100 Tage im Amt
Fröndenbergs Bürgermeisterin Sabina Müller freut sich auf viele spannende Projekte

Seit 100 Tagen ihr Arbeitsplatz: Sabina Müller im Bürgermeisterbüro.
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Seit 100 Tagen ist Fröndenbergs Bürgermeisterin Sabina Müller jetzt im Amt. 100 Tage – auch eine Zeitspanne, um mal nachzufragen, wie dieses Amt und die „Neue“ miteinander auskommen.

Von Peter Benedickt

Der Start war vielversprechend: „Die Willkommenskultur der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist hoch, und es ist mir trotz Corona-Zeiten bereits gelungen, die meisten von ihnen kennen zu lernen. In kleinen Runden haben die Teams vorbeigesehen, und der Personalrat hat mich willkommen geheißen. Etwas schwieriger gestaltete sich das allerdings bei denen, die nicht im Rathaus beschäftigt sind, sondern in den Schulsekretariaten, die Hausmeister oder Bibliothekarinnen. Ich habe von ihnen aber E-Mails bekommen.“
Während der Pandemie ohne Veranstaltungen sind Begegnungen mit Bürgern schwierig. „Ich freue mich darauf, wenn wir uns wieder treffen dürfen“, so Sabina Müller. Bürgermeisterin-Telefonsprechstunden wurden bereits abgehalten: „Ich habe Bürgernähe versprochen und arbeite an passenden Formaten.“ Beispiel: Mit Jugendlichen wird demnächst per Video-Meeting in Kontakt getreten.

Vollgepackte Tage

Die Aufgaben einer Bürgermeisterin sind natürlich nicht nur auf den Vorsitz des Rates begrenzt, auch Verpflichtungen als Dienststellenleitung müssen wahrgenommen werden. Etwa bei einem Bewerbungsgespräch, denn die Stadt Fröndenberg ist ein attraktiver Arbeitgeber. Oder als Repräsentantin beim Antrittsbesuch des Landrats Mario Löhr. Der Tag ist vollgepackt und startet mit einem kurzen „Coming-in“ und der Organisation des Tages: Verwaltungskonferenzen, Termine, Sitzungen, Aktenstudium, Gespräche mit Personal oder Personalrat, Gremien-Sitzungen.
Im Moment gibt es viele Video-Meetings: „Der Tag ist prall gefüllt und vergeht wie im Fluge.“ Trotzdem die tägliche Arbeitszeit sogar in den sitzungsfreien Tagen schon mal die neun Stunden überschreitet.
Bei Sitzungen kommt die Zeit dafür on top, dann sind es auch schnell mal elf oder zwölf Stunden oder mehr: „Das sind übliche Arbeitszeiten in diesem Beruf.“ Außerdem: „Wenn die Präsenzveranstaltungen wieder dazu kommen, sind auch die Wochenenden belegt.“
„Blauäugig“ ist Sabina Müller nicht in ihre neue Position eingestiegen. Sie hat sich auf das Ausüben des Amtes intensiv vorbereitet. Der Blick als Fraktionsvorsitzende, die sie vorher war, entsprach der Außenperspektive ehrenamtlicher Politik. Es wurde von ihr erwartet, dass die Innenperspektive intensivere Einblicke „hinter die Kulissen“ gibt, denn Bürgermeisterin zu sein, ist eine andere Welt.
Zum Start standen viele Antrittsbesuche auf dem Programm, in der Hoffnung, dass dieses Kennenlernen allen im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit zugutekommt. Besonders erfreulich fand die Rathauschefin, dass Ronald Kunze aus der Partnerstadt Hartha sich zum 100-Tage-Amtsantritt meldete und ein Austausch über die Lage der beiden Städte möglich war. Zudem wurde gemeinsam mit dem Freundeskreis Bruay-la-Buissières Bürgermeister Ludovic Pajot angeschrieben, aus Frankreich gab es ebenfalls Post. Alle Städtepartner freuen sich darauf, ein baldiges Kennenlernen nachzuholen.

Projekte sollen umgesetzt werden

Natürlich steht die Umsetzung wichtiger Fröndenberger Projekte im Fokus: Der Bau des vierten GSF-Clusters, der Baustart Sonnenbergschule, die Neubauten der Feuerwehr-Gerätehäuser, die Umsetzung des Sportparks, die Erneuerung der Innenstadt. Wichtige, aber auch schwierige Themen sind die Entwicklung um Haus Schoppe, die Belebung des Stiftsgebäudes, das Ankurbeln des Tourismus nach dem Stillstand durch Corona, die Reaktivierung des Bahnhaltepunkts Langschede, das Stadtmarketing, Bau von Wohnmobilstellplätzen sowie der Radwegebau.
Sorgenfalten erzeugt die Situation rund um Covid 19: „Zunächst gilt es, dass wir die Impfsituation endlich in den Griff bekommen. Ich sorge mich um unsere Kinder und Jugendlichen. Welche Spuren hat Corona bei ihnen hinterlassen? Was ist mit den Familien und den älteren Menschen?“ Aber es gibt Hoffnung: „Die Fröndenberger sind sehr aktiv und helfen einander. Ich wünsche mir, dass unsere Infrastruktur nach einem Lockdown noch vorhanden und leistungsfähig ist, denn alle freuen sich doch auf unser liebenswertes Städtchen mit seiner Lebensqualität.“

Unterstützung durch die Familie

Sabina Müller fehlt nichts, die Aufgabe der Bürgermeisterin gefällt ihr: „Ich bin nicht so leicht zu enttäuschen. Wir leben in schwierigen Zeiten, darauf richte ich mein Augenmerk.“
Verständnis erfährt sie in ihrer engsten Umgebung: „Meine Familie wusste, dass das Bürgermeisteramt viele Verpflichtungen und Entbehrungen mit sich bringt. Spaziergänge mit Ehemann, Kindern und Hund finden nun eben am Wochenende statt.“
„Ich wünsche allen Einwohnern, dass wir gemeinsam gut durch diese schwierige Zeit kommen, dass wir die nötige Gelassenheit aufbringen, um das Warten auf den Impfstoff auszuhalten, und dass die Unternehmen in Fröndenberg nicht den Mut verlieren und durchhalten.“

Autor:

Lokalkompass Menden-Fröndenberg-Balve-Wickede aus Menden (Sauerland)

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