Bittere Schoklolade

Am Sonntag, 18.5.2014, dreht sich in St. Ewaldi nach dem Familiengottesdienst alles um die Schokolade. Denn Schokolade hat für viele Menschen im Süden einen bitteren Nachgeschmack. Der Kakao für die Schokolade, die unser Leben versüßt, wird von Millionen Kleinbauern produziert, die unter viel zu niedrigen Einkommen leiden. In Ländern wie der Elfenbeinküste und Ghana wird Kakao auch durch Kinder geerntet. 2009 sollen dort 260.000 Kinder in einem Maße gearbeitet haben, wie es gegen die internationalen Konventionen und bestehende nationale Gesetze verstößt. Weil die Kakaopreise sinken, sind die Eltern und Kakaobauern dazu gezwungen, Kinder bei der Ernte einzusetzen, um durch größere Produktionsmengen das Familieneinkommen zu sichern.
Auf die prekären Arbeitsverhältnisse und die unfaire Bezahlung der Kakaobauern will der Arbeitskreis Eine Welt/REL aufmerksam machen.
Die Gemeindemitglieder werden aufgerufen, sich an der Kampagne "Make Chocolate Fair" durch ihre Unterschrift zu beteiligen. Zudem gibt es die Möglichkeit, fair produzierte und gehandelte Schokolade zu verkosten. Die Politik ist aufgerufen, verbindliche Reglungen und Gesetze zu erlassen, damit Unternehmen verpflichtet werden, in ihrer Lieferkette die Einhaltung internationaler Gesetze und Standards durchzusetzen. Bei einer 100g-Tafel Schokolade zu einem Preis von 1 Euro erhalten die Kakaobauern und -bäuerinnen gerade einmal 6 Cent. Würde man ihren Lohn verdoppeln, würde für uns das süße Vergnügen gerade einmal 6 Cent teurer. Ob wir uns das wohl leisten möchten? Der Werbeetat der Schokoladenindustrie ist genauso hoch wie der Wert der gesamten Kakaomenge, die weltweit gehandelt wird. Da ist etwas in der Schieflage – Make Chocolate Fair: mehr Infos unter: http://www.makechocolatefair.org/

Autor:

Roswitha Göbel-Wiemers aus Dortmund-Süd

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