„Forderung“ des muslimischen Zentralrates mitten in der christlichen Karwoche

Bearbeitung aus Wikipedia-Abbildungen
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...in Zusammenhänge gestellt

Die „Bürgerreporterin“ Elke Aaldering aus Xanten – gewiss eine überzeugte Christin – hatte gerade ihre Hinterbliebenen-Anzeige im „Lokalkompass“ veröffentlicht, da platzte mitten in die Karwoche hinein eine muslimische „Forderung“: Der Zentralrat der Muslime in Deutschland „will“ die Einführung gesetzlicher Feiertage für Muslime in Deutschland. Zumindest zwei Tage sollen es sein. In der Presse fand sich dazu viel Aufregung.

Die FAZ fackelt nicht lange und bringt es kurz und bündig:

  • Islam in Deutschland
    Zentralrat der Muslime fordert gesetzliche Feiertage
    28.03.2013 • Einen im Fastenmonat Ramadan, einen in der Zeit des islamischen Opferfests - der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek fordert zwei gesetzliche Feiertage für Muslime in Deutschland.
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    Auch der FOCUS drückt es klar und deutlich aus:

  • Religion
    Zentralrat der Muslime will gesetzliche islamische Feiertage
    Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat sich für die Einführung gesetzlicher islamischer Feiertage ausgesprochen. Der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek schlug je einen Tag im Fastenmonat Ramadan und in der Zeit des islamischen Opferfestes vor.
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    Die ZEIT formulierte zurückhaltender:

  • ISLAM
    Zentralrat der Muslime wünscht gesetzliche Feiertage
    Ein Tag des Ramadan und des islamischen Opferfestes sollten Feiertage in Deutschland werden, fordert der Zentralrat der Muslime. Die Politik wehrt den Vorstoß ab.
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    Aber die FAZ interpretierte wie viele andere Medien auch:

  • Islam in Deutschland
    Zentralrat der Muslime fordert gesetzliche Feiertage
    28.03.2013 • Einen im Fastenmonat Ramadan, einen in der Zeit des islamischen Opferfests - der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek fordert zwei gesetzliche Feiertage für Muslime in Deutschland.
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    Die Leserbriefe in der FAZ offenbarten (wie übrigens die Reaktionen in vielen anderen Medien auch), dass die „Forderung“ des muslimischen Zentralrates wie eine „Bombe“ eingeschlagen war – und das ausgerechnet in der Karwoche, in der Woche mit dem höchsten christlichen Feiertag am Karfreitag.

    War das Vorgehen der Muslime instinktlos?

    Um abschätzen zu können, was die Aktion der Muslime und das Timing bedeuten mögen, muss man sich etwas mit der Geschichte des Christentums befassen. Die Weihnachtsfeiertage kann man sicherlich abhaken. Wohl die Mehrheit der Christen feiert diese Tage kaum bewusst als den Geburtstag ihres Heilandes Jesus Christus, sondern nutzt sie als mittlerweile konventionellen Anlass zu Geschenk- und Fressorgien. Als Jesus geboren wurde, kann niemand gewusst haben, wer und was dieser Mensch rund drei Jahrzehnte später sein und bedeuten würde. Erst später, als sich ein selbstgewähltes Schicksal erfüllte und sich eine dramatische Geschichte ergab, wurden zur Überhöhung der religiösen Heldengestalt mit morgenländischer Phantasie die Märchen um seine Geburt herum erfunden. Das förderte die Mission der Apostel, die durch Kleinasien streiften und zur Gewinnung von Anhängern ihren staunenden Zuhörern wundersame Geschichten erzählten.

