Alle in einem Boot - gibt es noch Hoffnung für Flüchtlingshilfe?

Mittlerweile ist das Kutel komplett abgerissen.
2Bilder
  • Mittlerweile ist das Kutel komplett abgerissen.
  • hochgeladen von Daniel Henschke

Nach dem letzten Treffen von „Werden hilft!“ mit Stadt Essen, einer Vertretung der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg und dem zukünftigen Betreiber der Erstaufnahmeeinrichtung am ehemaligen Kutel war die Stimmung in der Bürgerinitiative zunächst gedämpft.

Einziges verwertbares Ergebnis: die Einigung auf ein Gespräch in kleinem Kreis, in das man aber bei „Werden hilft!“ große Hoffnungen steckt. Nun steht ein Termin für ein erstes Gespräch in der geplanten kleinen Runde. Gemeinsam mit Peter Renzel, dem Sozialdezernenten der Stadt Essen, werden sich Vertreter der Werdener Flüchtlingshilfe am Freitag, 17. April, im Essener Rathaus treffen. Dort sollen die weitere Einbindung von „Werden hilft!“ und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit bezüglich der Erstaufnahmeeinrichtung in Fischlaken besprochen werden.

Steigende Zahlen

Die Zahl der Flüchtlinge steigt, auch in Essen. In den letzten drei Monaten hat sich die Situation weiter dramatisiert. Allein in Essen mussten in den ersten drei Monaten des Jahres 560 Flüchtlinge untergebracht werden. Deswegen ist Peter Renzel mit seinem Team fieberhaft auf Unterkunft-Suche für die Asylbewerber.
Für heute lädt die Ministerpräsidentin des Landes NRW Hannelore Kraft zu einem zweiten Flüchtlingsgipfel NRW in ihre Staatskanzlei ein. Auch dort wird Renzel präsent sein, fordert für Nordrhein-Westfalen: „Eine starke staatlich-kommunale Verantwortungsgemeinschaft, nicht nur auf dem Papier!“
Stress also, dennoch freut sich Peter Renzel auf das Gespräch mit den Werdenern: „Ich habe dieses Treffen vorgeschlagen und mit dem verantwortlichen Andreas Rudolph, Hauptdezernenten der Bezirksregierung Arnsberg, abgesprochen und terminiert. Er wird neben mir und dem vorläufigen Betreiber European Homecare dabei sein.“

Sachliche Zusammenarbeit

Die Zusage für eine sachliche und an den Möglichkeiten der Beteiligten orientierte Zusammenarbeit steht, aber eine solche sogenannte „Einrichtung neuen Typs“ mit der Aufgabe, Aufenthalt und Dauer des notwendigen Verfahrens so kurz wie möglich zu halten, gibt es in NRW noch nicht, daher gibt es auch keine schnelle Antworten auf berechtigte Fragen.
Peter Renzel möchte weiter mit „Werden hilft!“ zusammenarbeiten: „Ich freue mich auf unsere kleinere Runde und hoffe, dass wir zu gemeinsamen tragfähigen Absprachen im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten kommen - auch wenn die Beteiligten nicht allen Erwartungen und Wünschen gerecht werden können.“
Stefan Dohrmann vom Arbeitskreis Integration sagte dazu: „Wir wollen dort gemeinsam einen Haken an das Treffen in den Domstuben machen und nach vorne schauen.”
So sieht es auch Vereinsvorsitzender Andreas Brinck: „Nicht die schlechteste Herangehensweise. Denn wir sitzen alle in einem Boot!“

Mittlerweile ist das Kutel komplett abgerissen.
Sozialdezernent Peter Renzel.
Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

4 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.