Pfarrer und Kirchenvorstand St. Barbara haben die Evinger Gemeindemitglieder informiert
Das Vereinshaus wird verkauft

Die Kirchengemeinde St. Barbara will ihr Vereinshaus, Ecke Bergstraße/Friesenstraße, verkaufen, teilte Pfarrer Leon Watzek (Sticker) mit.
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  • Die Kirchengemeinde St. Barbara will ihr Vereinshaus, Ecke Bergstraße/Friesenstraße, verkaufen, teilte Pfarrer Leon Watzek (Sticker) mit.
  • Foto: Günter Schmitz
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

Keine wirklich guten Nachrichten für die St.-Barbara-Gemeinde - und für das Evinger und Lindenhorster Vereinsleben: Pfarrer und Pastoralverbundsleiter Leon Watzek hat im Namen des Kirchenvorstandes die Gemeindemitglieder darüber informiert, dass das Vereinshaus St. Barbara verkauft werden soll.

 Erst vor rund zwei Jahren war mit neuer Gastronomie auch wieder neues Leben ins Haus an der Kappenberger Straße 2 eingezogen. Jetzt dies. Nach Gesprächen mit dem Gemeindeverband und dem Erzbistum Paderborn werde sich die St.-Barbara-Gemeinde von der Immobilie trennen. Und nachdem der Gemeindeverband einem Maklerbüro einen entsprechenden Auftrag erteilt hatte, sei nun mittlerweile sogar bereits ein Kaufinteressent gefunden worden, teilte Watzek weiter mit - allerdings ohne Genaues zu verraten.

"Seien Sie versichert, dass der Verkauf des Hauses aber nur dann erfolgen wird, wenn das Generalvikariat uns verbindlich die Nutzung und den Umbau des Pfarrhauses und/oder der Vikarie zusichert und genehmigt", setzen Watzek und der Kirchenvorstand aber noch ein Fragezeichen hinter den Verkauf des Vereinshauses St. Barbara.

Doch wolle man neue Alternativen suchen für die schrumpfende Gemeinde, zum Beispiel das jetzige Pastorat mit Pfarrhaus und Vikarie als kleines Gemeindezentrum umbauen, angepasst an den Bedarf der pastoralen Gegebenheiten.

Hohe und steigende Unterhaltungskosten

Schon zu Pfarrer Edward Sadowskis Amtzeit hatte sich der Kirchenvorstand mit dem möglichen Vereinshaus-Verkauf beschäftigen müssen, Paderborn machte Druck... Nun habe sich die Lage aber zugespitzt, verdeutlicht Watzek, dass der Kirchenvorstand habe handeln müssen.

Verwiesen wird seitens des Kirchenvorstands auf die hohen und steigenden Unterhaltungskosten fürs Vereinshaus, Schwierigkeiten mit der Vermietung der Gaststätte und - damit verbunden - mit dem Erhalt von Pachtzahlungen. Hinzu komme, dass die Mitgliederzahlen der Gemeinde schrumpften und Veränderungen in der Konzeption des zukünftigen Pastoralen Raums anstünden.

Bei einem Nicht-Verkauf werde man indes mit erheblichen Kosten rechnen müssen. Das Vereinshaus bedürfe einer Grundsanierung und die Instandhaltungskosten seien aus dem Gemeinde-Etat auf Dauer nicht zu tragen. "Wir werden das finanziell nicht bewältigen können", so Pfarrer Watzek. Zumal auf die Gemeinde weitere finanzielle Belastungen, etwa durch die Sanierung der St.-Barbara-Kirche, zukämen.

Befürchtungen hegen Pfarrer und Kirchenvorstand offensichtlich aber vor einer Polarisierung in der Gemeinde bezüglich des Verkaufs des mit vielen Erinnerungen und Emotionen verbundenen Vereinshauses; sie bitten stattdessen um moralische Unterstützung und um das Verständnis der Gemeindemitglieder: "Wir sind davon überzeugt, dass dies der richtige Schritt in eine gute Zukunft ist."

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