    Die Reise des Heilands gen Himmel muss man aus gutem Grund auch nicht für bare Münze nehmen. Denn nach der „Auferstehung von den Toten“ mag der „Gekreuzigte“ eine Weile auf der Erde noch gewandelt sein, doch hatte er allen Grund, möglichst zu verduften, um nicht nochmals gefangen und gekreuzigt zu werden. Er „verschwand“ einfach. Der digitale Brockhaus weiß zu erklären: „Auferstehung Christi, die im Neuen Testament (Matthäus 28,9 ff; Lukas 24,13 ff; Römer 10,9; 1.Thessalonicher 4,14; 1.Korinther 15,4; Apostelgeschichte 1,22) bezeugte Wiederkehr Jesu Christi in das Leben am dritten Tag nach seinem Kreuzestod (Ostern); Inhalt der neutestamentlichen Verkündigung und grundlegende Aussage des christlichen Glaubens. Nach katholischer und evangelischer Anschauung steht ihre Wirklichkeit fest, doch wird sie in der gegenwärtigen Theologie unterschiedlich gedeutet.“

    „Zentral“ und wichtig mag die „Auferstehung“ durchaus sein. Doch „von den Toten“? – Die Römer mochten Jesus zwar für „tot“ gehalten und dessen Abnahme vom Kreuz genehmigt haben, doch ist nicht auszuschließen, das Jesus Christus nach der Tortur nur total weggetreten war. Er mag gelebt und „in den letzten Zügen“ gelegen haben, ohne jedoch verstorben zu sein. – Was machte man da, als man entdeckte, dass Jesus noch lebte? – Es den Römern melden, den Pharisäern, dem Hohepriester? – Oder schnell verstecken und erst mal die Klappe halten? – Also versteckte man Jesus, und zwar klugerweise dort, wo „Tote“ sich gewöhnlich aufhalten: In einem Grab.

    Ob Jesus nun nach drei Tagen schon wieder aufgepäppelt war oder erst später, ist unwichtig. „Drei“ macht sich gut im Morgenland, wie es auch heute noch heißt: „Aller guten Dinge sind drei!“ – Hauptsache, Jesus war „noch“, besser jedoch: „wieder“ da. Also „auferstanden“. Jeder, der wusste, dass Jesus gekreuzigt worden und „gestorben“ war, konnte nun an ein „Wunder“ (Gottes) glauben. Denn Jesus war zu sehen und zu hören und ließ bei seinem Temperament nicht davon ab, seine eigenen Wahrheiten zu verkünden. Dann aber mag ihm der Boden doch zu heiß geworden sein, weshalb er sich aus dem Staub machte. Seine Jünger erklärten einfach, er sei „zum Himmel aufgefahren“. Punkt. Wieder „nur“ ein „Wunder“, ein „Zeichen Gottes“, über das man nicht zu diskutieren brauchte.

    Der Kern des Christlichen

    Bleibt aber – wie gleich noch zu zitieren – der „Kreuzestod“ oder zumindest die Kreuzigung, die man nicht bestreiten muss. Sie ist Schlusspunkt eines Weges der Verkündigung der frohen Botschaften von einem Gott, der von alttestamentlichen Brachialmethoden Abstand nahm und jetzt Sanftmut, Nächstenliebe verlangte. Den weiter gültigen Zehn Geboten konnten jetzt vor allem die Verheißungen aus der „Bergpredigt“ beigesellt werden. Der Griff zum digitalen Brockhaus erbringt: „Bergpredigt, die im Matthäusevangelium nach einer älteren Quelle aus Sprüchen Jesu zusammengestellte Rede Jesu auf einem Berg (Matthäus 57). Kennzeichnend ist der sozialethische Gehalt (u.a. Verzicht auf Besitz, Gewalt) und die Schärfe der sittlichen Forderungen, die im Gebot der unbedingten Nächstenliebe münden.“

    In diesem Zusammenhang ist es nun wichtig, um die Bedeutung der „Karwoche“ zu wissen. Um allen Spekulationen, hier könnte vielleicht tendenziös berichtet werden, aus dem Weg zu gehen, erfolgt die Erklärung zur Karwoche und zu den Feiertagen als wortwörtliches Zitat aus dem digitalen Brockhaus:

    Karwoche,
    - [zu althochdeutsch chara »Wehklage«, »Trauer«] (Stille Woche), im Kirchenjahr die Woche vor Ostern, mit den Haupttagen Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag; im Mittelpunkt der Gottesdienste steht die Passionsgeschichte Jesu Christi.

