Auszeichnungen für "Müllpolizei" und ökologischen Kinderspielplatz
VKJ punktet beim Essener Umweltpreis 2018

In Anwesenheit von Oberbürgermeister Thomas Kufen, Umweltdezernentin Simone Raskob, Bürgermeister Rolf Fliß und Mitarbeitern des Sponsors ista GmbH wurde der Essener Umweltpreis 2018 in der ista-Niederlassung im Gruga-Karree verliehen.  Foto: VKJ
  • In Anwesenheit von Oberbürgermeister Thomas Kufen, Umweltdezernentin Simone Raskob, Bürgermeister Rolf Fliß und Mitarbeitern des Sponsors ista GmbH wurde der Essener Umweltpreis 2018 in der ista-Niederlassung im Gruga-Karree verliehen. Foto: VKJ
  • hochgeladen von Vera Luber

Gleich zweimal konnten sich die Vertreter vom VKJ, Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten Ruhrgebiet e.V., bei der Verleihung des Essener Umweltpreises 2018 freuen: Der mit 2.000 Euro dotierte zweite Platz in der Kategorie "Kinder und Jugendliche" geht in diesem Jahr an das Projekt "Müllpolizisten" der VKJ-Kinderhäuser "Windvogel" in Stoppenberg und "FrechDachse" in Dellwig. Ebenfalls den zweiten Platz, allerdings in der Kategorie "Erwachsene" gewann der "Ökologische Spielplatz" der Allbau AG in den SüdOstHöfen im Essener Südostviertel, an dessen Planung und Konzeption das Team des benachbarten VKJ-Kinderhauses "Zauberstern" beteiligt war.

Mülltonnen in verschiedenen Farben - gelb, grau, braun und blau - "Wieso stehen die alle auf dem Kita-Gelände rum?", fragten sich die fünf- bis sechsjährigen "Erlebnisgarten"-Kinder, die in den VKJ-Kinderhäusern "Windvogel" und "FrechDachse" ihr eigenes Obst und Gemüse in Hochbeeten ziehen. Grund genug für Erlebnisgarten-Projektleiterin Melanie Stroisch, der Sache gemeinsam mit den Kindern nachzugehen. Die Idee zum VKJ-Projekt "Müllpolizisten" war geboren und die kleinen „Beamten“ wurden echte Profis in Sachen Mülltrennung, Müllvermeidung und Upcycling.
„Der Preis ist eine tolle Anerkennung“, freut sich Projektleiterin Melanie Stroisch. „Und natürlich machen wir weiter mit der Sensibilisierung der Menschen für die riesigen Müllberge, die wir alle tagtäglich produzieren. Dabei fangen wir bei den Kleinsten an, weil wir glauben und im Rahmen des Projektes auch erlebt haben, dass man gar nicht zu jung sein kann, um Müllpolizist zu werden. Die Kinder machen das großartig. Wenn wir alle mithelfen, dann schaffen wir das, verantwortungsbewusst und liebevoll mit unserer Erde umzugehen, damit sie auch für unsere Kinder und die nachfolgenden Generationen noch lebenswert ist." VKJ-Geschäftführerin Vera Luber ergänzt: Und genau deshalb soll das Projekt der 'Müllpolizisten' demnächst auch in allen 24 VKJ-Kinderhäusern in Essen und Mülheim an den Start gehen."

Umwelt-Sensibilisierung schon bei den Kleinsten

In der Kategorie "Erwachsene" wählte die Umweltpreis-Jury aus Vertretern von Verwaltung, Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG), Ehrenamtsagentur, Politik, Medien, Universität Duisburg-Essen und Sponsor ista GmbH den "Ökologischen Spielplatz" der Allbau AG auf den zweiten Platz.
Entstanden im Jahr der Grünen Hauptstadt Essen 2017 im Innenhof der Wohnsiedlung an der Kaisershofstraße steht das außergewöhnliche Spielareal sowohl den Anwohner-Kindern als auch den Mädchen und Jungen aus dem VKJ-Kinderhaus und -Familienzentrum "Zauberstern" zur Verfügung. "Wir haben uns sehr gefreut, dass wir als Allbau-Mieter in die Planungen des ökologischen Spielplatzes miteinbezogen wurden", sagt Zauberstern-Leiterin Jeanette Degner. "So konnten wir unsere Erfahrungen im Umgang mit Kindern mit einbringen. Was interessiert und fasziniert die Kinder, wo können sie spielerisch Naturzusammenhänge lernen?"
Zum Beispiel auf dem Karussell, mit dem die Kids selbst Strom erzeugen können, dessen Weg über Lichter in beweglichen Holzkästen nachverfolgt werden kann. Durch Bewegung selbst erzeugter Strom lässt außerdem Vogelstimmen erklingen und treibt eine Seifenblasenmaschine an. "Wir wollen Kindern auf diesem Spielplatz sowohl den Umgang mit natürlichen Materialien als auch ein technisches Verständnis für erneuerbare Energien und energetische Maßnahmen an Häusern vermitteln mit der besonderen Kombination von Spiel, Bewegung und Lernen", erläutert Dipl.-Ing. Wolfgang Telöken, Leiter der Grünflächen-Abteilung bei der Allbau AG.
Zum zwölften Mal in Folge hatte die Stadt den Essener Umweltpreis ausgelobt, diesmal in Kooperation mit dem Energiedienstleister ista GmbH, der als Sponsor insgesamt 10.000 Euro an Preisgeldern zur Verfügung gestellt hat.
„Essen - Grünes POTTenzial“ hieß die Devise, unter der vorbildliche Aktivitäten rund ums Thema Umweltschutz gesucht wurden. 25 Projekte hatten sich für den Essener Umweltpreis beworben, darunter sieben in der Kategorie Kinder und Jugendliche.

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