Beherzter Einsatz rettet Weihnachtsmarkt
ALLBAU-Feuer lockt Menschen an

HoHoHo! Wasser von oben - kann doch den Nikolaus nicht abhalten, nach unten zu sausen - zum Altendorfer Weihnachtsmarkt. Julius Wermter jubelt: "Wir sind Altendorfer mit guter Stimmung!" | Foto: Gohl
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  • HoHoHo! Wasser von oben - kann doch den Nikolaus nicht abhalten, nach unten zu sausen - zum Altendorfer Weihnachtsmarkt. Julius Wermter jubelt: "Wir sind Altendorfer mit guter Stimmung!"
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Vom Himmel hoch schüttet es. Fällt der traditionelle Altendorfer Stadtteil-Weihnachtsmarkt ins Wasser? Heiße Allbau-Konferenz. Was tun? Die Erlösung fällt schnell. Drähte glühen. Nach der Nachricht von Annette Giesen, Allbau-Sozial-Managerin mit Dieter Remy, Kommunikationsleiter, plumpst allen ein schwerer Brocken vom Herzen. Warum? "Der Stadtteilweihnachtsmarkt wird in den Allbau Punkt Hüttmannstraße und in den YoungStar verlegt. Vor den Altendorfer Gebäuden werden Zelte aufgebaut. Um Gesundheit und Sicherheit der Gäste und Veranstalter zu gewährleisten,“ so Giesen. Grandios!
16 Uhr Ehrenzeller Markt. Von weitem ziehen Flammen Menschen an. Was ist da los? 16.10 Uhr: Eine Windhose fegt über das Feuer im Metall-Behälter. Hebt der ab? Nö. Denn von oben hält Petrus seine Pranke schützend über den Platz.

Giesen erleichtert: "Kinder wollen den Nikolaus heute sehen. Die Vorbereitungsgruppen haben sich sehr viel Mühe geben. Der VKJ stellt uns kurzerhand zwei Räume zur Verfügung angrenzent an unsere sechs Räume. Den Bürgersteig pflasteren wir mit Pavillons zu.“ In guter Hoffnung, dass beim Ordnungsamt Feierabend herrscht....
Festeröffnung von Klaus Persch, Bezirksbürgermeister – ohne Doris Eisenmenger, Stellvertreterin, die mit fiebriger Bronchitis im Bett liegt. Gute Besserung! „Zwar schade vom Wettergott,  dass die Feier nicht auf dem Platz stattfindet, aber der Veranstalter reagierte sehr gut mit einem indoor-Weihnachtsmarkt in kürzester Zeit“, lobt Persch.
Julius Wermter, Leiter und Garant von weihnachtlicher Live Musik und offenem Singen mit der der Altendorfer Jugend „The New Voice“ und einem Bläserensemble, greift zum Mikrofon. „Das ganze Jahr hatten wir heißes Wetter und nach Regen gelechzt. Jetzt haben wir ihn. Dank an das Organisationsteam, dass ihr das so schön hingekriegt habt.“ Applaus! „Egall was für ein Wetter. Wir lassen uns nicht entmutigen. Wir sind Altendorfer mit guter Stimmung! Wir lassen jährlich den Weihnachtsmarkt wachsen. Es geht um Tradition, Geschichte.“ „Regen ist sehr gut für die Haut“, ruft Giesen.
Gewimmel in den Räumen. Leuchtende Augen bei Ricarda Fischer, Amt für Stadterneuerung und Bodenmanagement. „Mit Regine Moock, Diakoniewerk, "Blickpunkt 101" und "Treffpunkt Altendorf" haben wir Informationen vom Stadtteil u. a. Beratungsangebote. Kolleginnen vom Diakoniewerk. Lieselotte Küster sowie Nicole Flecke weisen auf einen bunten Riesenkarton. „Aus alten Plakaten bastelten wir Geschenktüten."
Katharina Hoppen und Melisa Coloman, Perspektive, zeigen auf anziehendes Kunsthandwerk aus der Kreativ-Werkstatt. Herrlich süße Engelchen...“Die sind aus Nudeln: Flügel aus Farfalle, Körper aus Penne, Ärmchen aus Hörnchennudeln, Haare aus Sternchennudeln.“ Zum Futtern zu schade. 10 Cent! Begeisterung bei Anwohnerin Svenja.
Stolz zeigt Mariola Abramek ihre „Schnäppchen“ von der Perspektive: Tannenbaum-Laubsägearbeit mit Lichterkette, bemalte Recycle-Dosen. „Wunderbares.“
Donnerwetter! Bei allen Wettern fehlt nie Karin Hartmann, „Alianza“. Verlass ist stets auf die ausgefallen schöne fair gehandelte Ware. Die Wahl der Qual fällt  schwer.

„Kleiner Markt“ und New Voice“ ziehen Interessierte an. Schönes, Auffallendes  gibt es für kleine Geld: Engelchen, Teelichter, Spruchschilder, selbstgemalte Wichtel. Gut gelaunt ist Alina Gutknecht mit ihrer „flotten Oma Gisela –  verweisen auf die Weihnachts-Tombola. „Jedes Los, ein Gewinn!“Annette Giesen ist glänzender Stimmung. „Das Allbau-Hausmeisterbüro wurde zum Tombola-Treffpunkt. Über 400 Gewinne warten. Null-Nieten."
Mein Schreibblock ist vom Regen durchweicht. Was passiert mit den herrlichen Dingen, die noch nicht verkauft wurden? Giesen gelassen: „Der Advent hat ja gerade erst begonnen. Noch sind 17 Tage.“

Autor:

Ingrid Schattberg aus Essen-West

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