    Palmsonntag,
    - (in den evangelischen Kirchen auch Palmarum), im Kirchenjahr der Sonntag vor Ostern und Beginn der Karwoche; benannt nach der Palmenprozession (mit am Palmstock getragenen, geweihten [Palmen-]Zweigen) als Nachvollzug des Einzugs Jesu in Jerusalem (Matthäus 21, 111); in den evangelischen Kirchen vielfach Konfirmationstag.

    Gründonnerstag,
    - [wohl von mittelhochdeutsch gronan »greinen, weinen«; vielleicht auch nach dem Brauch, an diesem Tag grünes Gemüse zu essen], der Donnerstag vor Ostern; nach 1. Korinther 11, 23 Tag des letzten Abendmahls Jesu.

    Karfreitag,
    - [zu althochdeutsch chara »Wehklage«, »Trauer«] (Stiller Freitag), der Freitag in der Karwoche; Tag der Kreuzigung Christi; seit dem 2. Jahrhundert als Tag der Buße (Fasten) nachweisbar; gilt in der evangelischen Tradition als höchster Feiertag; seit dem 2. Vatikanischen Konzil auch katholischer Feiertag.

    Karsamstag
    - [zu althochdeutsch chara »Wehklage«, »Trauer«] (Ostersonnabend), der Tag vor Ostern, Gedächtnistag der Grabesruhe Jesu. Am Abend Beginn der Feier der Osternacht; in den Ostkirchen feierliche Prozession mit dem Grabtuch Christi, danach Segnung von Brot und Wein für die Teilnehmer der Osterliturgie.

    OSTERN,
    - ältestes christliches Fest und Hauptfest des Kirchenjahrs; hervorgegangen aus der christlichen Umdeutung des jüdischen Passahfests; seit Mitte des 2.Jahrhunderts jährlich zum Gedächtnis des Todes und der Auferstehung Jesu Christi gefeiert. Seinen liturgischen Höhepunkt findet das Osterfest in der Feier der Osternacht, in den evangelischen Kirchen im Gottesdienst am Ostersonntag. Der Ostertermin wird in der orthodoxen Kirche nach dem julianischen, in den übrigen Kirchen nach dem gregorianischen Kalender berechnet (Osterdatum).
    Brauchtum: In den zahlreichen volkstümlichen (zumeist Frühlings-)Bräuchen leben häufig vorchristliche und magische Motive weiter, z.B. das Osterfeuer beziehungsweise Osterrad, das als heilkräftig geltende (vor Sonnenaufgang schweigend aus einem Bach geschöpfte) Osterwasser; Gebäcke und Gebildbrote mit Fruchtbarkeitssymbolen oder in Form des Osterlamms oder des Osterhasen (älteste Nachweise 1638 beziehungsweise 1682 aus dem Saar- und Neckargebiet) sind zum Teil noch üblich. Die Herkunft des Osterhasen wird verschieden gedeutet: missverstandenes Osterlammgebildbrot oder österliche Zinsabgabe in Verbindung mit dem Osterei; er wurde schließlich (zuerst am Oberrhein, im Elsass und in der Pfalz) zum österlichen Eierbringer (Kinderglauben). Zahlreiche Spiele knüpfen sich an das Osterei, das zurückgeht auf das mittelalterliche Zinsei und die Eierspende zu Ostern sowie auf die Fastenpraxis der älteren Kirche; erstmals für Deutschland erwähnt im 12. Jahrhundert, das Verstecken seit dem 17. Jahrhundert. Im katholischen Alpenraum sowie in der katholischen Lausitz (hier am Ostersonntag; zuletzt mehr als 1000 Reiter) hat sich das Osterreiten (als Flurumritt) erhalten.

