Buchenwäldchen soll nun doch einen Zaun kriegen

Von im vergangenen Jahr war das Buchenwäldchen in Schönebeck Thema der Politik. Jetzt soll die Fläche doch mit einem Zaun eingefriedet werden.
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  • Foto: Winkler
  • hochgeladen von Christa Herlinger

Zunächst waren Haftungsgründe dafür ausschlaggebend, dass sich Verwaltung und Bürgerschaft mit dem Thema Einfriedung des Schönebecker Buchenwäldchens zu beschäftigen hatten.

Hinweisschilder und Appelle reichten nicht aus, um Spaziergänger, Jogger, Kinder, Hundebesitzer und Dirtbiker aus dem Waldstück herauszuhalten und sie damit von herabfallenden Ästen oder gar umstürzenden Bäumen zu schützen.
Ende Oktober vergangenen Jahres gab es dann überraschend Entwarnung. Ein neues Urteil aus Karlsruhe entließ Waldbesitzer aus der Haftung für waldtypische Schäden. Die ursprünglich relevanten Gründe waren damit vom Tisch, der geplante Zaun rund um den alten, schützenswerten Baumbestand allerdings nicht. In ihrer nächsten Sitzung am kommenden Dienstag beschäftigt sich die Borbecker Bezirksvertretung nun noch einmal mit dem Thema.
Dabei sollte es nach Ansicht von Klaus Diekmann, Ratsherr und Vorsitzender der CDU Schönebeck, längst überhaupt keines mehr sein. „Warum denn noch ein Zaun“, fragt der Ortspolitiker. Knapp 10.000 Quadratmeter sollen nach den Plänen der Stadt im Kamptal (teil)eingefriedet werden. Zudem wird neu aufgeforstet. Dazu soll eine angrenzende Ackerfläche aufgekauft werden. Kostenpunkt knapp 100.000 Euro. Ebenfalls Teil der Planungen ist ein 1,50 Meter breiter neuer Schotterweg. Zum Weg hin wird das Buchenwäldchen eingefriedet, der Zaun soweit verlängert, dass alle bisherigen Zugänge dicht sind.
Sollte die Teileinfriedung nicht ausreichen, soll der Zaun laut Grün und Gruga komplett geschlossen werden. „Ich verstehe nicht, wieso sich die Verwaltung über den Bürgerwillen hinwegsetzen muss“, ist Diekmann sauer. Das bezieht er auch auf den BV-Tagesordnungspunkt 12, „Nachpflanzung Schönebecker Straße“. Das beauftragte Gutachterbüro schlägt die Pflanzung einer großkronigen Baumart vor. Kegelförmiger Spitzahorn soll demnach zukünftig anstelle der gefällten Kastanien die Schönebecker Straße zieren. „Da sind Probleme mit den Anwohnern vorprogrammiert“, ist sich Diekmann sicher. „Und gerade die wollen wir für die Pflege des Grüns mit ins Boot holen.“

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