Der Winter kann kommen - sagen die Entsorgungsbetriebe Essen

Plötzlich Schnee im Berufsverkehr: Für Autofahrer wie Fußgänger ärgerlich und riskant, für die EBE immer am schwierigsten zu bewältigen.
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Es gibt den kalendarischen Winteranfang (21. Dezember), den meteorologischen (1. Dezember) und den der Entsorgungsbetriebe Essen (EBE), denn die läuten schon zum 1. November die Winterdienst-Saison ein.

Bis Mitte April heißt es nun, wann immer nötig die großen Durchgangsstraßen und Bahn-/Buslinien von Schnee und Glatteis zu befreien. Mitarbeiter, Maschinenpark, moderne Software, Schneeschilde, Salz und Sole – alles steht bereit, so Bettina Hellenkamp als Sprecherin der EBE. Den Winterdienst setze man nach den Vorgaben und im Auftrag der Stadt Essen mit einem bestimmten Fuhrpark um.

Rund ein Drittel der Fahrbahnen betreut

Rund ein Drittel der Essener Straßen werden von der EBE geräumt und gestreut: „Die großen Straßen der Klasse A genießen 24-Stunden-Bereitschaft, ansonsten ist Streuzeit zwischen 6 und 22 Uhr.“
Im gesamten Rest des Stadtgebietes obliegt es den Anwohnern, für Winterdienst zu sorgen - indem sie selber zu Besen und Schneeschippe greifen bzw. einen privaten Dienst beauftragen. Dafür zahlen sie auch keine Winterdienst-Gebühren an die Stadt.
Welche Straßen zum Winterdienstverzeichnis der EBE gehören, ist hier nachzulesen:
http://www.ebe-essen.de/ueber-uns/download/strasenreinigung/
(Obwohl hier Straße nur mit einfachem s geschrieben wird, kommt man im Internet ans Ziel.)

Rechtzeitig bevor es ernst wird bemüht sich Bettina Hellenkamp um Verständnis für Probleme, die früher oder später auftreten werden - wie in jedem Winter: "Fällt Schnee erst im Berufsverkehr oder kurz davor oder gar ohne Voraussage, erschwert die Fahrzeugdichte auf den Essener Straßen das Räumen und Streuen enorm. Dann kann eine Runde mit dem Streufahrzeug schon mal doppelt oder gar dreimal so lange dauern wie sonst.“

Fahrer geschult, Fahrzeuge gecheckt

Uli Baur, Stefan Ebert und Helmut Metzler haben sämtliche Fahrer geschult, die Fahrzeuge sind gecheckt, die Lager mit Salz und Sole gefüllt, der Bereitschaftsplan bis April 2014 steht. Der ist eine Essener Besonderheit. Wenn Streualarm ausgerufen wird, stehen im Gegensatz zu den meisten anderen Städten immer die rund 30 Leute fest, die umgehend Winterdienst fahren.
Mit „Autologic“, dem elektronischen Routenführungssystem, haben die Fahrer letzten Winter sehr gute Erfahrungen gemacht, berichtet man bei der EBE. Die Streurouten selbst sind unverändert, lediglich neue Baustellen sind zu beachten.

Zu den Verhaltensweisen, mit denen Anwohner dem Winterdienst und sich selbst das Leben leichter machen können, gehört: Parken Sie so, dass Busse, Müll- und Streufahrzeuge und Rettungswagen gut durchkommen.

Fuhrpark und Vorrat

22 Fahrzeuge (15 große Streufahrzeuge, 7 Flitzer), alle mit Kunststoffschilden gehören zum Fuhrpark. 1.177 Fahrtkilometer machen allein die A-Pläne aus, das sind mehr als die reine Strecke, da z.B. breite Straßen doppelt zu streuen sind.
Die Standard-Streu-Geschwindigkeit beträgt 30 km/h, damit Streumittel breit verteilt werden. Die EBE streut mit Feuchtsalzgemisch aus 70 Prozent Trockensalz und 30 Prozent Sole. Der Vorrat in der Salzhalle an der Pferdebahnstraße umfasst 4.000 Tonnen, hinzu kommen weitere 1.850 Tonnen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet.
Und natürlich der Solevorrat zu Winterbeginn. Er umfasst an der Pferdebahnstraße 110.000 Liter und am Recyclinghof Werden nochmal 30.000 Liter.

Autor:

Lokalkompass Essen-Nord aus Essen-Nord

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