    Soweit also das Zitieren aus unverdächtiger Quelle. Mitten in diese „Karwoche“ hinein platzte also der „Zentralrat der Muslime“ und „fordert gesetzliche Feiertage“ für die Muslime in der Bundesrepublik Deutschland. Da darf sich ein politisch auch nur mäßig engagierter Bundesbürger fragen: „Sind die durch den Wind?“ oder „Haben die noch alle Tassen im Schrank?“ – Jedenfalls sind die Zuschauer- und Leserreaktionen in dieser Richtung zu verorten. Geht man kühler an dieses Ereignis heran, stellt sich die Frage, ob das Timing des muslimischen Zentralrates nun Dummheit, Gedankenlosigkeit oder Absicht gewesen sein mag.

    Perfektes Timing für eine Provokation

    Vieles spricht für Absicht, für Provokation, für gewollten „Affront“. Es mag auch um ein „Ausloten“ gegangen sein, wie weit man gehen kann und wie „reif“ die Zeit sein mag für ein Vorbringen weiterer „Forderungen“. Die Moschee-Frage mit ihren Problemen hat sich ja weitgehend erledigt. Jetzt mag es darum gehen, für den Islam weiteres Terrain zu gewinnen. Wer eine derart eklatante „Forderung“ in einem Land mit alles anderem als islamischen Wurzeln erhebt, nämlich in einem Teil des „christlichen Abendlandes“, während Christen in islamischen Staaten verfolgt und sogar getötet werden, während in einem islamischen „Gottesstaat“ sogar nur der Besitz einer Bibel mit dem Tode bestraft werden kann, der kann nicht nur wissen, dass er provoziert, der muss das sogar wissen und deshalb einkalkuliert haben. Falls nicht: Dann ist er an Instinktlosigkeit, an Tollpatschigkeit und politischer Dummheit kaum zu übertreffen.

    Um zu verstehen, warum nun viele Bürger der Bundesrepublik Deutschland „auf die Palme“ gehen, muss man, wie viele Kritiker es jetzt tun, auch etwas in die Vergangenheit schauen. Man muss sich auch – selbst wenn die Erkenntnis etwas schmerzen sollte – vergegenwärtigen, was Christentum und Islam unterscheidet: Das Christentum wird nur „ausgewiesen“ als Zugehörigkeit zu einer christlichen Religionsgemeinschaft und je nach Gusto auch „praktiziert“; der Islam dagegen wird von den Muslimen „gelebt“. Der Koran ist der einzig gültige Wegweiser für die Gestaltung des täglichen Lebens eines Muslim oder einer Muslima, für das Verhalten gegenüber anderen Muslimen und auch gegenüber den „Ungläubigen“, die – und das steht wohl unbestreitbar fest! – von „guten“ und „echten“ Muslimen als Menschen geringerer Qualität angesehen werden. Ein Christ etwa ist nur ein „Kafir, [arabisch »Ungläubiger«], im Islam eine Bezeichnung für Nichtmuslim.“ Ein „Kafir“ kann schon per definitionem nicht „gleichwertig“ sein. Existiert keine bestimmte Vereinbarung zwischen Muslimen und Christen, etwa ein „dhimmi-Pakt“, ist ein Christ sogar Freiwild. (Hier ein Beispiel eines eifernden Muslim, das ja nicht aus der Luft gegriffen ist. Demnach stehen Muslime „über“ allen anderen Menschen anderer Religionszugehörigkeiten.) Für Muslime gibt es nur einen einzigen anzuerkennenden Herrscher in dieser Welt: Allah. – Nicht einmal demokratisch frei gewählte Regierungen und Staatschefs fühlen sie sich verpflichtet, passen sich allenfalls so weit an, dass sie nicht offenkundig gegen geltendes Recht verstoßen, also nicht etwa bei Rot über eine Kreuzung jagen. Im Prinzip jedoch ist alles Weltliche, das nicht durch den Koran oder die Scharia abgesegnet ist, für sie „des Teufels“.

