Ausschuss lehnt Verkehrssicherheitskonzept ab

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Die FREIEN WÄHLER beantragten bei der Ordnungs- und Verkehrsausschusssitzung (OVA) am. 12. Oktober die Erstellung eines Verkehrssicherheitskonzeptes für E-Bike und Pedelecs in Düsseldorf.

„Damit reagierten wir auf zahlreiche Studien von Verkehrsexperten und Unfallforschern. Diese zeigen auch auf, dass es für die meisten Städte kein Gesamtkonzept zur Verhinderung schwerer Unfälle für die anwachsende Zahl von E-Bikern gibt“, so der Ratsherr von den FREIEN WÄHLERN, Jürgen Krüger. Leider wurde der Antrag mehrheitlich abgelehnt.

Kommentar des Autors:

Das CDU,FDP und LINKE ihn ablehnen würden, war sicherlich vorauszusehen. Aber, dass SPD und die Günen in ins gleiche Horn blasen, kann ich nicht nachvollziehen; sind sie es doch, die sich bei jeder Gelegenheit als „Verkehrsexperten“ aufspielen und sich scheinbar für mehr Sicherheit auf unseren Straßen einsetzen wollen. Ein Verkehrssicherheitskonzept für Elektrofahrräder, wie es in einigen anderen Städten gibt, wollen die etablierten Parteien offensichtlich nicht. Das kann daran liegen, dass sie die drohende Entwicklung einfach ignorieren oder weil der Antrag von einer bisher noch nicht etablierten Partei kam. Letzteres scheint eher plausibler - wenn man bei den etablierten von regelmäßig praktiziertem „Platzhirsch“-Verhalten einmal absieht.

Eines ist jedoch sicher: Mit ihrer Ablehnung haben die Mehrheitsfraktionen - insbesondere SPD und Grüne - erneut bewiesen, dass Erkenntnisse und daraus resultierende Handlungsbedarfe nur einen Wert haben, wenn sie von ihnen selbst stammen.

Worum geht´s:

Pedelecs (steht für Pedal Electric Cycle) bieten eine Unterstützung für den sich sonst abstrampelnden Fahrer, sie sind nicht mit einem Motor im Sinne von Mofas ausgerüstet, sondern mit einem Elektromotor. Trotzdem erreicht man mit den herkömmlichen Pedelecs schnell Geschwindigkeiten um 30Km/h und mehr – das ist in der Regel mehr als mit dem Fahrrad.

Durch die hohe Geschwindigkeit von Elektrofahrrädern ist die Sturzgefahr z.B. an Kanten zwischen Bürgersteig und Fahrbahn wesentlich höher. Dadurch, dass die Pedelecs bis zu 30km/h (bzw. schnellen (S)-Pedelecs bis zu 50km/h) schnell werden und kaum Geräusche emittieren, werden Pedelecs im Verkehr weniger wahrgenommen, als Motorräder. Die S-Pedelecs verleiten zudem zu Überholmanövern von langsameren Radfahrern, was häufig Unfälle mit schweren Verletzungen endet. Diese dürfen nur mit Betriebserlaubnis und Versicherungskennzeichen gefahren werden.

Auf Radwegen sind sie größtenteils verboten. Nur daran halten sich aber längst nicht alle. Manche bauen sogar das Nummernschild einfach ab oder verändern die Einstellungen und rasen dann über die Radwege.

Da es für Unfälle mit Elektrofahrrädern keine gesonderte Unfallstatistik gibt, lässt es sich zwar nicht seriös beantworten, ob tatsächlich mehr Menschen durch Pedelecs verunglücken. Dennoch warnen Verkehrsexperten und Unfallforscher schon jetzt vor den Fahrern, die mit außerordentlich hohen Geschwindigkeiten auf Straßen oder Radwegen unterwegs sind.

Bei manchen Herstellern von Pedelecs ist es nur eine Frage der eingesetzten Software, weil sich die baugleichen Fahrräder entweder als E-Bike oder als Pedelec programmieren lassen. Durch die Software wird eine Sperre eingebaut, wenn es sich um ein Pedelec handelt. Diese Sperre soll verhindern, dass der Motor auf mehr als 25 km/h beschleunigt, da er ab dieser Grenze keine höhere Leistung mehr bringen darf, obwohl es technisch sicherlich möglich wäre. Diese Sperre lässt sich aber von kundigen Tüftlern manipulieren.

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Siehe auch Artikel auf "Der Wsten"

Autor:

Peter Ries aus Düsseldorf

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