„Dynamic Borders“ präsentiert fünf grenzübergreifende Rad- und Wanderwege
Der richtige Schritt in Richtung Europa

Die Vertreter der Gemeinden Goch, Weeze, Uedem, Cuijk, Boxmeer und Gennep auf der Touristikmesse.
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  • Die Vertreter der Gemeinden Goch, Weeze, Uedem, Cuijk, Boxmeer und Gennep auf der Touristikmesse.
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Das INTERREG-Projekt „Dynamic Borders“ hat es sich zum Ziel gesetzt, die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden dynamischer zu gestalten und Begegnung zu schaffen. Dazu haben sich die Gemeinden Goch, Weeze, Cuijk, Boxmeer und Gennep zusammengetan. Auf der Touristikmesse in Kalkar haben sie nun ihre erste große Errungenschaft im Themenbereich Tourismus vorgestellt: fünf grenzübergreifende Rad- und Wanderrouten.

Von Lucia Bürvenich

Bereits mit Beginn der Radfahr-Saison 2019 soll im gesamten Kreis Kleve das in den Niederlanden so beliebte „Knooppunkt-System“ eingeführt sein, mit flächendeckender Beschilderung, die es „Fietsern“ und Wanderern noch einfacher machen soll, auf deutsch-niederländischen Wegen zu Grenzgängern zu werden.
Basierend auf diesem Knotenpunkt-System hat das Team rund um „Dynamic Borders“ verschiedene Routen entwickelt, die quer durch die Grenzregion führen. Insgesamt sollen bis 2020 zehn dieser Routen veröffentlicht werden. Fünf davon konnte man bereits auf der Kalkarer Touristikmesse bewundern und in Form von verschiedenen Flyern mit nach Hause nehmen. Khalid Rashid, Leiter des Weezer Büros für Kultur und Tourismus, der bei diesem Projekt federführend ist, erklärte: „Wir haben keine neuen Fahrradwege angelegt, sondern die bereits vorhandenen Wege und Knotenpunkte neu kombiniert zu grenzübergreifenden Routen, die an den schönsten Orten, Landschaften und Sehenswürdigkeiten der Region vorbeiführen.“

Vier Radfahr-Routen

Die vier Radfahr-Routen heißen Ansichtskartenroute, Boxteler Bahn, Erinnerungsroute und Herrlichkeitenroute. Sie führen vorbei an Schlössern, Kriegsmonumenten, abwechslungsreichen Landschaften, alten Bahnstrecken oder Aussichtspunkten.
Der neu entwickelte Wanderweg „Walk of Food“ führt Wanderer neben diversen Möglichkeiten, lokale Köstlichkeiten zu probieren, durch Gebiete, in denen man zum Beispiel Wildkräuter finden kann.
All diese Routen gibt es in verschieden Längen. Durch das Knotenpunkt-System wird auch das Kombinieren einfach gemacht, so dass für jeden etwas dabei ist.
Das Projekt „Dynamic Borders“ läuft offiziell nur bis 2020, aber Khalid Rashid versichert, dass die Kooperation natürlich auch darüber hinaus bestehen bleiben werde, da es allen Beteiligten sehr wichtig sei, nachhaltig zu arbeiten.
Auch Ideen für die Weiterentwicklung des Projektes bestehen bereits. Weezes Bürgermeister Ulrich Francken, erzählt, dass die Beteiligten sich durchaus vorstellen können, in Zukunft auch grenzübergreifende Pauschalangebote zu entwickeln, die zum Beispiel Radfahren und Paddeln kombinieren. Auch Ulrich Knickrehm, Bürgermeister von Goch, hat weitere Projektideen, unter anderem eine neue Niersbrücke für Radfahrer. Am Wichtigsten ist jedoch allen Beteiligten, die Region durch „Dynamic Borders“ zu stärken, ohne die Grenze als Barriere zu sehen, Begegnung zu schaffen und die Vorteile grenzübergreifenden Zusammenlebens zu zeigen.

"Was macht Schlagzeilen? Nur Negatives!"

„Europa bröckelt zunehmend, unter anderem durch den Brexit,“ sagte Khalid Rashid, „und was macht Schlagzeilen? Hauptsächlich Negatives: "Wir möchten ein Zeichen dagegen setzen und mit vielen kleinen Schritten Europa leben.“ Auch Ulrich Knickrehm stimmte ihm zu: „Bei diesem Projekt sind überzeugte Europäer am Werk.“

Die Vertreter der Gemeinden Goch, Weeze, Uedem, Cuijk, Boxmeer und Gennep auf der Touristikmesse.
Weezes Bürgermeister Ulrich Francken und sein Gocher Kollege Ulrich Knickrehm (rechts) freuen sich über das Projekt.Fotos: Bürvenich
Autor:

Franz Geib aus Goch

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