Dortmunder Fotograf erlebte mit, wie Asmaa von Damaskus nach Dortmund floh
Handy-Doku einer dramatischen Flucht

Als ich meine Tochter umarmte, spürte ich, wie ich wieder lebendig wurde." Pascal Rest und Asmaa erzählen die Geschichte ihrer Flucht aus ihrer Heimatstadt Damaskus.
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  • Als ich meine Tochter umarmte, spürte ich, wie ich wieder lebendig wurde." Pascal Rest und Asmaa erzählen die Geschichte ihrer Flucht aus ihrer Heimatstadt Damaskus.
  • Foto: Pascal Rest
  • hochgeladen von M Hengesbach

Spannend wie ein Krimi: Mit seinem Fotobuch „Inshallah“ erzählt der Dortmunder Fotograf und ehemalige FH-Dozent Pascal Amos Rest sehr detailliert eine wahre und berührende Geschichte. Sie beginnt vor sechs Jahren in Syrien: Für die wissenschaftliche Angestellte Asmaa wird die Lage in Damaskus lebensgefährlich, weil ihr Bruder ein Oppositionsführer ist. Sie trifft die schwere Entscheidung zu fliehen. Ihre drei Kinder, weniger gefährdet, bleiben beim Großvater zurück. Bis Asmaa einen sicheren Ort für sie alle gefunden haben wird – so der Plan.

Asmaa flieht über Abu Dhabi und Jordanien nach Bulgarien, kommt dort ins Flüchtlingslager in Harmanli. Eingesperrt mit rund 3000 anderen. Essen, Schlafen, Toilette, sonst nichts, acht Monate lang.
Pascal Amos Rest ist als Fotojournalist dort, will die Geschichten der Geflüchteten dokumentieren, von den unmenschlichen Bedingungen im Lager berichten. Zufällig lernen sie einander kennen, und zufällig beginnen sie einander zu vertrauen. Das Leben im Lager sei „die Hölle“, eröffnet Asmaa dem Fotoreporter. Sie wolle nach Deutschland. Damit beginnt die eigentliche Geschichte, die Asmaa nach zwei Jahren schließlich nach Dortmund führt – und auch die Flucht von Asmaas jüngster Tochter dokumentiert.
Im Buch erzählt Rest die Geschichte, die auch seine eigene ist, ohne Distanz, persönlich und nah: Mit vielen Fotos von den Stationen von Asmaas Flucht, die beispielhaft sind für die Geschichten vieler tausend anderer Geflüchteter und kurzen Texten, die erläutern und einordnen. Dazu stellt Rest Fotos, die Asmaa selbst auf ihrer Flucht aufgenommen hat und Screenshots von Whatsapp-Nachrichten, mit denen die Syrerin und der Dortmunder Kontakt halten und über die er versucht, ihr zu helfen.
Das Buch "Inshallah" liest sich wie eine Graphic-Novel-Dokumentation mit Fotos anstelle von Zeichnungen. Und es zeigt Deutschland, aus den Augen einer Geflüchteten und ihren Freunden, als ein Land voller Rätsel. Näheres auf www.pascalamosrest.com.

Als ich meine Tochter umarmte, spürte ich, wie ich wieder lebendig wurde." Pascal Rest und Asmaa erzählen die Geschichte ihrer Flucht aus ihrer Heimatstadt Damaskus.
Die Syrerin Asmaa und der Dortmunder Fotograf Pascal Amos Rest mit Asmaas „Fiktionsbescheinigung“.
Autor:

M Hengesbach aus Dortmund-City

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