Rollhockey zum Abgewöhnen - Skandalspiel in Iserlohn!

ERG Iserlohn - RESG Walsum 4:2 ( 1:1 )

In der Hoffnung mal wieder ein gutes und spannendes Rollhockeyspiel zu sehen, waren die Fans zum Nachholspiel des zweiten Spieltages in die Iserlohner Hemberghalle gekommen.
Zu sehen bekamen Sie leider ein Skandalspiel, bei dem erneut die Schiedsrichter im Mittelpunkt standen und für ein Überkochen der Gemüter auf dem Hemberg sorgten.
Bei der ERGI hütete zunächst Stammkeeper Patrick Glowka das Tor und verhinderte in der 6. Minute eine RESG-Führung, als er einen Penalty nach Foul an Flavio da Silva parierte.
Bei der Abwehrszene verletzte sich Glowka so unglücklich, das er das Spielfeld vorzeitig verlassen musste. Für Ihn kam Ersatztorhüter Lukas Kost in die Partie, der nur eine Minute später nach einem Weitschuss von Da Silva zum ersten Mal hinter sich greifen musste. Die Führung für die RESG war zu diesem Zeitpunkt verdient, jedoch häuften sich die Teamfouls weil die Unparteiischen jeden kleinsten Anlass nutzten um Foul zu geben. In der 17. Minute die zweite blaue Karte des Spiels. Aber nicht für einen Spieler, sondern für RESG-Coach Robbie von Dooren, der sich an der Bande über die kleinlichen Spielleiter aufgeregt hatte. Für Ihn musste ein Walsumer Spieler auf die Strafbank, das folgende Unterzahlspiel überstanden die aufmerksamen Roten Teufel jedoch schadlos.
Erst in der 22. Spielminute kamen die Gastgeber durch einen abgefälschten Distanzschuss von Pereira zum glücklichen Ausgleichstreffer.
Aus RESG-Sicht mit spielentscheidend die 23. Minute:
Zunächst zeigt Schiedsrichter Lars Nawratil das 10. RESG – Teamfoul an, wonach Flavio da Silva, der bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht negativ aufgefallen war, Ihm mit einer harmlosen Geste seinen Unmut über diese Entscheidung äußert. Die völlig überzogene Reaktion von Nawratil: Keine Verwarnung, keine Blaue, sondern direkt eine Rote Karte für Flavio, der die Welt nicht mehr versteht und dessen aus Portugal angereiste Mutter die sportliche Tragödie Ihres Sohnes auf der Tribüne unter Tränen mit ansehen muss. Die aufgebrachten RESG-Fans waren nun kaum mehr zu halten und machten Ihrem Ärger verständlicherweise ordentlich Luft.
Der fehlerlose RESG-Schlussmann und Penalty-Killer Tobi Wahlen parierte den folgenden ERGI-Freistoß glänzend und auch das erneute, fünfminütige Unterzahlspiel überstanden die Roten Teufel geschickt und torlos.
Mit einem 1:1 Unentschieden ging es dann in die Halbzeitpause.
Nach dem Wechsel verkauften sich die Walsumer auch ohne Da Silva gut und hatten durchaus Chancen zur Führung. In der 32. Minute waren Sie jedoch nicht fähig, den zu einem Sololauf gestarteten Kai Milewski zu stoppen und kassierten prompt den 2:1 Führungstreffer für die ERGI.
Pedro Queirós konnte in der 41. Minute erneut ausgleichen und weckte die gefrusteten RESG-Fans damit zur Schlussoffensive.
Und die hatte es in sich: 42. Minute – Konter RESG, Lukas Lemkamp trifft nach einem schnellen Konter leider nur den Pfosten.
Zwei Minuten später: Schiedsrichter Bernd Schiffmann gibt nach einer Strafraumrangelei zunächst „Blau“ für Pedro Queirós und parallel für ERGI-Stürmer Sebastian Glowka. Der Iserlohner Timon Henke bedankt sich beim Strafstoß mit dem 3:2 Führungstreffer. Noch einmal bekam die RESG die Chance auszugleichen, aber Christopher Nusch scheiterte beim „Direkten“ nach dem 10. ERGI-Teamfoul am aufmerksamen Lukas Kost. Eine Minute vor Schluss eine erneute, umstrittene Schiedsrichterentscheidung gegen die RESG: Nach einem Abwehrversuch von Philipp Kluge entscheiden die mittlerweile zum Feindbild für die RESG - Spieler und Fans avancierten Unparteiischen erneut auf Penalty für die ERGI, den Sebastian Glowka dann zum 4:2 Endstand verwandelt.
Nicht verwunderlich, das es nach so einem Skandalspiel nach dem Abpfiff zu, in der Rollhockeyszene selten zu sehende, Fanauseinandersetzungen und leider sogar persönlichen Angriffen von ERGI-Fans auf RESG – Spieler und Walsumer Zuschauer kam.
Ein peinlicher Tag für die Rollhockeybundesliga, nachdem sich alle Beteiligten mal ernsthaft Gedanken über die Zukunft dieses eigentlich so tollen Sports machen sollten.

RESG in Iserlohn: Wahlen, Dietrich, Lemkamp, Chr. Nusch, Kulossek, Da Silva (1),
Queirós (1), Haas, Kluge, Quabeck

Autor:

Harald Quabeck aus Duisburg

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