    Die Scharia (auch: Sharia) ist das islamische Gesetzeswerk. Es hat eher mündlichen Charakter und ist deshalb schwer zu erklären. Sie kann bei einer Staatsverfassung und deren Gesetze als Grundlage dienen (in islamischen Ländern). Die Sharia setzt sich zusammen aus Koran, Sunna, aus der übereinstehenden Meinung aller Gelehrten sowie aus Analogieschlüssen. Da summiert sich alles, was mit Islam, Gesellschaftsleben und Regeln für das tägliche Leben zu tun hat. Die Sharia kann nur durchgesetzt werden, wenn die jeweilige Landesverfassung das erlaubt. Maßgeblich ist eine jeweilige „Fatwa“; das ist nur ein arabisches Wort für ein islamisches Rechtsgutachten. Dieses erstellt ein Gelehrter als Antwort auf Fragen oder Umstände.

    Offenes und verstecktes Unterwandern

    So gab es für die „Muslimische Demokratische Union“ (MDU) eine FATWA, die im Grunde erläuterte, in welcher Weise Muslime „Kreide fressen“ müssen, um in der Bundesrepublik Deutschland am politischen Leben etwa in Parlamenten teilnehmen und die Politik im Sinne des Islam beeinflussen zu können. Die MDU mit ihrer Zentrale in Niedersachsen geriet ins Visier der dortigen Verfassungsschützer. Sie dehnt sich in der Bundesrepublik Deutschland weiter aus; auch im Ruhrgebiet. Propaganda für die MDU, die über zahlreiche Beiträge – ganz im Sinne muslimischen Anspruchsdenkens – in den Lokalkompass geschmuggelt worden war, wurde inzwischen durch Löschung der Beiträge getilgt.

    Angesichts der neuen und wohl wirklich provokativen Forderungen kommen bei vielen Bürgern auch Erinnerungen hoch. Kolportiert wird ja Vieles, so etwa auch hier. Man findet zudem durch zahlreiche Belege Erhärtetes: Vural Öger, Deutsch-Türke, Inhaber von Öger-Tours, SPD, erklärte bei einem Essen mit seinen türkischen Freunden gegenüber der größten türkischen Zeitung “Hürriyet”:
    „Im Jahr 2100 wird es in Deutschland 35 Millionen Türken geben. Die Einwohnerzahl der Deutschen wird dann bei ungefähr 20 Millionen liegen. Das, was Kamuni Sultan Süleyman mit der Belagerung Wiens 1529 begonnen hat, werden wir über die Einwohner, mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen, verwirklichen.“ (Quelle u.a.: Abendblatt.de.) Für die „Grüne“ Claudia Roth soll – angeblich laut SPIEGEL-TV – die Türkei sogar eine „zweite Heimat“ sein; um diese prominente Politikerin herum gibt es im Netz viel Buntes. Gibt man sich im Web viel Mühe, es völlig auf den Kopf zu stellen und auszuschütteln, kommt dabei vor allem heraus, dass wirklich gläubige Muslime in sämtlichen Schattierungen ihrer Glaubenspraxis stets wissen, was sie wollen, und dass Christen sowie Nichtchristen in der so genannten westlichen Welt dagegen die reinsten Waschlappen sind. Ihnen geht es im übermütigen Kapitalismus hauptsächlich nur noch um Geld, Gut und Statussymbole, um Anerkennung durch Besitz – selbst wenn es nur iPhones sind – sowie um Konsum, der sogar bis ins Privatleben hinein von einer „Freizeitindustrie“ beherrscht wird. Der Wert religiöser Bindung, des „Christseins“ lässt sich leicht an den vielen leeren Kirchen ablesen, in denen bemühte Seelenhirten vor kleinen Scharen Unerschütterlicher zelebrieren und predigen. „Gute“ Muslime dagegen schleppen ihren Gebetsteppich mit sich und breiten ihn, wo sie auch sind, mehrmals am Tag aus, um sich gen Mekka zu Boden zu werfen und Allah gefällig zu sein. In Schulen gab es deshalb schon Zoff, weil Muslime sogar eigene Gebetsräume forderten und zum Teil damit durchkamen.

