Marcel Maltritz: „Der FC Bayern war unterirdisch schlecht”

Marcel Maltritz in "seinem" Stadion des VfL Bochum.
  • Marcel Maltritz in "seinem" Stadion des VfL Bochum.
  • Foto: Andreas Molatta
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Natürlich war Marcel Maltritz (41) am vergangenen Dienstag im Stadion des VfL Bochum. Das Heimspiel im DFB-Pokal gegen den großen FC Bayern München wollte sich der langjährige VfL-Spieler nicht entgehen lassen. So groß war der Deutsche Rekordmeister dann aber gar nicht, wie der prominente Steilpass-Tipper rückblickend erzählt. Mit der Steilpass-Redaktion sprach der 41-Jährige vor dem nächsten Bundesliga-Spieltag über das, was der VfL Bochum jetzt machen muss und wie er die vermeintlich schwierige Lage des FC Bayern sieht.

„Es war wie fast immer, wenn es gegen den FC Bayern geht: Der VfL liefert ein gutes Spiel ab, steht am Ende aber mit leeren Händen da”, begann Marcel Maltritz im Gespräch mit dem Steilpass seine zunächst nüchterne Analyse. Doch der 41-Jährige schob auch sofort hinter: „Dass die Bochumer so sehr und so lange dagegen halten konnten, war dann doch überraschend - der Ausgang war dann natürlich schade.”

Marcel Maltritz: „Der VfL Bochum hat sehr viel richtig gemacht”

Kein Wunder, schossen die Gäste doch erst in der 89. Spielminute den 2:1-Siegtreffer, nachdem sie sogar bis sechs Minuten zuvor sogar noch 0:1 zurücklagen. „Der FC Bayern war unterirdisch schlecht”, blickt Maltritz knallhart zurück. „Der VfL hat aber auch einfach sehr viel richtig gemacht.”

Derzeit haben Beobachter (mal wieder) das Gefühl, dass der vermeintlich große Branchenprimus gar nicht mehr so groß ist. Zumindest die souveränen Auftritte sind rar. Wie kann es da sein, dass ein abstiegsbedrohter Zweitligist dann solch eine Paroli bieten kann? „Ich bin mir sicher, dass der FC Bayern den VfL nicht unterschätzt hat. Aber vielleicht kam er dann doch nicht so recht mit der großen Laufbereitschaft und Aggressivität des Gegners zurecht”, mutmaßt Maltritz.

Marcel Maltritz: „Der VfL Bochum muss gegen Nürnberg genauso stark spielen”

Kann der VfL denn nun dieselben Eigenschaften im grauen Liga-Alltag genauso anwenden? Am Montag (4. November) empfangen die Bochumer, die auf dem Relegationsplatz 16 stehen, den Tabellenachten und Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg. „Sie können nicht, sie müssen”, betont Maltritz, ohne lange zu zögern. „Ohne diese Power und Laufbereitschaft geht es sonst nicht in der Liga. Das sind Voraussetzungen für den Erhalt der Liga.”

Ein Kraftproblem kann es laut dem 41-Jährigen sowieso nicht geben. „Die Nürnberger waren ebenfalls im Pokal vertreten.” Noch dazu musste der FCN ebenfalls eine Niederlage hinnehmen. Beim abstiegsbedrohten Drittligisten und finanziell arg gebeutelten 1. FC Kaiserslautern setzte es eine Pleite nach Elfmeterschießen.

Geht es nach Maltritz, ist das Heimspiel des VfL gegen den „Club” daher auch „ungemein wichtig. Es wird Zeit für den ersten Heimsieg in dieser Saison.”

Der FC Bayern München hat laut Marcel Maltritz maximal eine Mini-Krise

Einen Heimsieg will der FC Bayern verhindern. Der Tabellenzweite der Bundesliga tritt schließlich bei Eintracht Frankfurt an. Unabhängig davon rumort es beim Klub an der Säbener Straße. „Aus der Ferne ist es schwierig zu beurteilen”, sagt Maltritz, warum es schon vor dem Auftritt im DFB-Pokal so viel Unruhe gab.

„Meiner Meinung nach hat der FC Bayern keine große Krise. Er ist in allen drei Wettbewerben gut bis sehr gut vertreten. Wenn überhaupt ist es also nur eine Mini-Krise", so der ehemalige Abwehrspieler. Spannend sei die Situation aber allemal. „Die Liga ist eng beieinander und der FC Bayern muss zwei schwere Verletzungen von Innenverteidigern hinnehmen.”

Der FC Bayern München wird laut Marcel Maltritz mit Niko Kovac besser werden

Klar ist aber, dass der dortige Anspruch nicht einfach nur der ist, Spiele zu gewinnen, sondern dabei auch zu überzeugen. „Natürlich. Da reicht auch die Vize-Meisterschaft nicht. Am liebsten sollen sie immer 3:0 oder 4:0 gewinnen. Das geht aber nicht immer”, so Maltritz gegenüber dem Steilpass. Zwar stünden im „Herbst nun entscheidende Spiele an. Aber ich bin mir sicher, dass es mit Niko Kovac besser und sowieso weitergehen wird.”

Woran er das unter anderem festmache? „Die Stimmung zeigt eindeutig, dass Unzufriedenheit herrscht. Das ist eine gute Voraussetzung, um Erfolg haben zu können.”

Autor:

Redaktion Steilpass aus Essen-Süd

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