Volleyballer des TV Hörde verscheuchen den Tiebreak-Fluch

Endlich können die Volleyballer des TV Hörde wieder jubeln
  • Endlich können die Volleyballer des TV Hörde wieder jubeln
  • Foto: Ruhr Nachrichten
  • hochgeladen von Klaus Wilke

Volleyball Dritte Liga
TV Hörde – TSC Münster-Gievenbeck 3:2 (24:26, 28:26, 15:25, 25:23, 15:7)

Im Vorjahr galten die Hörder noch als ungekrönte Tiebreak-Könige der Dritten Liga. In dieser Saison mussten die Schützlinge von „Teee“ Slacanin fünf Mal in die Verlängerung und mussten fünf Mal als Verlierer das Feld verlassen. Beim vorletzten Heimspiel wurde endlich der Bann gebrochen. „Wir können doch Tiebreak“, atmete Marius Harrmann, der den urlaubenden Jan Terhoeven als Kapitän vertrat, nach dem zehnten Hörder Sieg erleichtert auf. Wiedergutmachung hatten die Hörder nach der peinlichen Schlappe gegen die Tebus aus Tecklenburg versprochen und den Worten auch Taten folgen lassen.
Dabei hätte das Spiel gegen den Aufsteiger aus Münster durchaus mit einem erneuten Debakel enden können, wenn die Hörder sich diesmal nicht mit unbändigem Kampfgeist aus dem Schlamassel befreit hätten. Im dritten Satz gerieten die Hausherren wegen ungewohnter Abstimmungsprobleme bei der Ballannahme schnell in einen hohen Rückstand. Die Gäste hatten die Lücken in der Annahme und der Abwehr des TVH erkannt und diese clever ausgenutzt. Zudem hatte Spielmacher Pascal Rademacher nicht seinen besten Tag erwischt, wählte oft die falschen Entscheidungen, servierte die Pässe gegen einen Doppelblock und erschwerte so den Hörder Angreifern den erfolgreichen Abschluss. Erst als Trainerin Slacanin im vierten Satz den unglücklich agierenden Rademacher durch Florian Groß ersetzte, gelang die Wende. Das Hörder Eigengewächs führte mit schnellen und variantenreichen Pässen den TVH wieder in die Erfolgsspur. Der Tiebreak war der bisher beste Entscheidungssatz. Ersatzkapitän Marius Harrmann mit fünf Aufschlag-Winnern und drei Hörder Monster-Blocks sorgten für eine rasche 8:1 Führung.
Auf der diesmal spärlich besetzten Tribüne erlebten die Fans nach über zwei Stunden Spielzeit eine Berg- und Talfahrt mit einem verdienten Sieger.
Auffälligste Akteure im roten Dress der Hörder waren auf Diagonal Lenard Exner und auf der Mitte Fabian Fingerhut. Während die Münsteraner sich mit dem Punktgewinn vorzeitig den Klassenerhalt gesichert haben, wird der TVH die Saison in zwei Wochen mit dem Heimspiel gegen den VfL Lintorf auf Rang fünf abschließen.
Bereits am kommenden Wochenende sind die Hörder Schmetterlinge als Helfer bei der vom TVH ausgerichteten Westdeutschen Meisterschaft der männlichen U18 gefordert.
Für die Insider hier noch die Aufklärung des von der US-Amerikanerin „Teee“ Slacanin stets eingeforderten SPACE-Volleyballs. SPACE steht für Smart (intelligent), Patience (Geduld), Aggressive (Aggressivität), Communication (Kommunikation), Energy (Energie).
TVH: Beyrich, Exner, Fingerhut, Groß, Harrmann, Henke, Lange, Mols, Rademacher, Rebtschinski

Autor:

Klaus Wilke aus Dortmund-Süd

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