"Die außergewöhnliche Wohlfühl-Oase wertet Frohnhausen stark auf"
Bärendelle-Schlösschen fast fertig

Die Bärendelle - vom Feinsten
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Wahnsinn was mit der denkmalgeschützten Hauptschule Bärendelle passierte. Seit 2011 leer, „Heuschrecken“ gab es, doch das Gebäude-„Innenleben“ ließ sie erstarren. Wende 2015 mit Macher Reinhard Fleurkens, Management Cepheus, Vorstand der Stiftung Mein Wohnen – als er Stadt, Presse seine Pläne, Fakten aufzählte. „Wir rechnen mit 15 Monaten Bauzeit. Fertigstellung 2016. Es gibt aber immer Überraschungen…“

Wie wahr. Viele Abwicklungen waren schwerer als erwartet. Aber Fleurkens ist kein Schwätzer sondern ein Schaffender! Baukosten für das Bärendelle-Wohn-Schlösschen mit Park, Spiel-, Bolzplatz? „Voraussichtlich sieben Mio. Euro“, so Fleurkens. Mit ca. 51 Wohnungen unterschiedlicher Größen auf 3600 qm Wohnfläche. Sahnehäubchen: Größere Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Gebäudes mit 500 Quadratmetern für soziale oder kulturelle Zwecke werden kostenfrei hergerichtet. Betriebs- und Nebenkosten zahlt der Nutzer. Allerdings muss die tatsächliche Nutzung dieser Flächen mit der vorgesehenen Wohnnutzung verträglich sein.

„Die Bärendelle-Schokoladenseite bekommt innenliegende Loggien. Dafür werden Fenster rausgenommen“, versprach Fleurkens. Eine Art Balustrade lockt mit Luft, Sonne, Balkone auf Stelzen, Stahlträgern an der Hinterfront. Zwei Fahrstühle verbinden die verschiedenen Geschosse.“ Mietpreis? „Wir machen keine Luxuswohnungen, 6.50 – 8-00 Euro/Quadratmeter.“
Und Parkplätze? An alles dachte Fleurkens. 60 Stellplätze mit Überdachung, quasi tiefer gelegt.

"Die Bärendelle ist eine Riesenkiste"
„In einer Delle, passend zur Bärendelle“, reimte 2015 Hans-Jürgen Best, Stadtdirektor, jetzt im Ruhestand. Er bestätigte: „Die Bärendelle ist eine Riesenkiste. Aus Sicht von 51 Kunden ist viel zu überdenken.“ Der neue Hausherr führte damals an: „Brandschutz ist ein Riesenthema! Denkmalschutz! Auch technische Dinge. Eine große Herausforderung sind die unterschiedlichen Decken aus Beton, Holz, Stahl.“

Hurra - geschafft! Fast 
Zum Ist-Zustand - in der Corona-Krise - so Fleurkens zum Stadtspiegel: „Wir bauen derzeit fleißig (soweit es die Rahmenbedingungen zulassen) aus - sehen der Fertigstellung des Projektes Bärendelle entgegen. Die aktuelle außergewöhnliche Situation bedingt möglicherweise eine zeitliche Verzögerung, weil nicht absehbar ist, inwieweit Baumaterialien zeitgerecht auf die Baustelle kommen; ausführende Unternehmen möglicherweise in ihrer Arbeit eingeschränkt werden oder auch sich selbst einschränken. Eine Fertigstellung im III. Quartal erscheint derzeit aber noch realistisch.“
Jutta Pentoch, Ratsfrau: „Mit der Stiftung „Mein Wohnen“ fand die ehemalige Hauptschule einen Investor, der das denkmalgeschützte Gebäude mit neuem Leben gefüllt hat. Neben den ca. 50 Wohnungen wurden auch ca. 500 Quadratmeter des Gebäudes für eine sozio-kulturelle Nutzung bereitgestellt. Gerade im Essener Westen gibt es derzeit kein entsprechendes Raumangebot für Kunstschaffende. Ich sehe das als große Chance für Frohnhausen und bin zuversichtlich, dass diese Chance zur Zufriedenheit aller umgesetzt wird. Im Übrigen habe ich mich für die Finanzierung (Neben- und Unterhaltungskosten) als Kulturpolitikerin in der Weise eingesetzt, dass im Doppelhaushalt 2020/2021 30 T € für den kulturellen Bereich festgelegt sind. Ich bin gespannt und freue mich auf die Einweihung ‚unserer Bärendelle‘.“
Klaus Persch, Bezirksbürgermeister:
„Es ist natürlich erfreulich zu hören, dass die Baustelle Bärendelle sich dem Ende nähert. Von außen sieht alles ganz gut aus. Jetzt bleibt abzuwarten was mit dem Sozial-Kulturellem Centrum geschieht. Ich geh‘ davon aus, dass der ASB zum Zuge kommt, was ich sehr begrüßen würde. Auch der Bau des Kindergartens liegt wohl im Zeitplan.Das ist gut, denn Kitaplätze werden im Essener Westen reichlich gebraucht.“
Arndt Sauer, Leiter Mehrgenerationenhaus: „Mit dem Sonnenlicht sieht die Bärendelle fantastisch aus. Es freut mich am meisten, dass das außergewöhnliche Bauprojekt und die Parkanlage so erhalten blieben, wie ich es schon seit meiner Kindheit kenne. Eine Wohlfühl-grüne Oase entstand – Wohnen mit altem Baumbestand. Das schafft dem Stadtteil eine außergewöhnliche Wohnqualität. Zumal die ganzen Brachflächen von Krupp weg kamen – somit auch 10000 Bäume. Wir brauchen in Frohnhausen lebenswichtig jede Grünfläche. Bärendelle – ein bravouröses Bauwerk – eine super schöne Sache.“

Autor:

Ingrid Schattberg aus Essen-West

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