    Natürlich gibt es auch im „christlichen Abendland“ unerschütterliche Bastionen des christlichen Glaubens, auch intolerante fanatische Gruppen, die „katholischer als der Papst“ sein wollen. Doch breiten sie sich nicht besonders erkennbar in der Welt weiter aus, fassen speziell in muslimischen Ländern keinen Fuß. Von Bedeutung sind eher die „Evangelikalen“, die etwa in den USA auf rund 35 Millionen Anhänger geschätzt werden. Sie kämpfen zum Beispiel vehement gegen Abtreibungen und halten sich klar an die Schöpfungsgeschichte in der Bibel, wonach die Welt von Gott tatsächlich in exakt sieben Tagen erschaffen wurde. Zu den prominenten Evangelikalen zählt der Säufer George W. Bush, Ex-Präsident der USA, der sich als vom Alkohol „durch Jesus gerettet“ ausgab, aber dennoch weiter soff. Viel Überzeugendes, vor allem „leuchtende Beispiele“, haben die Christen gegenwärtig nicht zu bieten. Hoffnung macht zurzeit allenfalls der neue Papst Franziskus, der die Weltöffentlichkeit bei verschiedenen Auftritten, die ein Herr Ratzinger wohl als unter seiner Würde erachtet hätte, sehr eindrücklich überraschte.

    Erbärmliches Bild des „Westens“

    Insgesamt bietet die christliche Welt mit ihrer Kriegslust und den „Kreuzzügen“ gegen den „Terrorismus“ ein erbärmliches Bild. Da können Muslime, die sich bereits an der „Dreifaltigkeit Gottes“ stören, nur den Kopf schütteln. Sie erkennen aber auch das Potential, dass sich ihnen zur Unterwanderung dieser verlotterten Gesellschaft bietet. Chancen für eine letztendliche „Islamisierung Europas“ sind durchaus gegeben. Man darf wohl davon ausgehen, dass „führende Köpfe“ im Islam über sehr lange Zeiträume voraus denken. Der Islam ist für Muslime ein Stück aus der Ewigkeit Allahs und kaum verhandelbar, wogegen die westlichen Demokratien in Wahlperioden denken und einzelne Abgeordnete erst einmal auch sehen müssen, wie sie ihre eigenen Schäfchen ins Trockene kriegen können. Wie sehr sich Volksvertreter an „Aufträge des Wählers“ halten, ist gegenwärtig allerorten gut zu erkennen. Und wie respektlos viele muslimische Vertreter vorgehen, hat man vielleicht schon in zahlreichen Talkshows erlebt, wenn Muslime ihren Gesprächspartnern ständig ins Wort fallen, ihnen über den Mund fahren und sie mit Standardgerede platt machen wollen. Auffällig ist auch, mit welcher Verve Muslime etwa bei Demonstrationen „diskutieren“ und auf „Ungläubige“ losgehen, wenn es eben nicht um den Glauben an sich, sondern um das Zusammenleben mit „Ungläubigen“ geht. Dann kann man wirklich das Gefühl haben, dass ein „Kafir“ von Muslimen nur als Mensch zweiter Klasse betrachtet wird. – Beweise dafür? – In Massen und an dieser Stelle nicht nötig.

