Unglaubliches in Essen-Frohnhausen
Garten kostenfrei zu übernehmen

Anstellen für freies Essen... | Foto: Schattberg
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Einsamkeit im größten Essener Stadtteil? Von wegen. Am 26. Mai, Tag der Nachbarn, erfährt der Stadtspiegel Unglaubliches. Ein wunderschöner Garten, seit 2014 mit viel Liebe beackert, wartet auf junge Leute zur kostenlosen Übergabe! Und noch viel mehr hören wir von den Gartengründern Ute Jonetat und Udo Seibert - Engel auf Erden. Zusammen mit dem begeisterten Student Till Umlauf hoffen sie und Milhelfer auf Verjüngung. Am 26. Mai luden Ute, Udo und Till alle Nachbarn zum Feiern, Essen, Pflanzen, Quatschen, Säubern, Kaffeetrinken, Kennenlernen im Garten an der Diergardt-/Lise-Meitner-Straße ein. Warum?

Ein Garten mit viel Herzblut
Hereinspaziert in den unverschlossenen Garten! Ein Platz für jedermann, der Rücksicht auf das Umfeld nimmt. Gartengründer mit heißem Herzen sind Ute Jonetat, Udo Seibert- sowie Gönül und Frank Bäumel. 
Rückblickend: "Es war es nicht so leicht, die Parzelle zu beackern. 2013 begannen wir mit der Planung. Denn Grün und Gruga mussten Ja-sagen. Vorher war die Fläche ein Kinderspielplatz, den die Stadt aufgeben wollte, aber als Grünfläche bleiben sollte.“ Ute Jonetat und Udo Seibert schlugen einen Nachbarschaftsgarten vor. 2014 wurde die Idee von der BV III genehmigt. Stopp! Antwort von Grün und Gruga: „Erst Bodenprobe.“ Ergebnis: Sehr schlecht. Viel Bauschutt. Doch die „Garten-Macher“ blieben hartnäckig. 2022 kam neuer Boden, der auf die Beete verteilt wurde. Es funktionierte, wurde immer besser. Abfälle wurden kompostiert, im Boden eingebracht. Mittlerweile wuseln MitarbeiterInnen, Helfer heftig in der Erde rum.

Am 23. Mai, Tag der Nachbarschaft, hört der Stadtspiegel von Veränderungen... 
Alle warten auf Ute Jonetat. Hurra! Bepackt mit Taschen. Mit Gebackenem. in den Garten; Gartenhelferin Homeyra verwöhnt die Besucher mit persischem Gericht ´Adas Polo`. Jubel bei Jonetat. „Tag der Nachbarschaft“ wird auf der ganzen Welt gefeiert. Es ist auch eine gute Möglichkeit, den Nachbarschaftsgarten vorzustellen. Ich habe die Hoffnung, dass jetzt junge Leute sich interessieren, ihn zu übernehmen. Wir haben Werkzeuge, Wassertank, Geräteschuppen, alle Beete sind vorbereitet. Es kann mitten im Stadtteil gegärtnert werden. Diese kleine grüne Oase lädt wirklich zum gemütlichen Beisammensein ein.“

Student Till Umlauf ist begeistert
Der 27-jährige Student, Lehramt für Biologie, buddelt begeistert im Frohnhauser Garten bereits seit zwei Jahren. „Hier ist jeder eingeladen, auch junge Menschen, Jugendliche sind willkommen, mit eigenen Ideen, den Garten zu gestalten.“
Ute Jonetat ergänzt: „Geplant sind Hochbeete anzuschaffen, weil einige Helfer sich nicht mehr gut bücken können. Dabei unterstützt uns die „Ideenbörse“ der Stadt Essen.“
Garten-Interesse? Willkommen, immer mittwochs, ab 15 Uhr. Mit Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen. Ein kleines Paradies in Essen-Frohnhausen…

Autor:

Ingrid Schattberg aus Essen-West

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