Staupevirus nachgewiesen
Hunde vor Kontakt mit toten Füchsen schützen - und impfen lassen

Der Staupevirus ist kürzlich bei Füchsen nachgewiesen in Haan, Heiligenhaus und Ratingen nachgewiesen worden.

In der näheren Umgebung, unter anderem in Haan und Ratingen, wurden kürzlich Füchse gefunden, die an der Staupe verendet sind.

Hegeringleiter Friedhelm Heinrichs vom Hegering Angerland, der die Düsseldorfer Stadtteile Kaiserswerth, Wittlaer, Kalkum und Angermund, sowie die Ratinger Stadtteile Lintorf und Breitscheid umfasst, rät deshalb allen Hundebesitzern deren Hunde noch nicht geimpft wurden, dies schnellstens nachzuholen.

Hoch ansteckend

Die Staupe ist hoch ansteckend und wird über Urin, Kot, Nasen- und Augensekret übertragen. Bei einem ungeschützten Hund verläuft die Krankheit in der Regel tödlich. Die Inkubationszeit beträgt nur wenige Tage. Wird ein junger Hund im Alter zwischen drei und sechs Monaten befallen endet das zu 100 Prozent mit dem Tod. Die Impfung bietet meist den Schutz gegen mehrere Krankheiten - neben der Staupe auch gegen Tollwut und andere. Welpen sollen das erste Mal mit acht Wochen geimpft werden, dann mit zwölf bis 16 Wochen und, je nach Impfstoff, sollte die Impfung jährlich oder alle zwei bis drei Jahre wiederholt werden. "Es sind aber nicht nur Füchse von der Krankheit betroffen. Ebenfalls Waschbär, Marder und Wölfe können befallen werden. Wobei Letzterer in unserem Gebiet noch nicht vorgekommen ist", erklärt Friedhelm Heinrichs. Die Symptome der Krankheit können unterschiedlich sein.

Behandlung nicht möglich

Es geht von Husten, Atemnot über Erbrechen bis zu Lähmungserscheinungen. Ist dieses Stadium erst einmal erreicht, gibt es keine Hoffnung mehr für den Hund. Eine Behandlungsmethode ist nicht mehr möglich. Für Menschen ist die Erkrankung ungefährlich und nicht meldepflichtig. "Sollte ein toter Fuchs, Marder oder Waschbär gefunden werden, bitte das Tier auf keinen Fall anfassen!" rät der Hegeringleiter.

In diesem Fall sollte sofort die Untere Jagdbehörde Kreis Mettmann, Düsseldorfer Straße 47 in Mettmann, Tel. 02104/991632, oder das Veterinäramt unter Tel. 02104/991958 oder E-Mail: joachim.mueller@kreis-mettmann.de informiert werden.

Hunde an der Leine lassen

Friedhelm Heinrichs: "Zum Schluss noch eine Bitte an alle Hundehalter: Jetzt ist die Zeit, wo neues Leben in der Natur entsteht. Viele Wildtiere bekommen Nachwuchs, deshalb bitte beim Gassi gehen, den Hund an der Leine lassen und auch keine Jungtiere, die vermeintlich verlassen sind, anfassen oder mitnehmen. Das Muttertier ist immer in der Nähe und kümmert sich. Tiere, die von Menschen berührt wurden, werden von der Mutter nicht mehr angenommen und erleiden einen qualvollen Tod."

Autor:

Kirstin von Schlabrendorf-Engelbracht aus Düsseldorf

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