    Bei einem solchen Gesamtbild und den vielen Irritationen, Zweifeln, Unsicherheiten und vielfältigen Formen von Gleichgültigkeit in der „christlichen“ Welt, ja bei den vielen offenkundigen Verstößen ausgewiesener Christen gegen „christliche Grundsätze“ dürfte es den Muslimen leichtfallen, die Christen überhaupt nicht ernst zu nehmen. Sich deren Regeln und Ordnungen als deren „Leitkultur“ auch noch zu unterwerfen oder zumindest anzupassen, mag zu inneren Haltungen von Abneigung und gar Verachtung führen. Hat eine solche Haltung – wenn vielleicht auch nur unterschwellig wirksam – zu dem jetzigen Vorstoß des Zentralrates der Muslime geführt? Hat der Zentralrat für sein Ansinnen vielleicht gar bewusst die Karwoche gewählt, um es den Christen „zu zeigen“?

    Dass die westliche Welt einen guten Boden für Missionierungen abgeben mag, ist ersichtlich. Speziell junge und nicht selten durch anhaltende Arbeitslosigkeit aus der Bahn geworfene Menschen versuchen oft, aus ihrer indifferenten Haltung zur Religion zu entkommen, versuchen „Spiritualität“ zu entdecken und suchen Halt bei Sekten und eben auch beim Islam. Da sind auffällige Beispiele bekannt, wie sie bei ihrer Hinwendung zum Islam gleich an fundamentalistische Gruppen geraten und regelrecht „rekrutiert“ werden können, das Gehirn gewaschen bekommen und eine Ausbildung zu „Kämpfern“ erfahren. Von christlichen Gruppen ist nicht bekannt, dass sie auch zum Kampf mit Kalaschnikows und zum Morden mit Sprengstoffen ausbilden, bis hin zum gottgefälligen Selbstmord per Explosivgürtel, wobei eine zufällige Anzahl anderer Menschen mit in den Tod gerissen wird. Von Muslimen ist dagegen oft in den Tagesnachrichten zu erfahren, dass sie auch gegeneinander mit tödlicher Gewalt vorgehen, wenn etwa die Schiiten den Sunniten nicht passen oder umgekehrt. Nordirland lässt sich als entkräftendes Gegenargument nicht anführen. Die IRA hat zwar auch in England gebombt, jedoch nicht um Großbritannien zu erobern oder etwa einer Religion zu unterwerfen, wie es etwa hinsichtlich Islam in großen Teilen von Marseille und an anderen Orten in Frankreich zu beobachten ist.

    Drängt das alles, zumal es ja wahr ist, nicht den Verdacht auf, dass ein „clash of civilizations “, ein Kampf der Kulturen oder sogar ein „Religionskrieg“ längst seinen Anfang genommen hat? Der Islam muss nicht gleich ganze Länder in einem Rutsch erobern und der Scharia unterwerfen, es genügt, wenn er kleine Inseln einstreicht, kleine Enklaven bildet, von denen er sich ausbreitet wie Bakterien einer Brutschrank-Kultur. Zeit spielt dabei keine Rolle. Es mag ja sein, dass Sarrazin und Öger eines Tages als Propheten zitiert werden, die alles längst vorausgesagt haben. Besonders Sarrazin, weil er vor einer Eroberung mittels „Fertilität“ gewarnt hat, die von Öger als „Instrument“ gepriesen wurde.

    An eine reine Zufälligkeit, mit der die Forderung des Zentralrates der Muslime ausgerechnet in der Karwoche platziert wurde, ist nur sehr schwer zu glauben.
    Und:
    Die Muslime stehen auch schon wieder „vor Wien“. Die PRESSE.com berichtet:
    „Muslime wollen gesetzliche Feiertage in Österreich
    28.03.2013 | 16:25 | (DiePresse.com)
    Nach den deutschen Muslimen, fordern auch die österreichischen Muslime die gesetzliche Verankerung von zwei Feiertagen, ähnlich des Karfreitags für evangelische Gläubige.“
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    ©2013 by Manfred L. Schuermann – Essen an der Ruhr
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    Der Beitrag wird noch weiter überarbeitet/ergänzt, ist noch nicht in seiner endgültigen Fassung.
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    Dokument-Download (PDF) in der Fassung v. 29.03.2013 / 22:00 Uhr.
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