungen werden jetzt am Montag (3. Juni) durchgeführt.

Eigentlich sollten die Arbeiten schon ab kommenden Montag starten, müssen aber aufgrund der Komplexität der Planungen für die Verkehrsführung, auch in Hinblick der Fahrbahnsanierung der A52 bei Marl sowie des innerstädtischen Verkehres, verschoben werden. Ausgenommen hiervon ist der Mitfahrerparkplatz. Dieser wird wie angekündigt am Freitag (24. Juni) um 9 Uhr gesperrt.

Hintergrund:

Im Zuge der Arbeiten werden die Auf- und Abfahrten der Anschlussstelle Marl-Frentrop an der B225 mit Lichtsignalanlagen ausgestattet. In den vergangenen Jahren hatte sich an der nördlichen Abfahrt (aus Haltern kommend nach Dorsten) eine Unfallhäufungsstelle entwickelt. Dabei kam es vermehrt zu Auffahrunfällen, weil die abfahrenden Fahrzeuge aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens nur schwer in die B225 einbiegen konnten. Zur Abhilfe hat die Unfallkommission, bestehend aus Bezirksregierung, Polizei und Straßenbaulastträger, entschieden, auf der Nordseite eine Lichtsignalanlage zu installieren. Berechnungen haben ergeben, dass aufgrund der engen räumlichen Beziehung auch auf der Südseite eine Lichtsignalanlage erforderlich ist.

Beide Anlagen werden voneinander abhängig gesteuert und berücksichtigen zudem eine sogenannte Rückstauabsicherung für die Autobahn. In der Vergangenheit war in der Hauptverkehrszeit häufig zu beobachten, dass Fahrzeuge staubedingt auf dem Standstreifen warten mussten, um anschließend abfahren zu können. Diese Rückstauabsicherung verhindert, dass sich Fahrzeuge von der Lichtsignalanlage bis in die durchgehende Fahrbahn der Autobahn zurückstauen. Im Bedarfsfall wird die Grün-Zeit für die abfahrenden Fahrzeuge rechnergesteuert verlängert, um den entstehenden Rückstau zu verringern. Hierdurch werden gefährliche Situationen auf der Autobahn verhindert.

Mit der Errichtung der Signalanlagen ist auch eine bauliche Anpassung der Fahrspuren notwendig. Hierzu gehört auch ein Umbau der vorhandenen Verkehrsinseln. In den Einmündungsbereichen der Anschlussstelle wird daher die Fahrbahn grundhaft erneuert.

Mit der Vollsperrung sowohl der Anschlussstelle als auch der B225 in diesem Bereich wird die Bauzeit um mehr als die Hälfte reduziert. Die Aufrechterhaltung der dortigen Fahrbeziehungen hätte zu zahlreichen zusätzlichen Bauphasen unter Einsatz von Baustellenampeln geführt. Neben den daraus resultierenden Rückstaus hätte zusätzliche Zeit für den Umbau zwischen den Bauphasen aufgewendet werden müssen. Und aus bautechnischer Sicht führt eine halbseitige Bauweise zwangsläufig zu Qualitätseinbußen und gleichzeitig zu höheren Kosten.

Um einen weiteren Vorteil aus dieser Vollsperrung zu ziehen, wird zusätzlich auf der B225 zwischen Schachtstraße und Buerer Straße eine ohnehin mittelfristig anstehende Erneuerung der Fahrbahndecke durchgeführt. Diese Maßnahme erfolgt in halbseitiger Bauweise, damit alle Anliegergrundstücke durchgängig von der Schachtstraße beziehungsweise von der Buerer Straße aus erreichbar sind.

Die Autobahnniederlassung Hamm wird die Umleitungen für die gesperrte Anschlussstelle Frentrop über die benachbarten Anschlussstellen Marl-Brassert und Gelsenkirchen-Hassel führen.

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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