RWE-Zwischenbilanz vor der Rest-Rückrunde
Aufstieg bleibt ein ewiger Traum

Da war die RWE-Welt noch in Ordnung: Neuzugang Florian Bichler jubelt beim 5:1-Sieg über den Wuppertaler SV.
  • Da war die RWE-Welt noch in Ordnung: Neuzugang Florian Bichler jubelt beim 5:1-Sieg über den Wuppertaler SV.
  • Foto: Michael Gohl
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Südwest-Regionalligisten TSV Steinbach ist am Samstag (14 Uhr, Stadion Essen) Gegner der Rot-Weissen bei der Generalprobe für die Rest-Rückrunde, die am 16. Februar mit dem Heimspiel gegen Schlusslicht TV Herkenrath beginnt. In den verbleibenden 13 Regionalliga-Spielen sowie im Verbandspokal geht es an der Hafenstraße einmal mehr um Schadensbegrenzung.

Mit einem Sieg im Niederrheinpokal und der damit verbundenen Qualifikation für den DFB-Pokal hatten die Rot-Weissen in jüngster Vergangenheit mehrfach das schwache Abschneiden in der Meisterschaft kaschieren können, und auch diesmal haben die Essener zumindest schon mal das Halbfinale erreicht. Viel lieber wäre es den leidgeprüften RWE-Fans allerdings gewesen, wenn die Mannschaft von Trainer Karsten Neitzel bei der Titelvergabe ein gewichtiges Wörtchen mitreden würde. Der Zug ist allerdings längst abgefahren. Bei 15 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Viktoria Köln bleibt die Rückkehr in den Profifußball für den Traditionsclub von der Hafenstraße ein ewiger Traum.
Dabei hatte das Team zumindest kurzzeitig Höhenluft geschnuppert. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ hallte es nach dem 1:0-Erfolg am 31. August 2018 gegen den Bonner SC durchs Stadion Essen. Mit dem fünften Sieg in Folge hatten die Essener den Gipfel erobert. Doch kaum nahte der Herbst, da folgte der fast schon obligatorische Absturz. Anfangs hatten die Rot-Weissen die verletzungsbedingten Ausfälle ihrer Top-Stürmer Kevin Freiberger, der sich beim Auftaktspiel in Rödinghausen schon nach wenigen Sekunden einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, und Marcel Platzek noch ganz gut kompensieren können, weil beispielsweise Neuzugang Florian Bichler in die Bresche sprang. Doch als der flinke Außenstürmer wieder auf Normaltemperatur abgekühlt war und sein Pendant Kai Pröger bei der 2:3-Heimpleite gegen Aufsteiger Lippstadt vom Platz flog, da stürzten die rot-weissen Himmelsstürmer ab. Aus sechs Spielen holten sie mickrige zwei Punkte und verloren frühzeitig den Anschluss.
Die Verletzungsmisere war sicherlich eine Ursache, mangelnde Kreativität eine andere. Häufig fehlten den Rot-Weissen die Ideen, um tief stehende Abwehrreihen aus den Angeln zu heben. Zudem waren sie Essener höchst anfällig bei Kontern. Wenn sich die Gegner mit Tempo nach vorn kombinierten, brannte es im Strafraum der Rot-Weissen lichterloh.
Mehr Stabilität in der Defensive und mehr Kreativität im Offensivspiel sind die Hauptkomponenten für einen versöhnlichen Saisonausklang. Allerdings müssen die Bergeborbecker auf die Qualitäten von Kai Pröger verzichten, der beim Zweitligisten SC Paderborn sein Glück gefunden zu haben scheint. Ihn soll vor allem Jonas Erwig-Drüppel ersetzen, den die Rot-Weissen beim finanziell angeschlagenen Ligakonkurrenten Wuppertaler SV loseisen konnten. Auch die beiden anderen Wintereinkäufe Noah Korczowski (SG Wattenscheid 09) und Max Wegner (SV Meppen) verfügen über reichlich Regionalliga-Erfahrung und sollten dem durch Langzeitverletzte gebeutelten Kader gut tun.

RWE-Statistik

Zwischenbilanz: 7. Platz, 30 Punkte, 29:27 Tore (9 Siege/3 Unentschieden/9 Niederlagen)
Heimbilanz: 17 Punkte, 17:12 Tore (5/2/4)
Auswärtsbilanz: 13 Punkte, 12:15 Tore (4/1/5)
Höchster Heimsieg: 5:1 gegen Wuppertaler SV am 5.8.18
Höchster Auswärtssieg: 4:1 beim 1. FC Kaan-Marienborn am 11.8.18
Höchste Heimniederlage: 1:3 gegen Fort. Düsseldorf II am 10.11.18
Höchste Auswärtsniederlage: 0:5 bei Borussia Dortmund II am 6.11.18
Längste Serie ohne Sieg: 6 Spiele, 2 Punkte vom 8.9 bis 13.10.18
Längste Serie ohne Niederlage: 5 Spiele, 15 Punkte vom 5.8. bis 31.8.18
Beste Platzierung: 1. Platz
Schlechteste Platzierung: 13. Platz
Zuschauer: 89627 (Vereinsangaben) in 11 Heimspielen
Zuschauerschnitt: 8148
Höchste Zuschauerzahl: 11077 gegen Wuppertaler SV am 5.8.18
Niedrigste Zuschauerzahl: 5087 (Vereinsangabe) gegen 1. FC Kaan-Marienborn am 8.12.18
Spielereinsätze (19): Zeiger 21 (1 Einwechselung/0 Auswechselung), Grund 21 (1/4), Scepanik 20 (0/0), Heber 20 (0/3), Brauer 20 (0/5), Baier 20 (0/5), Becker 20 (2/0), Lucas 20 (4/15), Wirtz 20 (13/2), Raeder 19 (0/0), Urban 18 (10/3), Pröger 17 (0/4), Bichler 16 (2/9), Platzek 11 (2/2), Tomiak 9 (9/0), Remmo 8 (8/0), Heller 2 (0/0), Freiberger 1 (0/1), Cokkosan 1 (1/0)
Tore (29): Wirtz 6, Bichler 4, Scepanik 4, Pröger 3, Baier 2, Becker 2, Heber 2, Platzek 2, Brauer 1, Grund 1, Urban 1, Zeiger 1
Rote Karten (2): Pröger gegen SV Lippstadt am 8.9.18, Heller gegen Bonner SC am 31.8.18
Gelb-Rote Karte: keine
Gelbe Karten (31): Baier 6, Wirtz 4, Brauer 3, Platzek 3, Zeiger 3, Heber 2, Lucas 2, Pröger 2, Urban 2, Becker 1, Grund 1, Heller 1, Scepanik 1
Verbandspokal: Victoria Mennrath – RWE 0:1, RWE – FSV Vohwinkel 2:0, SSVg Velbert – RWE 1:2, Union Nettetal – RWE 0:3

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