Zwei junge Künstlerinnen stellen ihre Lochkameras selber her

Dorota Walentynowicz Arbeit aus der Serie "Of the Blind Spots" aus dem Jahre 2011 ist ebenfalls im Museum Folkwang zu sehen. | Foto: Dorota Walentynowicz
  • Dorota Walentynowicz Arbeit aus der Serie "Of the Blind Spots" aus dem Jahre 2011 ist ebenfalls im Museum Folkwang zu sehen.
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Das Museum Folkwang zeigt bis 11. März fotografische Arbeiten der Künstlerinnen Dorota Walentynowicz und Nanna Krogh Lauritsen. Die Ausstellung "Outside in – Inside out" eröffnet in diesem Jahr die Reihe6 ½ Wochen, die sich als junges Format etabliert hat und 2018 mit sechs Ausgaben fortgesetzt wird

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Dorota Walentynowicz und Nanna Krogh Lauritsen durchkreuzen das Paradigma, nach welchem Fotografien genau das abbilden, was sich der Kamera in den Weg stellt. Sie stellen ihre eigenen Lochkameras her und ergründen mit ihren Arbeiten die gegensätzlichen Pole fotografischer Außen- und Innenwelten, erläutern die Organisatoren der Ausstellung.
Die Präsentation im Museum Folkwang zeigt 20 Werke der Künstlerinnen bei freiem Eintritt im zentralen Foyer-Ausstellungsraum.

Dorota Walentynowicz baut ihre Lochkameras aus Materialien wie Karton und Holz, die Licht von verschiedenen Seiten eintreten lassen. Die zum Teil überlebensgroßen Kameras fangen Bewegungen in oftmals dunklen Räumen mit unterschiedlichen sich bewegenden Lichtquellen ein und speichern sie auf einem gefalteten Negativ. Auf den Abzügen zeichnen sich die Knickspuren deutlich ab und konkurrieren so mit dem eigentlichen Bild der Außenwelt.
Nanna Krogh Lauritsen nähert sich ihrer Motivwelt ebenfalls mit selbst gestalteten Kameras: Einerseits sind es Holzkästen mit mehreren Öffnungen, die nach der Entwicklung der Direktpositivpapiere kein Abbild, sondern Kreise unterschiedlicher Helligkeit in Konstellation von Sternbildern zeigen. Andererseits ist es das Fotopapier selbst, das gefaltet als Kamera und zugleich Bildträger funktioniert.

Dorota Walentynowicz (*1977 Danzig, Polen) studierte an der University of Arts in Posen sowie der Royal Academy of Art in Den Haag. Nanna Krogh Lauritsen (*1984 Holstebro, Dänemark) studierte Fotografie in Kopenhagen, Glasgow, Göteborg und Leicester.

Das Format 6 ½ Wochen basiert auf kurzfristiger Planung und stellt sechs Mal im Jahr für 45 Tage Arbeiten und Positionen junger Künstlerinnen und Künstler vor.
Fr, 26. Januar, 18.30 Uhr, Artist-Talk: Kuratorin Franziska Kunze im Gespräch mit Dorota Walentynowicz und Nanna Krogh Lauritsen. Anschließend findet eine Konzert-Performance mit Dorota und Małgorzata Walentynowicz statt. Der Eintritt ist frei.

Autor:

Lokalkompass Essen-Süd aus Essen-Süd

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