An der Haltung der SPD hat sich nichts geändert
Ausreichendes Angebot mit der Gesamtschule

Lisa Braun, Andrea Schaffeld, Ralf Deller, Anni Armasow und Daniel Klösters erteilten der Initiative zur Errichtung einer Realschule erneut eine klare Absage. Foto: Jörg Terbrüggen
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Die Sozialdemokraten verstehen die ganze Aufregung um eine mögliche neue Realschule in Emmerich überhaupt nicht. Denn ihrer Meinung nach gibt es darüber überhaupt nichts zu diskutieren. Schließlich habe Herbert Ulrich, der zurzeit als "Pädagogischer Begleiter" die Initiative zur Errichtung einer Realschule begleitet, seinerzeit mit für eine neue Gesamtschule gestimmt. "Er gefährdet die Emmericher Schullandschaft" heißt es von Seiten der SPD-Fraktion.

Die SPD fühlt sich zurückgesetzt in den Oktober/November 2017. Hier gab es verschiedene Stellungnahmen, auch von der Bezirksregierung. Das Fazit fasste Andrea Schaffeld noch einmal zusammen: "Planungssicherheit ist nur dann gegeben, wenn es keine neue Realschule gibt. Emmerich hat ein ausreichendes Schulangebot, in dem alle Schulabschlüsse erworben werden können." An der Haltung der SPD hat sich bis heute nichts geändert. "Wir haben damals viel dafür getan, dass wir einen einheitlichen Beschluss im Schulausschuss hatten. Sollte es jetzt eine neue Realschule geben, dann ist die Planungssicherheit für die Gesamtschule nicht mehr möglich."
Anni Armasow: "Alle Fraktionen waren damals dafür, dass man die Initiative zurückweist, weil sonst das ganze Schulsystem in Emmerich gefährdet ist. Was mich besonders geärgert hat war der Ausspruch, dass sie nicht gegen die Gesamtschule sind, aber für eine Realschule. Das schließt sich aus, den Satz kann man doch so nicht sagen. Der Beschluss ist erst eineinhalb jahre her, ich kann nicht immer wieder ein neues Bildungssystem schaffen."
Lisa Braun: "Die Initiative verunsichert und macht eine Menge kaputt. Der Bestandsschutz für die Gesamtschule wäre nicht mehr vorhanden. Die Initiative schafft Planungsunsicherheit und schadet der Emmericher Schullandschaft." Die Haltung der SPD: Schulentwicklung braucht Ruhe und Sicherheit. Andrea Schaffeld: "Wir sind stolz auf das Medienentwicklungskonzept, um das uns andere beneiden. Außerdem: Je mehr Unruhe herrscht, desto schwieriger wird es doch auch, Lehrer nach Emmerich zu holen." Und weiter sagte sie: "Wir setzen uns für eine Schule ein, in der alle Kinder lernen können." Anni Armasow: "Eine zweizügige Realschule macht doch überhaupt keinen Sinn, was will man denn dort anbieten. So kann man Schulleben nicht gestalten."
Jörg Terbrüggen

Autor:

Jörg Terbrüggen aus Emmerich am Rhein

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