IN ESSEN HEISST ES "HEREINSPAZIERT"
DAS MARKT- UND SCHAUSTELLERMUSEUM

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Bis vor kurzem wusste ich gar nicht, dass es so ein Museum gibt. 
Gestern habe ich dort eine Führung mitgemacht und konnte so allerlei Dinge sehen:
Markt- und Jahrmarktfiguren, Fotografien, Dokumente, Spiele, Orgeln,... . 
Hier wird die Erinnerung an eine fast vergessene Kultur, an die Vorzeit der heutigen Märkte und Jahrmärkte lebendig gehalten. 

Die Märkte waren (solange sie existierten) Zentren für den Warenaustausch und ebenso auch Zentren für den kulturellen Austausch. 
Der Markt wurde zum Verkauf von handwerklichen und agrarischen Erzeugnissen genutzt und war Treffpunkt reisender Kaufleute. 
Dann gesellten sich zu den Händlern fahrende Musikanten, Gaukler, Bärenführer und Artisten. 

Im 19. Jahrhundert waren es dann vor allem Akrobaten und Schausteller. Später dann Betreiber von Schaukeln, Karussells und Riesenrädern. 

Früher war es das "fahrende Volk". Heute sind es respektable Familienbetriebe. Markt- und Jahrmarkt wie sie früher waren, laufen heute Gefahr vergessen zu werden.

Gründer des Museums ist Erich Knocke, der früher selbst Schausteller war und mittlerweile verstorben ist. 
Der leidenschaftliche Sammler brachte viele Exponate selbst von seinen Reisen weltweit mit. Man findet hier im Schaustellermuseum ein buntes Sammelsurium von Attraktionen. Also ebenso wie auf der Kirmes selbst. 

Die Ausstellungsstücke passen nur mit Mühe in die Räumlichkeiten. Es ist relativ eng. Personen mit Rollator oder Rollstuhl passen hier nicht durch. Eltern mit kleinen Kindern würde ich genau so abraten. Es ist sehr vollgestellt, so dass auch viel runterfallen und kaputt gehen kann. 

Während des Rundgangs wird viel erzählt. Von daher würde ich Kinder/Teenies erst ab 13 oder 14 Jahren mitnehmen. Es kann sonst für sie "langweilig" werden, da man oft lange in einem Raum steht und viel Input bekommt. 
Kinder wollen lieber sehen und anfassen. 

In den Hallen wird nicht geheizt. Zieht euch in der kalten Jahreszeit deshalb warm an. 

Die zwei Damen, die uns rum geführt haben, kannten sich gut aus, haben uns ihr Wissen preis gegeben und die ein oder andere Anekdote erzählt. Der Ehemann einer der Frauen hat die Orgeln bedient und den Rummel so akustisch zum Leben erweckt. 
Zwischendrin gab es eine kleine Pause mit Getränken und Leckereien. Inmitten der historischen Figuren und Orgeln und Karussells saßen wir beisammen. Das hatte schon ein besonderes Flair.

Autor:

Nina Benninghoff aus Oberhausen

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