Krayer VKJ-Familienzentrum freut sich über private Spende
Vorbild? Super Mario!

Thomas Mäteling bei der persönlichen Spendenübergabe an Tuana und Erzieherin Sabine Kellotat   Foto: VKJ
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Trotz Kurzarbeit zeigten die Mitarbeiter der Firma Drekopf Recyclingzentrum Essen im Mai, was sie für ein großes Herz für Kinder haben. Mitarbeiter Mario Wegener hatte zur Solidarität mit den systemrelevanten Erziehern aufgerufen und in der Krise den Kindern des VKJ-Familienzentrums Kinderhaus SimSalaGrim mit seiner Spendensammlung in Höhe von 200 Euro eine riesige Freude gemacht. Doch ein großes Herz fehlte dabei: Das von Thomas Mäteling.

„Für Malsachen, Spiele, Spielzeug usw. haben wir 300 Euro von ihm bekommen“, berichtet Rosa Hermann, Leiterin des Krayer VKJ-Familienzentrums SimSalaGrim an der Grimbergstraße 30. „So eine rührende Spendenübergabe habe ich selten erlebt“, kommentiert sie, als Mäteling der kleinen Tuana seinen Umschlag überreicht. „Boah, ist das viel Geld“, sagt Tuana und zeigt stolz das Geldscheinbündel. Drei große grüne Scheine kommen zum Vorschein und eine Karte. „Die momentane Krise trifft uns alle, deshalb dürfen wir unsere Kleinen nicht vergessen“, sagt Thomas Mäteling. Er hat selbst zwei Enkelkinder und möchte helfen. „Man weiß ja, Gelder sind knapp“, ergänzt er. Es gäbe nichts Schöneres als ein Lächeln von den kleinen Mäusen, schreibt er in seiner Karte. Und so war ihm eigentlich das strahlende Lächeln von der kleinen Tuana Dank genug.

Corona-Krise trifft alle

Aber so ist das nicht beim VKJ, Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten Ruhrgebiet e.V. Tuana überreichte ihm nicht nur einen Blumenstrauß, sondern auch ein selbstgestaltetes Frühstücksbrettchen. Und das, obwohl Mäteling eigentlich gar nicht in die KiTa kommen wollte. Ein Vorbild habe er sich an der Spendenaktion des Kollegen Wegener genommen und wollte dem eigentlich seinen Umschlag mitgeben. Doch für Super Mario mit den super Ideen war das keine Option. „Die Pause haben wir heute mal sinnvoll genutzt“, lacht er und freut sich, dass Kollege Mäteling in so strahlende Kinderaugen blicken konnte. „Wir wissen noch gar nicht, wie alles weitergeht“, sagt Rosa Hermann. Der Küchenbereich sei beim VKJ komplett über Spendengelder finanziert und die gingen gerade zurück. „Das verstehen wir, denn Unternehmen haben Umsatzrückgänge und Privatleute waren oder sind von Kurzarbeit betroffen. Das ist einfach eine Krise, die uns alle trifft. Deshalb ist es umso schöner, dass es noch Menschen wie Herrn Mäteling gibt, die unsere Arbeit und die Kinder mit Privatspenden unterstützen“, so die engagierte Erzieherin.

Autor:

Vera Luber aus Essen-Süd

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