„9/11 - Nichts ist mehr, wie es war“: Gedenkkonzert im Luther Forum

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Die Terroranschläge auf das World Trade Center in New York haben die Welt verändert. Auch zehn Jahre danach sind die schockierenden Bilder noch in den Köpfen. (Foto: Robert Fisch)
 
Beeindruckende Bilder vom 11. September: Initiatorin Berta Walter-Hamza - im Bild (2.von links) zusammen mit Dr. Hans-Jürgen Badziong, Ludger Kreyerhoff, Ulrich Roland und Judith Neuwald-Tasbach, Geschäftsführerin der jüdischen Gemeinde- trat mit dem amerikanischen Fotografen Joel Meyerowetz in Kontakt, der einen Bildband über die Katastrophe veröffentlichte. Er erlaubte die Nutzung einiger seiner Fotos, die beim Konzert gezeigt werden (Foto: Foto: Gensheimer)
Die Tragödie des 11. September jährt sich zum zehnten Mal und wirkt immer noch nach. Die Anschläge von „9/11“ in New York und Washington haben die Welt erschüttert, die schockierenden Bilder sind immer noch in den Köpfen. Ein Gedenkkonzert am Sonntag, 11. September um 18 Uhr, will im Martin Luther Forum eine Antwort auf diese Terroranschläge geben: Musik verbindet über alle Grenzen von Kultur und Religion.
Bereits vor einem Jahr hatte die Gladbecker Musikdozentin Berta Walter-Hamza die Idee zu einem Gedenkkonzert. „Es ist mir ein großes Anliegen,“, so die 57-Jährige, die an der Musikschule Gladbeck unterrichtet, „dass sich gerade die jungen Menschen, die damals im Kindesalter waren, mit dieser Katastrophe auseinandersetzen, ihre Hintergründe erfahren und sie bewerten. Wir müssen mit unserem demokratischen Wertesystem und unseren Mitteln gegen Dummheit, Gleichgültigkeit und Intoleranz ankämpfen.“
Ihr Mittel ist die klassische Musik, das Programm umfasst neben Klassikern von Mozart, Bach oder Ravel auch eine unter dem Eindruck der Zerstörung entstandene Komposition „In Memoriam“ der jüdischen Komponistin Meira Warshauer.
Der renommierte Solocellist Mirel Iancovici spielt gemeinsam mit seinem Celloensemble „I Multicelli“ diese Werke in einer Transkription für Streichinstrumente. „In Memorian“ wird in dieser Fassung in Gladbeck uraufgeführt. Meira Warshauer plant eigens für dieses Konzert aus den USA anzureisen.
Auch die 16-jährige Cellistin Felicia Hamza, 1.Bundespreisträgerin 2010 und Meisterschülerin bei Mirel Iancovici an der Maastrichter Hochschule für Musik, wird bei diesem Konzert als Solistin mitwirken. Zehn Schüler der weiterführenden Schulen Gladbecks werden zudem Textbeiträge - unter anderem aus der Bibel - vortragen.
Bürgermeister Ulrich Roland, Schirmherr des Konzerts, würdigt die Initiative von Berta Walter-Hamza. „Wir freuen uns, gerade für die jugendlichen Gladbecker alle musikalischen Genres anbieten zu können. Dieses außerordentliche Programm gibt uns Allen die Gelegenheit, an diesem Tag der Opfer zu gedenken.“
Dr. Hans-Jürgen Badziong, Lehrer am Berufskolleg Gladbeck und als Vertreter des Martin Luther Forums beim Pressegespräch anwesend, sieht die Einrichtung an der Bülser Straße als ideales Podium für das Gedenkkonzert.
„Wir verstehen uns als Ort der Begegnung, an dem man ins Gespräch kommen kann. Von daher wird es nach dem Konzert auch die Gelegenheit geben, mit den Künstlern zu diskutieren.“
Möglich gemacht hat die Veranstaltung unter anderem die Sparkassenkulturstiftung Gladbeck; auch bei Sparkassenvorstand Ludger Kreyerhoff haben die Anschläge vom 11. September einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Danach war nichts mehr, wie es war. Die Welt ist auf keinem guten Weg, ich wünsche mir die Rückbesinnung auf Werte, die für die Menschheit gut sind.“


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Weitere Konzerte zum 10. Jahrestag des „11. Septembers“:
Martinskirche Bottrop, 10. September, 19 Uhr
Neue Synagoge Gelsenkirchen, 11. September, 12 Uhr
Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei.
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